Dorfrundgang


Mühle am Tennisplatz
Von Minden kommend trifft man RECHTS und LINKS der "Stemmer Landstraße"    (L 764) im Südteil des Dorfes auf die Begriffe:

Bierpohl / Sandgruben-Sandbauern / Maulbeerkamp / Weingarten sowie "Elsa-Brandström Jugend-Hilfe"

Urkunde zur EBH Grundsteinlegung vom 26. Nov. 1971:
"......am heutigen Tage, dem Freitag vor dem 1. Advent, wurde der Grundstein gelegt für das neue Elsa-Brandström-Kinderheim, das vom Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Minden e.V. errichtet wird.
Das Elsa-Brandström-Kinderheim wird die Einrichtung gleichen Namens ablösen, die seit dem Jahre 1931 mit 45 Kindern in Minden, Prinzenstraße 10, betrieben wurde. Das neue Kinderheim wird größer sein und etwa 75 schulpflichtigen Kindern Platz bieten. Darüber hinaus soll es etwa 15 Plätze für die schulentlassenen Kinder enthalten, die das Heim als ihr Elternhaus ansehen und die auch während ihrer Berufsausbildung dort bleiben möchten. Vor allen aber bietet das neue Heim Platz, die Kinder in familienähnlichen Gruppen zu betreuen. Das Heim kommt damit dem Ziel näher, den Kindern Ersatz für ein ordentliches Elternhaus zu bieten, das die meisten von ihnen entbehren müssen.
Der Kreisverband Minden des Deutschen Roten Kreuzes hofft und wünscht, daß dieses Heim seinen künftigen Bewohnern zum Segen gereicht......."

 (Anmerkung:...das EBH konnte 1974 bezogen werden und ist inzwischen fester Bestandteil des Ortes Stemmer

MT vom 19.05.99 / Günter Titzsch:
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....EBH Zuflucht für Kinder.....


Als größte Einrichtung im Bereich Sozialarbeit betreibt der DRK-Kreisverband das Elsa-Brandström-Heim am Maulbeerkamp, in dem 1998 im stationären Bereich mit Kindern bzw. Jugendlichen eine Auslastung von 50 Betreuungsfällen erzielt wurde. Das EBH bietet ferner Maßnahmen (13) im Selbstbetreuten Wohnen und eine Tagesgruppe zur Betreuung von Kindern von fünf bis 13 Jahren an.......

MT vom 04.08.00:
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ELSA-BRANDSTRÖM-KINDER GEHEN AN BORD
Weihnachtsgeschenk der Marine-Kameradschaft

Weihnachtsbescherung mitten im Sommer: Zu Weihnachten hatte die Marine-Kameradschaft Minden den Bewohnern des Elsa-Brandström-Heims eine Fahrt mit einer alten Marine-Pinasse versprochen. Jetzt lösten die Mariner ihr Weihnachtsgeschenk mit einer Fahrt zwischen dem Liegeplatz in Hahlen und Rusbend an Bord des ehemaligen Beiboots des Schulschiffs "Deutschland" ein. Die kleine Reise mit der "Admiral Brommy" dauerte knapp vier Stunden................

 
 

MT vom 23.04.05

DRK will Elsa-Brandström-Heim ausgliedern

Kreisvorsitzender Hartmann: Strukturen verschlanken / Gewerkschaft befürchtet Rechts-Nachteile für Beschäftigte

Minden (mt). "Das Einzige, was wir wollen, ist verhandeln," verlangt Hermann Janßen von der Gewerkschaft verdi vom Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes. Die 106 Beschäftigten des Elsa-BrandströmHeims (EBH) wollen konkret wissen, wie weit die DRK- Pläne sind das EBH in eine einen ständige privatrechtliche Firma umzuwandekn.

Von Hartmut Nolte

           

    

 

Denn die Beschäftigten, so Janßen zum MT, befürchten, dass bereits vor der Ausgliederung von ihnen finanzielle und rechtliche Einschränkungen verlangt werden könnten. Das weist DRK-Kreisvorsitzender Helmut Hartmann entschieden zurück, wie er überhaupt Einsparungen beim Personal nicht als Grund für die Ausgliederung des Heimbetriebs aus dem ehrenamtlich strukturierten DRK.

Wie er dem MT erklärte, seien die Ausgliederungspläne entstanden, "um den Aufbau der Organisation zu optimieren". 90 Prozent der Beschäftigten des Wohlfahrtsverbandes seien beim EBH angesiedelt.
"Wer die tatsächliche Verantwortung trägt, soll auch die rechtliche Verantwortung bekommen", sei das Hauptziel der Umorganisation. Die Gründung einer gemeinnützigen GmbH solle deshalb auch zu einer "Verschlankung der Entscheidung" führen.

Das DRK als Arbeitgeber wolle dies in einem "offenen Prozeß" mit den Beschäftigten diskutieren, in die GutachtenDiskussion sei der Betriebsrat eingebunden. "Wir sind Kostendecker", weist Hartmann darauf hin, dass die Träger der Jugendhilfe, Stadt und Kreis, nach für allen gleichen Tagessätze Heimplätze für Jugendliche nachfragen und abrechnen. Ziel der Geschäftsführung müsse dabei weiterhin sein "die Kosten im Rahmen der Tagessätze zu halten".

"Wir wollen unseren Marktauftritt nicht stören, die Leute im EBH machen gute Arbeit, sie werden das Gleiche haben wie bisher", verspricht der frühere Mindener Stadtkämmerer, dass es bei einer Umwandlung keine wesentlichen Änderungen geben werde. "Wir bleiben unter dem BAT-Dach, so Hartmann wörtlich zum MT. Noch vor der Sommerpause solle in einer Mitarbeiterversammlung über einen Personalüberleitungsvertrag gesprochen werden.

Der Mitarbeitervertretung und der Gewerkschaft ist das nicht nur zu spät und bislang zu unverbindlich, es fehlt ihr darin das Wörtchen "-tarif-". Bereits seit über einem Jahr sei der Gedanke der Ausgliederung in der Welt. "Man hat uns einen offenen Dialog angekündigt, aber außer einem Meinungsaustausch damals hat es trotz mehrfacher Aufforderungen unsererseits, auch in Elsa-intern keine weiteren Gesprächsangebote gegeben", kritisiert Janßen Hinhaltetaktik des Arbeitgebers DRK.

Wie groß die Unruhe unter den Beschäftigten sei, zeige die mit 35 Personen starke Teilnahme an einer Protestversammlung vor der DRK-Kreisgeschäftsstelle in der Stiftsallee.

"Die Begleitumstände dieser Umgliederung sind wichtig, wir sind ja nicht prinzipiell dagegen", sagt der Verdi-Mann. Angst bestehe darin, dass schon vor dem Übergang Änderungen zu Lasten der Beschäftigten vorgenommen würden, dass Neueingestellte nicht gleichbehandelt würden "und wir kritisieren den Umgangsstil", sagt Janßen. "Warum dauert es so lange und wann gibt es endlich was Schriftliches?"

Auf mündliche Erklärungen werde man sich seitens der Beschäftigten und ihrer Vertretungen in so einer wichtigen Frage nicht verlassen. "Noch einmal: Wir wollen endlich an den Verhandlungstisch," macht Janßen klar.

 

 

MT vom 27.06.09 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Kita für unter Dreijährige - Erstes Bauprojekt für ehemaliges Klinikumsgelände

Ausschuss gibt grünes Licht für neue Kindertagesstätte / Eine neue Adresse für die ganz Kleinen

VON ANJA PEPER

 

Minden (mt). Job und Familie unter einen Hut zu bekommen, ist für viele Mütter mit kleinen Kindern ein Problem. Jetzt planen die Elsa-Brandström-Jugendhilfe und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) eine Kita speziell für unter Dreijährige. Für Minden ist das ein ganz neues Konzept, dem der Jugendhilfeausschuss jetzt zustimmte.
 


MT-Foto: Anja Peper

Das rote Backsteingebäude an der Friedrichstraße gilt als Urzelle des Mindener Klinikums. Hans-Jürgen Weber (Elsa-Brandström-Jugendhilfe) und der Mindener Architekt Thomas Engel planen hier eine Kita speziell für unter Dreijährige. |

 

Die Kita ist vor allem für berufstätige Eltern gedacht, denn sie soll ein flexibles Angebot bieten. Säuglinge und Kleinkinder sollen dort auch zu den Randzeiten betreut werden - also bis in den Abend und bei Bedarf auch an Wochenenden. Hans-Jürgen Weber, Geschäftsführer der Elsa-Brandström-Jugendhilfe, kann sich Betreuungszeiten bis 20.30 Uhr vorstellen. Auch Krisenplätze über Nacht, beispielsweise bei familiären Konflikten, sind möglich. Weber macht deutlich: "Solch ein flexibles Konzept braucht natürlich auch flexible Menschen, die hier arbeiten."

 

Zusatzleistungen müssen extra bezahlt werden


Zusatzleistungen, die über die herkömmlichen Kita-Zeiten hinausgehen, müssen natürlich auch extra bezahlt werden. In dieser Frage hofft Weber auf das Engagement der Arbeitgeber, die Wert darauf legen, dass die Frauen nach der Babypause bald wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren - und sich das folglich auch etwas kosten lassen.


So soll es mal aussehen: Der Kubus bildet einen Kontrast zum alten Gemäuer links. Entwurf: Thomas Engel (Parallel)

 

So interessant wie das Konzept ist auch der Ort: Die Kita mit 30 Plätzen wird voraussichtlich auf dem Gelände des alten Klinikums I an der Friedrichstraße gebaut - das erste Bauprojekt überhaupt, seit das Klinikum abgerissen wurde. Geplant ist ein Anbau an das rote Backsteinhaus, das als Urzelle des Mindener Stadtkrankenhauses gilt und als einziges Gebäude vom Abbruch verschont geblieben ist (Bestandsschutz). Der Entwurf für die neue Kita ist schon fertig: Der Mindener Architekt Thomas Engel hat es erstellt und in dieser Woche der Politik vorgestellt. Geplant ist ein Anbau in Form eines Würfels, der einen modernen Kontrast zum Backsteingebäude bietet. Hans-Jürgen Weber rechnet mit Kosten von einer Million Euro für den Bau, wobei das Land voraussichtlich einen Zuschuss von 40 Prozent beisteuern wird. Nachdem der Jugendhilfeausschuss nun einstimmig grünes Licht für das Projekt gegeben hat, wird das DRK nun mit dem Kreis Minden-Lübbecke in Verhandlungen treten, um einen Teil des Geländes zu erwerben. "Die Vorgespräche sind gut gelaufen", sagt Hans-Jürgen Weber. Verhandelt werden muss noch über den Quadratmeterpreis. Die Lage an der Friedrichstraße ist (nicht nur) für eine Kindertagesstätte attraktiv: Zentral, aber vergleichsweise ruhig, direkt am Botanischen Garten und über die Ringstraße (B 61) gut zu erreichen. Die ehemaligen Klinikums-Parkplätze direkt gegenüber könnten genutzt werden. Sowohl die Stadt Minden als auch der Kreis haben großes Interesse an Investoren für das ehemalige Klinikumsgelände: Städtebauliche Brachen sollen vermieden werden, um Vandalismus und ähnliche Probleme gar nicht erst entstehen zu lassen.

Ab 2013 Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz

Der stellvertretende Jugendamtsleiter Rainer Mohnfeld begrüßt das Projekt ausdrücklich. "Bisher können wir in Minden 243 Plätze für unter Dreijährige anbieten", so Mohnfeld. Jetzt kommen neue Plätze hinzu: 23 Plätze für unter Dreijährige, sieben weitere für drei- bis sechsjährige Kinder - zusammen also 30. Mit dem Kinderfördergesetz (KiföG) ist der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für einjährige Kinder mit Wirkung vom 1. August 2013 geschaffen wurden. Dies erfordert auch in Minden einen weiteren Ausbau des Angebotes.

Den spezifischen Bedürfnissen der Kleinsten möchte die neue Kita mit einem passgenauen Angebot gerecht werden: Farben, Licht, Formen, Fußböden, Klima sowie Wickel- und Schlafräume sollen speziell für die kleinen Kunden angepasst werden.

MT vom 06.11.2010 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Ein fester Tagesablauf ist wichtig

Alltag in der Elsa-Brandström-Jugendhilfe / Möglichkeit, eine Ausbildung zu machen

 

VON JASMIN DIEKMANN, NADINE OVESIEK UND SONJA TIEMANN, 8B, RATSGYMNASIUM MINDEN

 

Minden (zt). Die Elsa-Brandström-Jugendhilfe bietet den Jugendlichen nicht nur eine Unterkunft. Sie unterstützt sie und hilft ihnen vor allem alltägliche Situationen zu meistern.
 

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Die Elsa-Brandström-Jugendhilfe im Maulbeerkamp betreut insgesamt 100 Jugendliche. | Foto: Zeitungstreff

 

 

Ursprünglich wurde die Elsa-Brandström-Jugendhilfe (EBH) in der Prinzenstraße gegründet und dann 1971 bis 1973 im Maulbeerkamp neu errichtet. Sie wird vom Deutschen Roten Kreuz und dem Kreisverband Minden unterstützt und ist deswegen eine GmbH (gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung). Der Diplom-Sozialpädagoge Hans-Gerhard Albrecht, zuständig für stationäre Angebote und für die Ausbildung im EBH, berichtet, dass sich die Leitung des Heimes an dem Jugendschutzgesetz und dem "normalen" Familienleben orientiert.


In der Einrichtung werden insgesamt 100 Jugendliche mit unterschiedlicher Konfession und ohne Altersbegrenzung betreut. Für junge Mütter und deren Kinder wurde eine Mutter-Kind-Betreuung eingerichtet.

Die circa 40 Jugendlichen der Wohngemeinschaft im Maulbeerkamp werden von 30 Betreuern beaufsichtigt, die durch Schichtarbeit ständig für die Jugendlichen als Ansprechpartner da sind. Jeder dieser Jugendlichen gehört zu einer Wohngruppe innerhalb des Heimes und hat sein eigenes Zimmer, um sich auch mal zurückziehen zu können. Für die Jugendlichen der Wohngruppen gibt es in einem Gruppenhaus viele Möglichkeiten sich auszutauschen und an Gruppenaktivitäten teilzunehmen.

Die Kosten für Kleidung, Urlaub und sportliche Aktivitäten werden für die Jungen und Mädchen von der Elsa-Brandström-Jugendhilfe übernommen. Sie erhalten außerdem ein Taschengeld, um sich ihre persönlichen Wünsche erfüllen zu können.

Die Jugendlichen des EBH haben einen festen Tagesablauf, in der die Schule, die Essenszeiten, die Ausgangszeiten und die Bettruhe berücksichtigt sind.

Für die schon fast volljährigen Jugendlichen sind interne Ausbildungsmöglichkeiten vorhanden. So können sie innerhalb der Einrichtung eine
Ausbildung zum Friseur, Maler, Lackierer oder Bürokaufmann absolvieren. Um eine qualifizierte Ausbildung anbieten zu können, wurden dafür entsprechende Mitarbeiter eingestellt. Eine weitere Besonderheit stellt die Ausbildung zum Bau-Maler und Hilfskoch dar.

"Das EBH ist für Minden und seine Umgebung eine wichtige Einrichtung", weiß Hans-Gerhard Albrecht
. Kinder und Jugendliche werden durch ihn und sein Team nämlich individuell gefördert und betreut.

Minden-Stemmer (holger Weber – how vom 04. April 2013):

NEU: „Elsa-Brandström-Weg“

EHRE, WEM EHRE GEBÜHRT…

…an die  40 Jahre besteht es bereits, das Elsa-Brandström-Kinderheim (EBH)  im Bereich Maulbeerkamp auf dem Gebiet des Ortsteiles Stemmer. Nun wurde die Gelegenheit genutzt, anlässlich der anstehenden Bebauung des Verbindungsweges zur „Stemmer Landstrasse“  (bisher unbenannter Weg im Grenzbereich Stemmer / Minderheide) die  ehrenswerte Arbeit in diesem Kinderheim und auch der Namensgeberin zu würdigen. Die Urkunde zur Grundsteinlegung im Jahre 1971 kann durch

ANKLICKEN / UNTEN nachgelesen werden…

Grundsteinlegung EBH 1971

 

Fotos OBEN von Holger Weber 04.04.2013

MT vom 11.02.2014 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Droht 185 Beschäftigten Verzicht auf Weihnachtsgeld?
 

Elsa-Brandström-Heim in Stemmer

erwartet Jahresdefizit von 300.000 Euro /

Engpass wegen verspäteter öffentlicher Zahlungen

 

Minden (dh). Den 185 Mitarbeitern des Elsa-Brandström-Heims (EBH)) drohen finanzielle Einbußen. Sie müssen eventuell auf das Weihnachtsgeld verzichten.

„Wir wissen zurzeit nicht, ob wir 2014 die Jahresleistung auszahlen können“, sagte gestern der Geschäftsführer der Jugendhilfe-Einrichtung, Hans-Jürgen Weber, auf MT-Anfrage. Die Entscheidung darüber falle im Sommer. Der Betrieb des EBH inklusive der offenen Ganztagsbetreuung sei jedoch nicht akut gefährdet und laufe wie gewohnt weiter.

Weber bestätigte MT-Informationen, wonach die finanziellen Probleme des EBH vor wenigen Tagen Thema einer Betriebsversammlung waren. Im Januar hatte es Verzögerungen bei den Gehaltszahlungen gegeben, weil bei der Bank die Kontoüberziehung nicht abgesichert war. Die sei nun mit Eintragung einer Grundschuld erfolgt, sagt Weber.

Der Engpass im Januar sei auch deshalb zustande gekommen, weil EBH-Rechnungen erst mit Verzögerung von der öffentlichen Hand beglichen worden seien.

Unabhängig davon müsse das EBH ein „strukturelles Problem“ lösen: Einnahmen und Ausgaben klafften immer weiter auseinander. Weber rechnet 2014 bei einem Umsatz von ungefähr sieben Millionen Euro mit einem Defizit von 300.000 Euro. „Diese Lücke müssen wir schließen“. Eventuell mithilfe der Jahresleistung.

Während die Gehälter der Mitarbeiter steigen, wird es für Jugendhilfeeinrichtungen zunehmend schwieriger, die Einnahmen zu erhöhen. Jugendämter versuchen Kosten zu drücken, indem sie Kinder vermehrt in die Obhut von Pflegefamilien geben, anstatt sie in vergleichsweise teuren Heimen unterzubringen. Überdies werden die Verhandlungen mit Jugendämtern über Entgeltsätze in Zeiten leerer öffentlicher Kassen schwieriger. Auch im offenen Ganztag erhöhten sich die Personalausgaben, während die Einnahmen stagnierten, berichtet Weber. „Die Elternbeiträge sind in den vergangenen Jahren nicht gestiegen

 

von Fritz Homann (+):
......am Bierpohl erkennen wir eine unbewußte Veränderung des alten Flurnamens. Ein "Pohl" war früher ein kleinerer, sumpfiger Teich, der am "Bierpohl" von beerentragenden Gesträuch umgeben war. Was ein "Swimmingpool" ist, weiss heute jedes Kind. Ein Wort muß nur von "weit her" kommen und alles ist im Lot. - Zu den Sandgruben gelangten unsere Vorväter, wenn sie den feinen, quarzhaltigen und sehr reinen Sand für die Glashütte in Obernkirchen fördern wollten und dafür manchen Taler für ihre Höfe einheimsten. Stemmers "Sandbauern" widmete sich H. Langenkämper, Stiftsallee 118 (Anmerkung:  Mehr dazu siehe besonderes Kapitel am Ende "Dorfrundgang 5" = "Stemmer Sandbauern"). - Vom "Maulbeerkamp" ist ja bekannt, daß der "Alte Fritz" hier Bauern ansiedelte, die in der Aufzucht von Maulbeerbäumen erfahren waren. Sie wurden für die Seidenraupenzucht dringend benötigt. Der letzte Maulbeerbaum ging hier in den dreißiger Jahren ein (Anmerkung: Anpflanzungen  aus neuerer Zeit bleiben zunächst noch zu beobachten).- Wie der Name "Weingarten" entstand, weiß niemand zu sagen. Es liegt die Vermutung nahe, daß hier auf dem fetten Lößboden jede Frucht  herrlich wie im bestgepflegtem Weingarten gedieh.....

Weiter geht es vorbei an der...

 Mühle

H.Ahlert/H. Waltke aus Broschüre 750 Jahre Stemmer:


........Mühlen hatten in den zurückliegenden Jahrhunderten eine große Bedeutung. Sie versorgten die Bevölkerung mit dem lebensnotwendigen Mehl.
...in Preußen gab es den Mühlenzwang, d.h., daß eine Mühle nur gepachtet werden konnte und der pachtende Müller entsprechend der Mahlkapazität der Mühle Abgaben zu leisten, also Pacht zu zahlen hatte. Zur Existenzsicherung wurden ihm bestimmte Ortschaften zugewiesen, deren Bauern nur bei ihm ihr Korn malen lassen durften. Erst im 19. Jahrhundert verzichtete die Landesregierung auf das alleinige Recht, Mühlen größerer Mahlkapazität zu besitzen.....Auch im heimischen Raum wurden daraufhin etliche Mühlen gebaut, so auch in Stemmer. Im Jahre 1870 baute der Kolon Schmidt (Feelschmidt genannt) als Privatmann die Stemmer Windmühle nach holländischer Bauweise mit Windrose. Nach gut dreißig Jahren, im Jahre 1902, übernahm der Ackermann Schäkel die Mühle nebst Grundstück und Inventar...Nach 5 Jahren verkaufte dieser die Mühle wieder an den Müller Heidemann aus Stemmer. Nachdem der jetzige Besitzer Tiemann die Mühle im Jahre 1928 erst pachtete, kaufte er sie im Jahre 1938 und betrieb sie als Windmühle bis 1944. Außer durch Windkraft konnte die Mühle damals aber auch schon durch einen Gas- oder Dieselmotor angetrieben werden....Am Kriegsende hielt die Elektrizität ihren Einzug in die Stemmer Mühle. Da die bisherige Stromkapazität dafür nicht ausreichte, wurde eigens für die Mühle in ihrer Nähe die Trafostation am Maulbeerkamp errichtet. Im Jahre 1952 wurde die Mühle maschinenmäßig von Grund auf modernisiert und konnte dann auch Feinstmehl für feine Bachwaren liefern. Das letzte Mehl lieferte die Stemmer Mühle im Jahre 1972........
(Anmerkung: Seit einigen Jahren kümmert sich die "Mühlengruppe Stemmer" unter dem Sprecher Peter Kaiser um den Erhalt. Zum Beispiel: Mauer-, Balkenwerk- und Fußbodensanierung, Verschindelung der Haube, Erneuerung der Windrose einschl. Getriebe, Flügelerneuerung......).

und kurz vor dem Dorfeingang Stemmer am
Friedhof

Fritz Weißmann (+):
.....kirchlich gehört Stemmer nach Friedewalde und erst seit 1895  besitzt das Dorf einen eigenen Friedhof, während früher die Toten in Friedewalde zur letzten Ruhe gebettet wurden....

Dorfrundgang weiter:




 

Der Ortkern ist geprägt durch: 

Schule

                    Schule in Stemmer

Fritz Weißmann (+):
....die Zeit der Gründung der Schule in Stemmer muß um 1624/25 liegen. Sechsmal nacheinander vom Vater auf den Sohn übergehend ist der Schulunterricht hier von der Familie Lachtrup  Nr. 29, welche im eigenen Wohnhaus den nötigen Unterrichtsraum eingerichtet hatte,erteilt. Die Utensilien scheinen sehr primitiver Natur gewesen zu sein. Der Länge nach war ein eichener Tisch für die sogenannten Schreibschüler(nicht alle waren Schreibschüler, nur diejenien, welche hierfürbesonders bezahlten) im Schulzimmer aufgestellt, alle anderen saßen auf einfachen Bänken. Das Einkommen des letzten Lehrers aus der FamilieLachtrup, welcher im Herbst 1857 starb, bestand aus 75 - 100 Talern Schulgeld und 10 Hocken Roggen für Betstunden. Das Schulfeuerungsgeld betrug proKind 2 1/2 Groschen (Anmerkung: Es handelt sich hierbei nicht um das heutige Schulgebäude im Dorfkern, in dem im Jahre 1861 der Unterricht aufgenommen wurde)......

Mindener Tageblatt vom 24. Juli 2000 von Ulrike Mißbach:
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TRISTER STEMMER SCHULHOF MUTIERT ZUR SÜDSEE
Umfangreiche Bauarbeiten während der Sommerferien........
In einen "Hafen", ein "Meer", eine "Bucht" und in einen "Vulkanberg" verwandelt sich in diesen Tagen der bisher recht triste Schulhof der Grundschule Stemmer.....

Mindener Tageblatt vom 30. Aug. 2000 von Jürgen Langenkämper:
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SÜDSEELANDSCHAFT ERSTRECKT SICH VOR KLEINSTER GRUNDSCHULE
Bildungsausschuss besichtigt umgestalteten Schulhof in Stemmer.....

Mindener Tageblatt vom 8. Sept. 2000: 
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DIREKT AUS DER SÜDSEE IN DIE KLASSE
Schulhof-Umgestaltung in Stemmer begeistert Kinder und Lehrer /Schulfest zur Einweihung
Minden-Stemmer (pcw). / Der Weg in die Grundschule Stemmer führt durch die Südsee: Rechtzeitig zum Schuljahres-Beginn waren die Arbeiten zur Schulhof-Umgestaltung abgeschlossen und ist aus einer tristen Asphaltfläche ein Spielparadies für Kinder entstanden.
Schulleiterin Gabriele Steinmann konnte es zuvor kaum glauben, dass alles rechtzeitig fertig würde: "Die Arbeiten sind aber flott vorangegangen, sogar Samstags wurde gearbeitet."
Das Ergebnis hat ihre Erwartungen voll erfüllt. " Es ist erstaunlich, was aus einem alten Schulhof mit Kreativität entstehen kann", so die Schulleiterin. "Wir wollen, dass die Kinder spielen können."Ob dieBereiche "Quelle", "Vulkanberg", "Bucht", "Urwald" oder "Hafen"-allesseikindgemäß gestaltet worden und biete viele Spielmöglichkeiten..................

Mindener Tageblatt vom 11. Sept. 2000 von Christine Potter: 
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KLEINSTE SCHULE DER STADT MIT VIEL FLAIR
Stemmer Bildungseinrichtung nach Um- und Anbau eingeweiht / Wunsch nach lernen "mitten im Dörpe" gefolgt...................
Minden-Stemmer (cpt). / "Was lange währt, wird endlich gut". Mit diesem Sprichwort wurden am Samstag die Feierlichkeiten zum Schulfest mit Einweihung des neu gestalteten Hofes und eines Anbaues an der Grundschule Stemmer eingeleitet. 
Schulleiterin Gabriele Steinmann, das Lehrerkollegium und die Kinder hatten sich für ihren großen "Feiertag" viel einfallen lassen. Doch bevor der Startschuß zum Spielnachmittag gegeben wurde, standder offizelle Teil des Festes auf dem Plan.
Bürgermeister Reinhard Korte erinnerte in seinen Grußworten noch einmal an die jahreslangen Diskussionen zum Thema Ausbau der Grundschule im damaligen Schulausschuss. Über Jahrzehnte habe Stemmer als vorrangiger Tagesordnungspunkt in den Ausschusssitzungen gestanden. Doch "gut Ding`braucht Weil", so Korte in seinem Rückblick. Im Frühjahr 1998wurden sich die politischen Gremien einig, der Ausbau konnte beginnen.1,7 MillionenMark wurden für die Kinder und somit für die Zukunft"verbuddelt",das Land Nordrhein-Westfalen haben die Maßnahme mit200 000 Mark bezuschusst, erklärte der Bürgermeister. Nun habeman eine kleine, verlässliche, einzügige Schule..........................OrtsvorsteherHermann Ahlert erinnerte daran, dass das Schulwesen in Stemmer eine langeTradition habe. Der erste Unterricht habe bereits 1625 auf einem Hof im Schünenbusch stattgefunden, bis 1860 die kleine Bildungseinrichtung am heutigen Standort gebaut wurde. Die Stemmer Grundschule habe somit eine lange Tradition, sei die kleinste Schule der Stadt Minden, folglich einzigartig mit viel Flair.

MT v. 29.06.01 (rich)
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Trotz der 140 Jahre noch kein bisschen leise
Grundschule Stemmer feiert mit dem ganzen Dorf ein buntes Fest / Von Preußischer Volksschule zu moderner Einrichtung
Mit einer großen Party feiert die Grundschule Stemmer am morgigen Samstag mit dem ganzen Dorf sich und ihr 140-jähriges Bestehen. Auf dem Schulhof präsentiert sich die kleinste Mindener Schule mit einem Festakt und einem bunten Fest. 
"Also lautet ein Beschluß, daß der Mensch was lernen muß": Als der 1832 geborene Dichter Wilhelm Busch diese Zeilen schrieb, war das Schulwesen in Stemmer längst installiert worden. Um das Jahr 1625 herum gründetete die Familie Lachtrup in Stemmer eine Schule. Sechsmal ging die Schullführung von Vater auf den Sohn weiter. Der Unterricht wurde an einem langen Tisch in einem schlichten Raum im Wohnhaus der Familie durchgeführt. 
Im Jahre 1861 wurde die Schule an den heutigen Standort mitten im Dorfkern verlegt. Im Rahmen der großen Schulreform von 1968 gab die Volksschule ihre Eigenständigkeit ab und wurde 1973 an die Grundschule Kutenhausen angegliedert. Doch 1996 erlangte die Stemmeraner Bildungsschmiede ihreSelbständigkeit zurück. Unter Leitung der Rektorin Gabriele Steinmann wandelte sich das alte Schulhaus in ein helles, modernes Gebäude...........(weiteres siehe vorherige Berichte - how) 

MT v. 2. Juli 01(nib): 
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Schule einmal mehr ein Erlebnis
Buntes Programm zum "140." der Grundschule Stemmer / Tag ohne Kinderlachen undenkbar
Den 140. Geburtstag ihrer Grundschule feierten die Stemmeraner miteinem großen Schul- u. Dorffest. Das bunte Programm und verschiedene Erlebnisstationen in den Klassenräumen sprachen alle Generationen an. 
Bevor vor allem die Schulkinder ihrem Vergnügen nachgehen konnten, mußten sie beim öffentllichen Teil der Feierlichkeit noch ein wenig stillsitzen und durften in vielen Darbietungen ihr Können unter Beweis stellen. Begrüßt wurden die zahlreichen Gäste in der Grundschule Stemmer, zu denen unter anderem die stellvertretende Bürgermeisterin Adelheid Traue, Ortsvorsteherin Carola Hoppmann und Gäste aus Nachbarschulen und-kindergärten zählten....... 

CopyrightMindenerTageblatt / MT-Online
Foto ERSTER SCHULTAG

 MT v. 04.09.02 / Copyright MindenerTageblatt / MT-Online
Wenn der "Ernst des Lebens" beginnt.. .

Erster Schultag in der Grundschule Stemmer: 22 kleine
Schülerinnen und Schüler lernen eine ganz neue Welt kennen
Von Ulrike Mißbach 

Minden (mt). Dienstagmorgen, 10 Uhr: Für 866 Mädchen und Jungen in
Minden beginnt der "Ernst des Lebens". Zum ersten Mal sitzen sie mit
 anderen Kindern in einer Schulklasse.

Doch was ist eigentlich der "Ernst des Lebens", von dem die Erwachsenen
immer so geheimnisvoll sprechen. Das Mindener Tageblatt möchte es
einmal genau wissen und begleitet 22 Schülerinnen und Schülerder ersten
Klasse der Grundschule Stemmer.

Zunächst steht ein Gottesdienst auf dem Programm und anschließend geht
es in die Mehrzweckhalle Stemmer, wo Schulleiterin Gabriele Steinmann die
 i-Männchen willkommen heißt und Kinder des vierten Schuljahres ein
kleines Theaterstück aufführen.

Und dann müssen die Erstklässler aufpassen. Klassenlehrerin Magdalene
Weidemann ruft jedes Kind einzeln auf und zieht dann mit der kleinen Schar
 zur Schule. Vor dem Schulportal heißt es dann "Halt". Mamas und Papas
müssen draußen bleiben. In den Klassenraum dürfen nur die Erstklässler,
die Klassenlehrerin und - ausnahmsweise einmal - die MT-Redakteurin.

Ein wenig scheu schauen sich die Kleinen in dem Raum um, in dem sie nun
von montags bis freitags fleißig lernen werden. Auf den Tischen stehen
Namensschilder. "Wer seinen Namen bereits lesen kann, darf sich schon
hinsetzen, den anderen Kindern helfe ich bei der Platzsuche", erklärt die
Lehrerin. In der Klasse ist es inzwischen etwas unruhig geworden, weil
 jedes Kind natürlich seinen Tischnachbarn kennen lernen möchte.
Magdalene Weidemann hebt die Hand und führt Daumen, Mittelfinger und
Ringfinger zusammen. "Wenn ich dieses Zeichen mache, dann solltet ihr alle
mucksmäuschenstill sein, denn dann habe ich etwas Wichtiges zu sagen",
erklärt die Pädagogin. "Da wir nun wissen, wer neben wem sitzt, wollen wir
 uns einmal im Klassenzimmer umschauen". Da gibt es Haken an den
Tischen, an die die Tornister aufgehängt werden, eine großeTafel, auf der
"Herzlich willkommen" steht und ein Lehrerpult, auf dem einige Bücher der
Lehrerin liegen. Und dann hängt da noch ein Haus mit vielen Kästchen. "In
dem Haus wohnen 26 Buchstaben, der erste besucht uns bereits morgen,
die anderen kommen erst später", erklärt Magdalene Weidemann.

Schließlich erhalten die Kinder ihre "erste Aufgabe": Die Namensschilder
sehen noch so schlicht aus, die gilt es möglichst bunt anzumalen."Wenn wir
arbeiten, sollten wir schön leise sein, damit sich alle Kinder konzentrieren
können", erklärt die Klassenlehrerin.

 Eifrig holen die Kleinen ihre Federmappen aus den Schulranzen und
beginnen zu malen. Plötzlich ertönt die Schulglocke; die meisten Erstklässler
malen ohne aufzusehen weiter. Nur ein Junge möchte wissen, warum es
geklingelt hat. "Die großen Kinder haben jetzt Pause, denn die haben schon
drei Stunden gelernt", erklärt Magdalene Weidemann. "Uns interessiert die
Klingel heute nicht, die kann ja nicht wissen, dass wir hier noch arbeiten".
Und so malen die Kleinen ruhig weiter. Weder Pausenkinder noch einige
Mamas und Papas, die neugierig versuchen durchs Klassenfenster zu
schauen, können die Erstklässler ablenken - hier wird schließlich gearbeitet.

Zum Schluss liest Magdalene Weidemann den Kids noch eine Geschichte
vor und erklärt ihnen dann ihre erste Hausaufgabe: Die i-Männchen sollen
aufmalen, was so alles in ihren Schultüten war. Der "Ernst des Lebens" hat
begonnen. . .
 

 

 
 

 

"Schule in Stemmer? Jetzt erst recht!"

MT v. 12.10.02 Copyright MindenerTageblatt / MT-Online

Elternversammlung zu Schulentwicklungsplan:Vorwürfe an Verwaltung / Förderverein gegründet

Von Monika Jäger
Minden  (mt). "Eure Schule ist sowieso längst erledigt." Solche Sätze aus dem Mund heimischer Bildungspolitiker machen die Stemmeraner Eltern mobil. Ihre Verteidigungslinien sind seit Mittwochabend klar gezogen.
Heinrich Wiese als Vertreter der Schulpflegschaft leitete die Zusammenkunft. Ziele: Gründung einesFördervereins und Mobilisierung der Eltern gegen eine Schließung der Grundschule. 
Denn ohne Kampf wollen die Stemmeraner ihre Schule nicht aufgeben. Immerhin ist die gerade erst vor sechs Jahren wieder ans Netz gegangen - für 1,6 MillonenMark, also rund 80 000  Euro frisch saniert und ausgestattet. Und jetzt soll die schon wieder zugemacht werden? "Wenn sie uns wenigsten noch fünf, sechs Jahre lassen würden",seufzte da Schulleiterin Steinmann.
Ein Grundproblem hatten die Versammelten allerdings: Zu wenig Informationen. So war das Verfahren der Schulentwicklungsplanung unklar. Welche Rolle spielt die städtischerseits im Frühjahr vorgelegteDatensammlung? Wie bindend ist der Grundsatzbeschluss aus dem Bildungsausschuss? Wer ist verantwortlich: Politik oder Verwaltung? Unklar war schließlich auch, dass der Bildungsausschuss Anfang November nicht über die Schulentwickungsplanung entscheidet.

Das hätte ein Vertreter der Verwaltung als Gast klären können - allein: Keiner war der Einladung nachgekommen. "Maulkorberlass", vermuteten die Stemmeraner. Fakt ist, dass sich Bildungsausschuss und Planungsgruppe darauf verständigt haben, erst zur Sitzung Anfang November Inhalte öffentlich zu machen. Am Konzept wird sowieso noch intensiv gefeilt.
So blieben die Bürgerinnenund Bürger mit Vermutungen allein. Ist alles schon entschieden? Spielt der Vorsitzende des Bildungsausschusses, der Kutenhauser Heinz-Dieter Böttger, eine zwielichtigeRolle ("Der freut sich doch schon auf die Schüler aus Stemmer für die Schule in Kutenhausen!")? Hat da jemand die Kosten für die Schule in Stemmer extra hoch berechnet, um die Schließung voranzutreiben? Dass geschlossen wird, erscheint nach dem Grundsatzbeschluss des Bildungsausschusses vom April klar: Künftig soll es nur noch mindestens zweizügige Grundschulen geben. Stemmer ist einzügig.
Liegt das an Kostengründen? fragen sich die Eltern,denn gerade die Kostenberechnung aus der Datenvorlage zur Schulentwicklungsplanng hielten sie für allzu undurchsichtig. Darum will sich Wiese selbst nochmal die Zahlen genau vornehmen.

Die Eltern sammelten zudem eine Menge Ideen, was zu tun sein kann: Rechtlicher Beistand soll gesucht werden,sie werden Stadtschulpflegschaft und Bildungspolitiker anprechen, Präsenz in der entscheidenden Ausschussitzung zeigen, einen Laternenumzug zur Demonstration des Elternwillens nutzen, eine Kinder-Eltern-Kette um die Schule als Bollwerkbilden. Erster Schritt: Der neue Förderverein. Als klares Signal: "Grundschule in Stemmer? Jetzt erst recht!

Und dann sind da noch die bislang 1300 Unterschriften. Doch wer die bekommt ist unklar. Wiese: "BürgermeisterKorte ist ja dafür bekannt, dass er nur extrem ungern Unterschriftenlisten annimmt."
 

"Keine Alternative zur Entwicklungsplanung" 

MT v. 12.10.02 Copyright MindenerTageblatt / MT-Online

Beigeordneter Peter Kienzle: Nichts entschieden
Minden (mt). Schon längst alles entschieden? Falsche Grundlagen bei der Berechnung der Kosten? Erster Beigeordneter Peter Kienzle im Gespräch mit MT-RedakteurinMonika Jäger über den Verlauf der Schulentwicklungsplanung in Minden.

Werden Grundschulen geschlossen, weil die Stadt Minden sparen will? 

Politik und Verwaltung der Stadt Minden haben sich für eine Schulentwicklungsplanung auch deshalb entschlossen, um mehr Mittel für die Schulen frei zu machen - sowohl für den pädagogischen Betrieb als auch für Sanierungen. 

Zur Zeit werden 94 Prozent der Gesamtkostenan Grundschulen (3 705 321,49 Euro) für nichtpädagogische Zwecke ausgegeben. Das kommt den Schülern im Ergebnis nicht zu gute. Da müssen andere Schwerpunkte gesetzt werden.

Elternvertreter von Grundschulen vermuten aber, dass bei der Datensammlung zur Schulentwicklungsplanung Fehler gemacht wurden. 

Ich habe keinerlei Anlass, an den Daten zu zweifeln. 

Welche Rolle spielt es für die Schulentwicklungsplanung, wie teuer eine Schule ist?

Bei den Kosten einer Schule gibt es drei Faktoren zu berücksichtigen: DiePersonalkosten, die der Schulträger zu tragen hat, die Unterhaltungs- undSanierungskosten sowie die laufenden Betriebskosten. 

Der größte Teil der Kosten sind die für notwenige Sanierungen mit den laufenden Personalkosten. 

Diese Faktoren spielen in den Überlegungen zum Schulentwicklungsplanung eine wichtige Rolle - und zwar vor dem Hintergrund,dass wir für die ermittelten Sanierungskosten von 
23 050 000 Euro fürdie Schulen sowie weiteren 12 735000 für die Turnhallen bei weitem nicht genügend Haushaltsmittel haben. 
Darum sind wir in die Schulentwicklungsplanung eingestiegen.

Haben billigere Schulen bessere Chancen, bestehen zu bleiben? 

Die Kosten sind selbstverständlich nicht der einzige Faktor. Wir betrachten nicht einzelne Schulen, sondern Planungszonen: Im Norden die Grundschulen Stemmer, Kutenhausen, Minderheide, Bierpohlschule; im Westen Hahlen, Rodenbeck, Bärenkämpen, im Süden Dützen/Haddenhausen, Häverstädt/Bölhorst, Hohenstaufenschule und im Osten Dankersen, Hafenschule, Königschule, Leteln, Meißen.

Da fließen viele Faktoren mit ein, etwa das Prinzip "Kurze Wege für kurze Beine", Schulwegsicherheit, Entwicklung der Schülerzahlen. 

Sind schon Entscheidungen für Schulschließungen gefallen? 

Zur Zeit erarbeitet eine Steuerungsgruppe, in der alle Interessenbereiche vertreten sind, Vorschläge. DiesesKonzept wird am 5. November im Bildungsausschuss eingebracht und vorgestellt- sicher jedoch wird zu diesem Datum nicht darüber entschieden. 

Im Anschluss planen wir eine Veranstaltung mit der Stadtschulpflegschaft, es wird das MT-Stadtgespräch zum Thema geben, und wir planen Einzelveranstaltungen vor Ort. Da kann dann intensiv über alles diskutiert werden. 

Aber der Bildungsausschuss hat auch schon klareWeichen gestellt, etwa zu einzügigen Grundschulen. 

Im Grundsatzbeschluss zur Schulentwicklungsplanung ist am 
23. April durch den Bildungsausschuss beschlossen worden: Grundschulen müssen mindestens zweizügig und sollten höchstens vierzügig betrieben werden. 

Für mich heißt das klar: einzügigeGrundschulen - und davon gibt es in Minden nur eine, nämlich in Stemmer,werden mittelfristig zu schließen sein. 

Gibt es dafür schon ein Datum? 

Wir reden bei der Schulentwicklungsplanung über Zeiträume zwischen fünf und fünfzehn Jahren. In welcher Reihenfolge welche Maßnahmen erfolgen, kann erst dann festgelegt werden, wenn ein Gesamtkonzept zur Planung vorliegt.

Eines ist sicher: Wir haben zu einer Schulentwicklungsplanung für die nächsten zehn, fünfzehn Jahre keine Alternative -in zwei oder drei Jahren setzen uns die Finanzen die Pistole auf die Brust. 

Dann geht es uns beiden Schulen genauso, wie jetzt in Kultur und Jugendarbeit. Da redet doch keiner mehr über Inhalte;da geht es nur darum, Kosten zu reduzieren. 

Und das darf nicht so kommen. 

Die Mindener Schulentwicklungsplanung ist Thema beim nächsten MT-Stadtgespräch. Geplant ist dieses für den13. November, 
19.30 Uhr. Voraussetzung: Ein Vorschlag zur Umgestaltung der Schullandschaft sollte dann bereits vorliegen. Entscheider und Planer werden zu Gast sein und mit Eltern über das Konzept diskutieren.
 

MT vom 03.12.2002 
Grundschulstandort soll erhalten werden
SPD in Stemmer will Zahlen hinterfragen.... 

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MT vom 04.12.2002 
SPD legt Neubau-Alternativen vor
Schulentwicklungsplan: Zwei Stadtbezirke im Norden wollen um ihre Grundschule kämpfen
Minden (lkp) Die Bürger aus Minderheide und Stemmer wollen um ihre Grundschulen kämpfen. Statt eines Verlustes zögen die Minderheider und Kuhlenkämper einen Neubau an der Grenze zur Nordstadt vor. Klare Fronten machte die Bürgerversammlung zum Schulentwickungsplan Nord
-gültig für die vier Grundschulen Stemmer, Minderheide, Kutenhausen und Bierpohl- deutlich. Drei Stunden lang diskutierten am Mittwochabend in der Kuhlenkampschule Vertreter der Schulverwaltung und Bildungspolitiker mit Schulvertretern und Bürgern, letztere überwiegend aus Stemmer und dem Ortsteil Minderheide, in dem der SPD-Ortsverein mit Handzetteln mobil gemacht hatte.........

MT vom 09.12.2002 
CDU in Stemmer will Schule erhalten
Ortsunion verweist bei Schulentwicklungsplan auf Kostenfrage..... 

MT vom 20.02.3003 
Das Ziel: Bad und Schule erhalten
SPD Stemmer: Intensive Diskussion zu Bildungspolitik und Schule..... 

MT vom 19.03.2003 
Vorläufiges Ende eines langen Prozesses
Steuerungsgruppe Schulentwicklung: Anregungen aus der Bürgerschaft erwogen und in Planung eingearbeitet..... 

Copyright MindenerTageblatt / MT-Online
MT vom 19.03.2003 
Im Osten fällt ein optimaler Vorschlag am schwersten
Steuerungsgruppe legt geänderten Entwurf zur Schulentwicklung vor.....
......Im Norden  folgte die Steuerungsgruppe den Vorschlägen der Stemmeraner Eltern. Eine sofortige Zusammenlegung der Schulen Stemmer und Kutenhausen ist vom Tisch, damit auch ein dafür notwendiger Anbau in Kutenhausen. Bis zum Schuljahr 2007/2008 wird Stemmer weitergeführt, dann sind die Schülerzahlen so gesunken, dass alle in Kutenhausen (dann zweizügig) zur Schule gehen können...........

MT vom 23.12.05 -- Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Drittklässler auf den Spuren des Waidmanns

Stemmer Jagdgemeinschaft bescherte Kindern einen erlebnisreichen Tag in Wald, Feld und Flur

Minden-Stemmer (htj). Einen aufregenden Vormittag in Wald, Feld und Flur erlebten auf Einladung der Stemmer Jagdgemeinschaft die Schüler des dritten Schuljahres der Grundschule Stemmer und ihre Lehrer.

Die kleinen "Waidmänner" wurden dazu mit dem urigen Jagdwagen von Wolfgang Meier abgeholt. Erste Station war an der Südfelder Straße, wo den Kindern verschiedene Jagdhunde vorgestellt wurden. Die Kinder erfuhren, wie aufwändig es ist, einen Hund auf spielerische Weise zum Jagdhund auszubilden. Schließlich mussten die Hunde ihr Können unter Beweis stellen. Dazu wurden verschiedene Utensilien im Garten ausgelegt, die die Tiere auf Kommando holen sollten.

Danach ging es dann Richtung Ösper, kurz vor Friedewalde, wo ein großes Waldstück durchquert wurde. Heinrich Lachtrup und Hans-Günter Schelp, in Begleitung des vier Monate alten Münsterländer Jagdhundes "Laika", erklärten Bäume, Sträucher und was sonst noch alles im Wald wächst, wie die verschiedenen Beerensorten, Pilze und Blüten. Aufregend für die Kinder war eine Rehwildlagerstätte, die jedoch leider verlassen war.

Weiter ging der Fußmarsch ins alte Stemmer Sandloch auf der Bartlinge. Auf dem Gelände warteten Frank Meier mit seinem Westfalenterrier Max, Klaus Michalk mit seinem Dackel Joster sowie Frank Troschke mit der "Rollenden Waldschule". Ausgestellt waren ausgestopfte Steinmarder, Rebhühner, ein Iltis, Füchse, Hasen, Fasanen, ein Waschbär, ein Fuchsbalg sowie Gehörn von Damm und Reh. Die Kinder erfuhren alles über die Herkunft und die Lebensart der Tiere.

Ein weitere aufregendes Erlebnis waren viele kleine Säckchen, die an einem Ständer hingen und mit den verschiedensten Sachen wie Tannenzapfen, Mais, Holz, Federn, Kastanien und Nüssen gefüllt waren, und die von den Kindern ertastet werden mussten.

Da so ein Tag hungrig macht, wartete ein "Kinderjägerbüfett" auf die Grundschüler, das von den Jägerfrauen zubereitet worden war.

Nach Herzenslust konnten die Kinder dann noch Buden bauen, Holz sammeln, Löcher buddeln oder einen alten Fuchsbau unter die Lupe nehmen.

Schulbetrieb in Stemmer zunächst bis Ende Schuljahr 2009/10 gesichert:

MT vom 07.02.09 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Grundschul-Klassengrößen variieren stark
 
Mal 19, mal 31 Kinder
 
Minden (mt). "Wir haben es in diesem Jahr in wesentlichen hinbekommen, dass keiner abgewiesen werden musste", lautet Horst Grüners Fazit vom Schulbüro Minden in Sachen Anmeldungen für die Grundschulen.
 
Von Monika Jäger
 
Deutlich wurde dennoch, dass Wirklichkeit und Planungen nicht immer übereinstimmen. 894 Lernanfänger wurden für das Schuljahr 2009/2010 erfasst. 38 davon gehen zur Evangelischen Bekenntnisschule, sechs zur Waldorfschule, 24 zu anderen Grundschulen und 44 wurden vorzeitig eingeschult. Bleiben 782.

32 Züge gibt es an den Mindener Grundschulen für Erstklässler. Statistisch sind das 23,6 Kinder pro Klasse - ziemlich ideale Lernbedingungen. Faktisch schwankt die Bandbreite der Klassengrößen jedoch zwischen 31 (Bierpohlschule) und 19 (Leteln). Das liegt unter anderem daran, dass Eltern die Grundschule aussuchen können.


Die zweizügige Grundschule Leteln überschreitet mit 38 Anmeldungen knapp die Mindestgrenze von 18 pro Klasse. Problemlos zeigen sich die Michael-Ende-Schule in Hahlen (dreizügig, 66 Anmeldungen), die zweizügige Eine-Welt-Schule in der Innenstadt (47 Anmeldungen), die Cornelia-Funke-Schule in Dankersen (dreizügig, 75 Kinder und die Grundschule Dankersen (zweizügig, 56 Anmeldungen), ebenso die Domschule (vierzügig, 101 Anmeldungen).

An der dreizügigen Mosaik-Schule, die aus den früheren Grundschulen Minderheide und Bärenkämpen entstanden ist, haben sich 64 Kinder angemeldet. Die resultierende relativ kleine Klassenstärke von etwa 21 Kindern sei für eine integrative Schule angemessen, heißt es im Bildungsausschuss.

Für eine Überraschung habe die Hohenstaufenschule gesorgt. Nach dem Wohnsitz hätten sich hier genug Kinder für acht Klassen anmelden können. Faktisch waren es aber nur 101, so dass vier Klassen zu 25 Kindern entstehen.


Problematisch ist die Lage in Kutenhausen/Stemmer. 67 Anmeldungen für zwei Klassen - das überschreitet die zulässige Maximalgröße. Alternativen gibt es nicht, weil die nächste Schule, die Bierpohlschule (dreizügig, 93 Anmeldungen), voll ausgelastet ist. Also wird im kommenden Schuljahr das alte Schulgebäude in Stemmer doch noch weiter genutzt. Kosten: 10 000 Euro im Jahr.

Größtes Problem: die Grundschule am Wiehen. Sie ist frisch vierzügig ausgebaut, doch nur für drei Züge sind Kinder angemeldet. Außerdem ist die Schule eine Baustelle - der Estrich trocknet nicht. Nach Lösungen wird gesucht.


MT vom 21.07.09 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Viel Kultur und Sport auf weiter Flur

Kutenhausen und Stemmer haben viele Dinge gemeinsam und einige, die einzigartig in den Dörfern sind

VON JÜRGEN LANGENKÄMPER

 

Minden (mt). Mit 12,22 Quadratkilometern - gut einem Neuntel der Stadtfläche - ist der Wahlbezirk 6 der größte in Minden. 3393 Menschen leben in Kutenhausen und Stemmer.
 


Zentrum des dörflichen Lebens: Schule, Sportplatz und Heimathaus bilden einen Mittelpunkt für Kutenhausen. | Foto: Edwin Dodd

 

Aber die Menschen verlieren sich nicht in der Fläche, auch wenn die Bevölkerungsdichte mit 278 pro Quadratkilometer viel niedriger liegt als der Mindener Durchschnitt von 821 Personen. Dafür ist der Zusammenhalt um so ausgeprägter.

 

Und jeder Ortsteil hat seine eigenen Perlen, mit denen er glänzen kann. Da ist das rührige Kulturdorf Kutenhausen, das zwar ohne eigentlichen Dorfkern ist. Aber um die Schule und das Heimathaus ranken sich viele Aktivitäten.
 

Stemmer weist mit dem Fritz-Homann-Bad sogar ein echtes Alleinstellungsmerkmal auf. Ein Freibad auf dem Dorfe, das ist in Zeiten knapper Kassen keine Selbstverständlichkeit. Der Kampf um den Erhalt hat die Stemmer Bürger - und nicht nur diese - in den vergangenen Jahren im Förderverein zusammengeschweißt.

Und so wie die Bürger der beiden nördlichen Ortsteile gemeinsam baden gehen, so begegnen sie sich von Kindesbeinen an in der Schule.
Denn das alte Schulgebäude im Stemmer Ortskern wird als Dependance der Grundschule Kutenhausen genutzt.

Eigenständig sind die beiden Ortsteile, deren Grenzziehung höchst kompliziert ist und oftmals nur Alteingesessenen in Fleisch und Blut übergegangen ist, in sportlicher Hinsicht. Denn jeder hat seinen eigenen Verein, wobei sich hier wie in kirchlicher Hinsicht die enge und manchmal konkurrenzbehaftete Verbindung Kutenhausens mit Todtenhausen zeigt.
Stemmer hingegen ist kirchlich nach Friedewalde orientiert. Viele Bürger im südlichen Bereich rund um den Stemmer Weingarten sind jedoch auch zur Minderheide hin ausgerichtet.

Gewählt wird entsprechend den alten Gemarkungsgrenzen in den Stimmbezirken 1 in der
Grundschule Stemmer sowie 2 in der Grundschule Kutenhausen.
 

MT vom 12.11.09 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Kutenhausen ein Jahr länger dreizügig

Bildungsausschuss hat viele große Themen vor sich / Schullandschaft neu betrachten und Entscheidungen bewerten

VON MONIKA JÄGER

Minden (mt). Schnell an die Arbeit kommen muss der Bildungsausschuss der Stadt Minden - das wurde gleich bei mehreren Themen der ersten Sitzung des neu zusammengesetzen Gremiums deutlich.
 


 

Gewundene Wege geht die Mindener Bildungspolitik bisweilen, und nicht immer schnell genug. Zahlreiche Themen stehen jetzt zu schneller Entscheidung an. | MT-Foto: Manfred Otto (Archiv)

 

Deutlich wurde auch, dass die Themen eng zusammenhängen - Anlass genug, die Steuerungsgruppe Schulentwicklungsplanung einzuberufen. Der Ausschuss entschied dafür, dieses Gremium wieder einzurichten und unter Ausschluss der Öffentlichkeit und mit Verschwiegenheitsvereinbarung tagen zu lassen. Das soll - wie in der Vergangenheit auch - offenes Denken und Diskutieren ermöglichen. Zwischenstände sollen regelmäßig in den Ausschuss gespiegelt werden.
Die Grundschule Domschule braucht dringend eine Mensa. Der Ganztag erweist sich als so gefragt, dass inzwischen 200 Kinder betreut werden. Da greift die ursprünglich geplante Lösung nicht, mit allen Kindern gemeinsam zur Mensa der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule zu gehen.
Drei Lösungen wären möglich, schilderte Horst Grüner für die Stadtverwaltung: Anmieten von Räumen gegenüber, Aufstellen von Pavillons oder Umbau in der Schule. Realisierbar sei angesichts der Finanzlage der Stadt nur die billigste: die Umrüstung des bestehenden Verwaltungstraktes zur Mensa und Umzug der Verwaltung in den Keller.

Gespräche mit der Schule sollen kurzfristig folgen. Im Auge behalten werden muss dabei auch die Frage, wie groß die Domschule künftig sein soll. Vierzügig, wie sich nach Anmeldezahlen immer wieder abzuzeichnen scheint, oder dreizügig, um nicht anderen Schulen die Arbeit zu erschweren, wenn dort dann Kinder (und Lehrer) fehlen? Klar sei, so Beigeordneter Dr. Joachim Meynert: Soll die Domschule vierzügig werden, müssten angebaut oder die Räume der PTA-Schule im Dachgeschoss mit genutzt werden. Im Bestand sei höchstens eine dreizügige Ertüchtigung möglich.

Grundschule Kutenhausen (u.a. mit Stemmer) : Weg in die Zweizügigkeit


Nicht zufrieden sind Eltern, die ihre Kinder gern zur
Grundschule Kutenhausen schicken möchten. Denn nicht alle Kinder können dort angenommen werden. Die Schule - bisher dreizügig - soll künftig kleiner und ohne die teure Dependance Stemmer geführt werden. Doch das bedeutet: Die Kinder aus dem Bereich Kindergarten Flamingoweg können nicht mehr nach Kutenhausen gehen. "Das reißt soziale Gefüge auseinander", so SPD-Ausschussmitglied Karl-Heinz Meilwes. Auch die Eltern machten ihren Wunsch im Ausschuss mit Briefen und persönlich deutlich.

Ergebnis:
Das Gebäude in Stemmer bleibt noch ein Jahr länger am Netz, doch die Schulleitung hat jetzt den Auftrag dafür zu sorgen, dass danach die Zweizügigkeit erreicht werden kann. Der Beschluss gilt vorbehaltlich einer Bestätigung durch den Rat der Stadt.

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MT vom 23.01.2010

In zwei Jahren droht die Überschuldung

Bürgerversammlung zur Haushaltssituation der Stadt: Licht aus, Straßen kehren und Gelbe Säcke her

VON JÜRGEN LANGENKÄMPER

 

Minden (mt). Der Stadt droht die Überschuldung schon in Jahr 2012. Doch die Bürger sorgen sich mehr um ausbleibende Straßenkehrung, fehlende Gelbe Säcke und die Frage, ob und in welchen Straßenzügen das Licht ausgeschaltet werden kann.


 

Rapider Anstieg: Die Summe der Kassenkredite, die lange um 20 Millionen Euro pendelte, schnellt auf 100 Millionen Euro in die Höhe.

| MT-Grafik: Detlef Stoll

 

Die Bürgerversammlung zu der Bürgermeister Michael Buhre und die Verwaltung am Donnerstagabend in den Großen Rathaussaal eingeladen hatte, war von Ernsthaftigkeit geprägt. Kämmerer Norbert Kresse erntete sogar Beifall  für die Art seiner Präsentation der schlechten Nachrichten – was an  deren besorgniserregendem Charakter aber überhaupt nichts zu ändern vermochte.

Die Zielrichtung einzelner Fragen zu vollkommen alltäglichen Banalitäten offenbarte im Anschluss aber die Hilflosigkeit  von Teilen der Bürgerschaft angesichts des dramatischen Haushaltsdefizits. Auf rund 100 Millionen Euro werden die Kassenkredite der Stadt und ihrer Töchter bis Ende 2013 anschwellen – von rund zehn Millionen zum Jahresende 2008, als die Stadt nach zwölf Jahren  strukturell defizitärer Haushalte einem Haushaltsausgleich so nahe zu sein schien wie lange nicht.

Doch dann kam die globale Wirtschaftskrise. Auf 28,3 Millionen Euro schwoll das Defizit 2009 an. Und die Einnahmen sinken gegenüber dem Vorjahr weiter: um 10,0 Millionen Euro die Gewerbesteuer, um 4,1 Millionen Euro die Einkommensteuer, um 3,6  Millionen Euro die Schlüsselzuweisungen des Landes. Erwartet werden zudem Ausgabesteigerungen für Grundsicherung (plus 1,7 Millionen Euro), Jugendhilfe (plus 1,1 Millionen Euro) sowie Abschreibungen und Entgelte,die die Stadt an die Städtischen Betriebe (SBM) zahlen muss (plus 3,0 Millionen Euro). Trotz Gegensteuerns ist für 2010 ein Minus von 29,3 Millionen einkalkuliert. Und so wird es in den Folgejahren weitergehen – wenn auch aufgrund drastischer Sparmaßnahmen gedämpft.

2012 aber ist das nach dem Neuen Kommunalen Finanzmanagement (NKF) festgesetzte Eigenkapital, das zum Jahresbeginn 2007 noch fast 95 Millionen Euro betragen hatte, rein rechnerisch aufgezehrt.

Konsequenzen, die Bürger und Unternehmen schon von diesem Jahr an spüren werden, sind eine nach dem Nothaushaltsrecht vorgeschriebene Anhebung der Hebesätze auf den Landesdurchschnitt.

Dadurch sollen rund 1,0 Millionen Euro bei der Grundsteuer B (plus 9,7 Prozent für bebaute Grundstücke) und 1,1 Millionen Euro bei der Gewerbesteuer (plus 5,4 Prozent) in den Stadtsäckel bringen sollen. 1,28 Millionen Euro sollen im Personalbereich eingespart werden, 475 000 Euro bei Sach- und Transferausgaben.

Ferner erhöht die Stadt spezielle Gebühren und Entgelte und erhofft so Mehreinnahmen von 338 000 Euro pro Jahr. Die Sportstättennutzung soll sich um zehn Prozent verteuern, das Theaterabo wird teurer, und bei den Kindergartenbeiträgen wird eine zusätzliche Einkommensstufe für Spitzenverdiener vorgeschlagen.

146000 Euro ließen sich durch den Ausstieg aus der Nordwestdeutschen Philharmonie sparen, 40000 und 81000 Euro durch die Schließung der Grundschulstandorte Stemmer und Leteln. Vermieden wären im letzteren Fall auch erforderliche Investitionen in Höhe von 1,1Millionen Euro. Geprüft werden soll, wie es mit dem Weser-Kolleg weitergeht. Möglich wäre die Schließung oder die Kooperation mit anderen Kommunen, um die Kosten zu teilen. Interkommunale Zusammenarbeit – bereits praktiziert in Teilbereichen der Beschaffung, um bessere Einkaufspreise zu erzielen – soll nach den Wünschen des Bürgermeisters ausgeweitet werden.

Wo die Bürger Einsparpotenzial vorschlagen wie bei der Straßenbeleuchtung – 20 bis 30 Prozent der Stromkosten von 600000 Euro –, stehen hohe Investitionskosten (Gerald Schüler: "Eine Million Euro") im Wege. Grundlegend ändert dies an der schlechten Finanzausstattung Mindens wie aller Kommunen durch Bund und Land nichts.

"Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz verschlechtert unsere Situation weiter", beklagte Buhre ein Minus von 600000 Euro allein von dieser Seite. Im Ältestenrat hätten die Vertreter aller Fraktionen nun beschlossen, gemeinsam eine Resolution an die Bundesregierung zu verfassen.

03.08.2011-von Holger Weber (how):

Schulstandort Stemmer für immer beendet?

400-jährige Tradition vor dem aus / Was wird aus dem Gelände ?

Minden-Stemmer (how):  Um  1624/25 herum ist der Schulstandort in Stemmer dokumentiert. Ein genauerer Zeitpunkt lässt sich gemäß Nachforschungen des ehemaligen Schulleiters Friederich Weißmann, der 1952 nach über 45 Jahren in den Ruhestand trat, nicht belegen. Sechsmal nacheinander vom Vater auf den Sohn übergehend ist der „Jugendunterricht“ im Hause Lachtrup Nr. 29 bestätigt. Der Spitzname „Schemmes“ für Lachtrup hat sich noch bis in die heutige Zeit erhalten. Er stammt wahrscheinlich aus der Ableitung vom plattdeutschen „Schemmester“ (Schulmeister) ab.

Mit Sicherheit kann man also von einer etwa  4oo-jährigen Tradition ausgehen. In der kleinen Festschrift aus 1961 „100 Jahre Schule Stemmer“ am heutigen Standort heißt es demgemäß: „…zu  Ehren unserer Mütter und Väter, die bereits vor über 300 Jahren ein dörfliches Schulwesen zum Leben erweckten!“

2001 feierte das ganze Dorf mit den Schülern und vielen „Ehemaligen“ vierzig weitere Jahre, nachdem zuvor im Jahre 2000 noch ein Erweiterungsbau fertig gestellt werden konnte. Zurückgehende Schülerzahlen sowie die Entscheidung der städtischen Gremien, den Grundschulstandort für den Nordbereich in Kutenhausen anzusiedeln, bedeutete das Ende. 

Trotz der langen Tradition ging  vor dem Ende des letzten Schuljahres  alles sehr schnell. Die vorhandenen Möbel  wurden den Kindern quasi unter dem Hinterteil weg gezogen.  

Die jüngeren Stemmeraner oder auch die „Neubürger“  werden es kaum  wissen:  In dem seitlichen Fachwerkanbau befand sich mehrere Jahrzehnte das „Bürgermeisterbüro“ der früher selbständigen Gemeinde Stemmer.

Was nun aus dem Gebäude wird,  steht derzeit in den Sternen. Dem Vernehmen nach wird auch über einen Verkauf nachgedacht. Nach dem großen Einsatz der Stemmeraner in den Bereichen Bürgerzentrum, Kindergarten und „Fritz-Homann-Bad“  dürfte ein weiterer  Kraftakt schwierig werden…

MT v. 10.08.2011 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Ein neuer Platz für die Glocke muss her

Betrieb in Stemmer Grundschule eingestellt / Früher auch Bürgermeisterbüro beherbergt / Vermarktung kann beginnen

VON MONIKA JÄGER

Minden (mt). Mit diesem Sommer hat die Grundschule in Stemmer endgültig ausgedient. Jetzt soll sie verkauft werden. Geklärt werden muss in diesem Zusammenhang auch die Zukunft der Glocke.
 

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Das Schulgebäude in Stemmer soll jetzt vermarktet werden. MT- | Fotos: Manfred Otto

 

"Beschlusslage ist, dass nach Ende des Schulbetriebes in die Vermarktung eingestiegen wird", so Gerald Schüler, Leiter der Städtischen Betriebe Minden (SBM), gegenüber dem MT. Zuständig für die Vermarktung ist die Gebäudewirtschaft der SBM, die wiederum die Mindener Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft (MEW) beauftragen wird.

http://www.mt-online.de/no.gifhttp://www.mt-online.de/_em_daten/mt/_layout/blank.gif
 

Die Glocke soll einen anderen Standort erhalten.

 

Wohnungen, Dienstleistungen, Kleingewerbe, Büros und Praxen: All das würde sich nach Ansicht von Schüler eignen, um die alte Schule wieder mit Leben zu füllen.


Bevor aktiv in die Vermarktung eingestiegen werden kann, muss jedoch erst noch die Zukunft der Glocke geklärt werden. Die läutet bis heute im Dorf, unter anderem als
Totenglocke, berichtet Ortsvorsteherin Heidrun Kruse, und sie braucht jetzt einen neuen Standort. Dorfplatz, Friedhof oder Krummenhof könnten geeignete Plätze sein - am 29. September um 20 Uhr im Hotel zur Stemmer Post möchte die Ortsvorsteherin mit allen Bürgern über diese und andere Möglichkeiten diskutieren.

Montagnachmittag war
Claus Peter da und hat die Glocke begutachtet. Er ist Glockensachverständiger der Landeskirche von Westfalen und kam wegen der Glocken in Friedewalde sowieso in die Region. Die schlechte Nachricht: "Das Gebälk, an dem die Glocke aufgehängt ist, ist morsch", berichtet die Ortsvorsteherin. Die gute Nachricht: Nach Ansicht von Peter ist es möglich, die Glocke durch die kleinen Fenster seitlich aus dem Turm zu holen.

Dafür müssten zwar die Jalousetten ab- und wieder angebaut werden, doch das Ganze ist weniger aufwändig, als wenn der gesamte Turm abgenommen werden müsste.

Die weitere Vorgehensweise wird jetzt bei den SBM geplant.

Holger Weber, der sich mit der Stemmeraner Ortsgeschichte befasst, hat für das Mindener Tageblatt die Historie der Schule zusammengefasst. "Um 1624 herum ist der Schulstandort in Stemmer dokumentiert. Ein genauerer Zeitpunkt lässt sich gemäß Nachforschungen des ehemaligen
Schulleiters Friederich Weißmann nicht belegen. Er trat 1952 nach über 45 Jahren in den Ruhestand.

Sechsmal nacheinander vom Vater auf den Sohn übergehend, ist der "Jugendunterricht" im
Hause Lachtrup Nr. 29 bestätigt.

Der Spitzname "Schemmes" für Lachtrup hat sich noch bis in die heutige Zeit erhalten. Er stammt wahrscheinlich aus der Ableitung vom plattdeutschen
"Schemmester" (Schulmeister) ab. "Mit Sicherheit kann man also von einer etwa 4oo-jährigen Tradition des Schulunterrichts in Stemmer ausgehen"; so Weber.


"Die jüngeren Stemmeraner oder auch die Neubürger werden es kaum wissen", fährt er fort: In dem seitlichen Fachwerkanbau befand sich mehrere Jahrzehnte das "Bürgermeisterbüro" der früher selbstständigen Gemeinde Stemmer.

 

 

13.03.2013 von Holger Weber (how):

Schulstandort Stemmer für immer beendet?

400-jährige Tradition vor dem aus...

...so schrieb der Verfasser im August 2011 ...Weiteres von damals siehe Dorfrundgang / Schule...

Zufall oder nicht könnte man beim Betrachten von Daten fragen...

Foto: Holger Weber (how)

Minden-Stemmer (how):  Zufall oder nicht könnte man beim Betrachten von Daten fragen. 2001 feierte man noch mit sehr viel Glauben an die Zukunft das "140-jährige mit Standort in der Dorfmitte". Dieser Glaube war auch berechtigt, war doch ein Jahr zuvor gerade erst ein Erweiterungsbau und die Neugestaltung des Schulhofes fertig geworden. 10 Jahre später - also 2011 - war "ALLES SCHNEE VON GESTERN". Ausgerechnet zum einhundertfünfzigsten Jubiläumsjahr am Standort zog sich die vom Rat umgelegte Schlinge zu...Die 2001 aufgelegte Jubiläumsschrift dürfte den meisten Bürgerinnen und Bürgern noch bekannt sein und in den Regalen stehen. Sicherlich nur noch den wenigsten Stemmeranern im Gedächtnis ist bestimmt die Festbroschüre zu

"100 Jahre Schule Stemmer 1961".

Da hierin sehr viel zur geschichtlichen Entwicklung von Stemmer nachzulesen ist, kann die UNTEN anzuklickende Datei zur Wissenserweiterung einen Beitrag leisten...

1861 - 1961 - 2001 - 2011

Broschüre 100 Jahre Schule Stemmer 1961

Holger Weber (how) vom 02.12.2014:

Wiederbelebung der alten Schule steht offenbar bevor!!!

Foto: Holger Weber (how)

Wer in den letzten Wochen die Ortsdurchfahrt der "Stemmer Landstraße" passierte, konnte erkennen, dass zum Teil  lebhafter Betrieb im und vor dem alten Schulgebäude herrscht. Nach langem Leerstand hat sich offenbar ein Investor gefunden, der diesen für Stemmer "historischen" - zentral gelegenen - Standort wieder mit Leben erfüllen will. Dem Vernehmen nach kommt der neue Eigentümer aus dem Bereich Stemmer und man darf gespannt sein, was sich hier entwickelt. Vielleicht kann man den oder die neuen Eigentümer zusammen mit den örtlichen Politikern ja dazu bewegen, die Öffentlichkeit einzubeziehen oder zumindest über das Vorhaben zu informieren...

MT vom 06.12.2014 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

So stimmt‘s

 
Die Geschichte der Grundschule Stemmer ist teils anders, als im MT vom 5.Dezember dargestellt. Die letzte Klasse verließ erst im August 2011 die Räumlichkeiten. Der Anbau wurde im September 2000 eingeweiht. (sk)

MT vom 05.12.2014 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Holger Weber  vom 05.12.2014 (how): Da folgen in den nächsten Tagen aber noch ein paar Jahreskorrekturen...

MT vom 29.10.2016 Copyright Mindener Tageblatt / MT.de

 

 


KrummenhofKrummen Hof in STemmer

Mindener Tageblatt 1991 uv/y:
Copyright MindenerTageblatt / MT-Online
.....ein neues Gesicht bekommt derzeit "Krummenhof". Mit einem Kostenaufwand von 530.000 Mark wird das alte Fachwerkgebäude von der Kirchengemeinde Friedewalde, zu der auch Stemmer gehört, generalüberholt und restauriert. Der Zahn der Zeit nagte an den Holzständern und das Dach war - in dem als Gemeindezentrum genutzten Haus - undicht geworden. Im Jahre1962 war von der Kirchengemeinde auf Initiative von Pastor Hartmann und dem damaligen Stemmeraner Presbyter Hermann Waltke das Gehöft Stemmer Nr. 14 mit 2 Morgen Umland gekauft worden. Geplant war, die Hofstelle abzureißen und ein neues Gemeindezentrum zu erstellen....Als sich im Herbst 1963 herausstellte, daß die Finanzierung eines neuen Gem.-Zentrums nicht möglich war, beschloss man die Einrichtung einer Begegnungsstätte im alten Bauernhaus (Anmerkung: Es wurde ein wirkliches Schmuckstück)........

MT vom 02.09.2014 Copyright Mindener Tageblatt

Ein Turm als Zeichen des Zusammenhalts
 

Glocke in Stemmer zieht an neuen Platz / Einweihungsfeier nach dem Gottesdienst

 
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Der Glockenturm wurde in Stemmer in feierlichem Rahmen eingeweiht. Foto: Michelle Settke


 

Minden-Stemmer (mis). „Man braucht manchmal einen langen Atem um ein Projekt in die Tat umzusetzen – den haben wir alle gehabt“, sagt Ortsvorsteherin Heidrun Kruse in ihrem Grußwort zur Einweihung des neuen Glockenturms in Stemmer. Ihren Dank richtete sie an die zahlreichen Spender, die Kulturgemeinschaft und die Kirchengemeinde.

Am Sonntagvormittag versammelten sich zahlreiche Stemmeraner im Gemeindehaus am Krummenhof. Im Anschluss an den Gottesdienst wurde dort der neugebaute Glockenturm eingeweiht, in dem in Zukunft die 1949 gegossene Glocke wieder schlagen wird.

Im Ort war es in den letzten Wochen sehr ruhig gewesen. Seit Mitte Juli mussten die Bürger auf das Glockengeläut verzichten, welches jahrzehntelang Gottesdienste und Beerdigungen angekündigt hatte. Nun ist der Umzug aus dem Glockenstuhl der alten Grundschule in den neu erbauten Glockenturm am Krummenhof vollbracht – etliche Stemmeraner und Ehrengäste bestaunten den Turm bei der feierlichen Einweihung.

Neben Pastor Thomas Salberg und Ortsvorsteherin Heidrun Kruse freuten sich auch Superintendent Jürgen Tiemann und die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt, Ulrieke Schulze, über das gemeinsam vollbrachte Werk. „Der Turm steht für den Zusammenhalt der Stemmeraner. Er zeigt, dass man ein gemeinsames Ziel erreichen kann und dass man manchmal neue Wege gehen muss um das zu schaffen, was man sich vorgenommen hat“, sagte Pastor Salberg und übergab das Wort an Superintendent Tiemann, der die offiziellen Worte zur Einweihung sprach.

Ulrieke Schulze überbrachte Grüße der Stadt Minden und auch der Kindergarten brachte sich mit einem eigens umgedichteten Lied in die Feier mit ein. Der verantwortliche Ingenieur Gunther Rohrberg war extra aus Lippstadt angereist, um den Feierlichkeiten beizuwohnen.

 

 

MT vom 28.08.2014 Copyright Mindener Tageblatt

Die stummen Zeiten in Stemmer sind vorbei
 

Glocke von 1949 hat im eigens gebauten Turm eine neue Bleibe gefunden / Festliche Einweihung am Sonntag

 

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Neuer Klöppel kurz vor dem Einbau: Ortsvorsteherin Heidrun Kruse und Pfarrer Thomas Salberg freuen sich über die Turmkonstruktion. MT-Fotos: Oliver Plöger


 

Von Oliver Plöger

Minden-Stemmer (mt). Auf die vertrauten Glockentöne wollten die Stemmeraner nicht verzichten – auch wenn der Anlass nicht immer freudig war. Etwa, wenn eine Beerdigung angekündigt werden sollte. Aber: Tradition ist nunmal Tradition.

Und seit gestern ist das Geläut wieder einsatzbereit. Monteur Hans-Jochen Peter brachte die 1949 gegossene Glocke im Joch des eigenes gebauten Turms an. Einweihung ist im Gottesdienst am Sonntag, 31. August, um 10 Uhr im Krummenhof. Anschließend wird es eine Feier geben, an der – neben weiteren Ehrengästen – auch Superintendent Jürgen Tiemann teilnimmt.

Seit Mitte Juli musste die evangelische Kirchengemeinde Friedewalde, zu der auch Stemmer in Minden gehört, auf die in Sonderbronze gegossene Glocke verzichten. Die befand sich als öffentliches Eigentum vormals auf dem Dach der örtlichen Grundschule. Genau diese Grundschule aber stand seit 2011 zum Verkauf – ohne Glocke.

Auf das informative Geläut sollte im Ort nicht verzichtet werden, wie auch Ortsvorsteherin Heidrun Kruse deutlich machte. Sie war es, die das Projekt im regelmäßig einberufenen Dorfgespräch zur Sprache brachte. Und aus der Stadt Minden kam das Signal: Wenn ein Glockenturm gebaut wird, kann die Glocke bleiben.

Entschieden hatten sich die Beteiligten für eine bereits erprobte Turmkonstruktion, zusammengebaut komplett in der Halle des Zimmereibetriebs Niemann in Hahlen. Anfang Juli stellte ein Kran die fünf Meter hohe Konstruktion aufs Fundament.

Die Glocke selbst wurde zwischenzeitlich in eine Glockenbauwerkstatt nach Melle gebracht, um das neue Joch anzupassen. Auch musste ein passender Klöppel gefertigt werden.

Gestern nun die lang erwartete Stunde: Fachmann Hans-Jochen Peter brachte das Geläut gemeinsam mit Helfern aus Stemmer im Turm an und verband es mit der Elektrik im Krummenhof. „Kein Problem“, meinte Peter – die elf Tonnen schwere Glocke im Hildesheimer Dom sei da schon eine „ganz andere Nummer“ gewesen.

Das Projekt in Stemmer hat rund 20 000 Euro gekostet und wurde durch Stadt, örtliche Firmen und Kirchengemeinde gestemmt.

Erste Glocke stammt aus dem Jahr 1717

Die Geschichte des Geläuts beginnt übrigens schon vor 1949, sagt Pfarrer Thomas Salberg. Er verweist auf Angaben eines Glockensachverständigen aus Hamm. Nach dessen Erkenntnissen stammt die erste Stemmeraner Schulglocke bereits aus dem Jahr 1717. „Wann sie abgegangen ist, war nicht festzustellen“, heißt es in der Ausarbeitung. Vermutlich wurde sie im Krieg eingeschmolzen, um Waffen daraus zu machen, sagt Pfarrer Salberg. Er mag den Spruch, der die Nachfolgerin ziert: „In schwerer Zeit ruf ich zur Einigkeit.“

Gemeinsam mit Heidrun Kruse freute sich der Pfarrer, dass die Glocke nun wieder läuten kann. Selbstverständlich nicht nur zu Beerdigungen.

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Profi in Sachen Glocken-Aufhängung: Monteur Hans-Jochen Peter...

Ruft nicht nur in schwerer Zeit wieder zur Einigkeit: die Glocke in Stemmer....MT-Fotos: Oliver Plöger
 

Fotos von Holger Weber  27.08.2014 (how)

HURRA - DIE GLOCKE HÄNGT

Einmann-Aktion mit Ketten- / Flaschenzug

 

von Holger Weber (how) 24.07./ 01.08.2014:

Nicht mehr lange und die Glocke wird am "Krummenhof" hängen.

Das kleine Dach des neuen Turms ist  fertig geworden. Das Aushängen der Glocke aus dem alten Turm auf der ehemaligen Schule in Stemmer konnte seitens der Stadt also wie geplant am 01. August durchgeführt werden. Danach erfolgt zunächst die Restaurierung bevor das Einhängen in den neuen Turm hoffentlich noch vor dem "Kartoffelmarkt" Ende September gefeiert wird...

 

 

Fotos: Holger Weber (how)

how vom 05.07.2014:

Neues vom Glockenturm am Krummenhof ...

 ...berichtete Pastor Salberg im Juni-Gemeindebrief mit dem bevorstehenden Aufbau des neuen Glockenturms als Ersatz für das "Türmchen" auf der alten Schule. Donnerstag / 03.07.2014 war es nun soweit: Die Firma Niemann aus Hahlen montierte unter Zuhilfenahme eines Kranes die Holzkonstruktion, welche demnächst die alte Glocke aufnehmen wird.

  

Fotos: Holger Weber (how)

 

MT vom 18.11.2013 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Fünf Meter hoher Glockenturm für Stemmer
 

Hölzerner Ersatz für Turm an der Schule wird am Krummenhof errichtet / Ingenieurbüro stellt Bürgern Pläne vor
 
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Beim Dorfgespräch in der Gaststätte „Zur Stemmer Post“ stießen die Konstruktionspläne auf reges Interesse. Foto: Robert Kauffeld


 

Von Robert Kauffeld

Minden-Stemmer (rkm). Die Glocke des früheren Dorfes Stemmer wird im nächsten Jahr von einem eigenen Glockenturm erklingen. Das erfuhren die interessierten Besucher beim Dorfgespräch in der Gaststätte „Zur Stemmer Post“.

Wie Ortsvorsteherin Heidrun Kruse berichtete, wird das frühere Schulgebäude verkauft. Die Glocke im Turm ist Eigentum der Gemeinde Stemmer und muss entfernt werden. Der Plan ist, einen externen Glockenturm am Krummenhof zu errichten, damit die Glocke in Betrieb bleiben kann.

Verschiedene Pläne dafür wurden bereits erstellt. Die erwiesen sich aber als nicht durchführbar oder zu teuer. Jetzt liegen neue Pläne vor, die vom Ingenieurbüro Schriek und Rohrberg aus Lippstadt erstellt und vom Referenten Gunther Rohrberg an diesem Abend eingehend erläutert wurden. Der Glockenturm wird eine Höhe von fünf Metern haben und soll in herkömmlicher Weise, wie er an vielen Orten anzutreffen ist, aus Holzbalken errichtet werden und ein kleines Dach tragen.

Dabei geht es nicht nur ums Aussehen: Bei einem Gewicht von 160 Kilogramm entwickele die schwingende Glocke sehr hohe Kräfte, die von der Konstruktion aufgefangen werden müssten, erläuterte Rohrberg. Dieser Forderung kämen die etwa im Winkel von 70 Grad zueinander geneigten Stützbalken am besten nach und wären zugleich auch die preiswerteste Möglichkeit.

Tropenhölzer wären zwar das beste Material, doch wegen der hohen Kosten sei Eichenholz vorzuziehen. Um einer zu schnellen Verrottung vorzubeugen, würden die Holzbalken mit Stahlfüßen auf den Betonsockeln befestigt, wobei eine besondere Abflussmöglichkeit für das Regenwasser geschaffen würde.

Pastor Thomas Salberg zeigte sich erfreut darüber, dass nun eine Lösung gefunden wurde. Eigenleistungen der Bürger und Unterstützung durch Sponsoren hätten dafür die Voraussetzung geschaffen.

how vom 30.05.2014:

Aus dem Juni-Gemeindebrief 2014 für Stemmer und Friedewalde der Ev.-Luth. Kirchengemeinde von Pastor Salberg:

Neues vom Glockenturm am Krummenhof 

Nach langen Vorbereitungen und auch Verzögerungen kommt unser Bauprojekt „Glockenturm Krummenhof“ nun in die entscheidende Phase, denn Ende Mai wird voraussichtlich mit den ersten Erdarbeiten begonnen. In einem ersten Schritt werden die Fundamente gegossen und ein Graben für die Stromzuleitung ausgehoben.

Da sich Entwurf und Aussehen des Glockenturmes gegenüber dem ersten Plänen geändert haben, musste das Projekt noch einmal mit der zuständigen Unteren Denkmalschutzbehörde abgestimmt werden. Nach ersten Aussagen sollte es aber von dieser Seite keine Einwände geben.

Bis zum heutigen Tag sind Aufträge in Höhe von rund 16.500 Euro für den Turm vergeben worden. An Spenden konnten bisher rund 8.500 Euro gesammelt werden. Die nicht durch Spenden abgedeckten Kosten wird die Kirchengemeinde aus ihrer Baurücklage „vorstrecken“ - in der Hoffnung, dass noch weitere Spenden für den Turm gesammelt werden können. Dem Beginn der Arbeiten steht aber erst einmal in finanzieller Hinsicht nichts im Wege.

Die Firmen Werner Busse aus Stemmer (Erdarbeiten, Fundamente) , Firma Hormann aus Stemmer (Elektroarbeiten), Firma Niemann aus Hahlen (Bau derHolzkonstruktion) und Firma Korfhage aus Melle (Bau des Glockenstuhls und der Läuteanlage) werden die Arbeiten ausführen. Gerade den Firmen aus Stemmer danken wir hierbei für ihren Einsatz und ihr freundliches Entgegenkommen!

Wenn der Turm auf den Fundamenten aufgestellt ist, wird die Stadt Minden die Glocke mit einem Kran aus dem Schulgebäude holen und neben dem neuen Turm lagern.

Dann wird sie im letzten Schritt, wenn Antrieb und Lager der Glocke von Firma Korfhage eingebaut sind, gemeinsam mit dem neuen Joch in den Turm eingehängt.

Wenn alles wie vorgesehen klappt, soll im August der Glockenturm mit einem feierlichen Gottesdienst eingeweiht werden.

Der neue Glockenturm wird sich dann auf dem Kartoffelmarkt im September den Besucherinnen und Besuchern präsentieren können.

Kirchenkreis Minden "Glockenturm Stemmer": Sparkasse Minden-Lübbecke Kto: 400 00 648 BLZ 49050101

(Spendenbescheinigungen werden erstellt !!!)

how vom 05.07.2014:

Neues vom Glockenturm am Krummenhof ...

 ...berichtete Pastor Salberg im Juni-Gemeindebrief mit dem bevorstehenden Aufbau des neuen Glockenturms als Ersatz für das "Türmchen" auf der alten Schule. Donnerstag / 03.07.2014 war es nun soweit: Die Firma Niemann aus Hahlen montierte unter Zuhilfenahme eines Kranes die Holzkonstruktion, welche demnächst die alte Glocke aufnehmen wird.

 

Fotos: Holger Weber (how)


 

Fritz-Homann-Bad

-----SIEHE ERGÄNZEND AUCH UNTER "NEUIGKEITEN"....FRITZ_HOMANN_BAD

 

"Weserspucker"  2.7.1992 von Stefan Lyrath:
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EIN DORF KÄMPFT UM SEIN BAD
....Gar nicht lange her, da hätte es die Stemmeraner beinahe eiskalt erwischt; man könnte auch sagen, fast wären sie baden gegangen.Letzten Sommer nämlich hatte es geheißen, das dortselbige Schwimmbad  - klein, aber fein - müsse womöglich dichtmachen: zu alt, zu teuer.
Auch die Bäder GmbH, eine Tochter der Stadtwerke, der das Melitta-u.das Sommerbad gehören und die das Stemmer Bad verwaltet, auch dieBäder GmbH also wollte sich an jenem kühlen Kachelbad nicht die Finger verbrennen und sah vorsichtshalber vom Kauf ab. "Die Verluste", erinert sich Bäder-Geschäftsführer Udo Stahl, "hätten kaum aufgefangen werden können". Was nicht heißt, das Mindens Badeanstalten Gewinne machten: Das seien vielmehr,so Stahl, "alles Zuschußbetriebe: Es geht nur darum, die Zuschüsse im Rahmen zu halten".
 Genau dahin wollen auch die Stemmeraner - und ganz besonders die schon 400 Mitglieder des erst Ende März gegründeten "Fördervereins Fritz-Homann-Bad",  dessen Vorsitzender Ortsvorsteher Helmut Rodenbeck ist. In Eigenleistung  haben Rodenbecks Getreue die Bewirtschaftung und Pflege des Bades übernommen. Sie setzen sich ins Kassenhäuschen, pflanzen Blumen, richten Bänke, streichen Kacheln. Das macht sich mittlerweile bezahlt: Bis vor Wochenfrist hatten die (ehrenamtlichen) Kassierer(innen) bereits 15.500 Mark eingenommen, 1991 waren es insgesamt nur 20.000 Markgewesen - und die Saison ist erst Mitte September zu Ende. Das Ziel: Dielaufenden Kosten sollen langfristig von jetzt 120.000 Mark um die Hälfte verringert werden. 
Fürwahr, die Stemmeraner wie auch die Leute aus den anliegenden Ortschaften Kutenhausen, Todtenhausen, Friedewalde und Holzhausen II unterstützen offenbar die Mühen des Fördervereins: Bei einer Unterschriftenaktion hatten sich exakt 4.674 Befragten - vor allem aus Schulen und Vereinen-für den Erhalt des Homann-Bades ausgesprochen. Und letzte Woche wanderten mal wieder glatte 700 Mark aus dem Erlös des Freibad-Festes in die Kassen - überreicht vom Stemmer SPD-Vorstand. Kleinvieh macht auch Mist.
Bloß: Rodenbeck und den Seinen stehen noch gewaltige Reparaturen ins Haus. Allein die überalterte Filteranlage dürfte dabei eineglatte halbe Million verschlingen. 120.000 Mark sind im diesjährigen Haushalt der Stadt schon festgeschrieben - aber "nur damit es erstmal weitergehen kann", wie Rodenbeck einschränkt. Wenn aber "Not am Mann" sei, glaubt der Ortsvorsteher und Vereinsboß, werde das nötige Geld "auch überplanmäßig bereitgestellt". Schließlich gehe es hier um eine gute Sache: "Auch sozial Schwache und ihre Kinder sollen weiterhin ins (nahe) Bad gehen können." In der Tat kostet der Eintritt nur schlappe zwei Mark für Erwachsene und eine für Kinder. Da sahnen die sogenannten Spaßbäder- gewiß für mehr Erlebnis - ganz anders ab.
Ebenso wichtig wie Rodenbeck findet das kleine Bad in Dorfe auch Bäder-Chef Stahl. Nur mag der nicht ganz so hoffnungsvoll in die Zukunft schauen: "Ob das Homann-Bad überleben kann, hängt auch davonab, ob derFörderverein durchhält. Ich würde heute noch keine Prognose wagen.".............
                                                                                                     
Mindener Tageblatt vom 22. Juli 2000 v. Mona Mähler u. HannaAmendt:
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SOMMERFERIEN IM FREIBAD GENIESSEN
Im Bädertest Position bezogen / Badespass für Familien in Stemmer.........

Die Sommersaison hat begonnen und somit auch die der Freibäder - wenn auch das Wetter zurzeit noch nicht mitspielt. Aber das kann ja noch kommen. Eine gemeinsame Aktion von MT und Radio Westfalica in den heimischen Bädern ist jetzt Anlaß, das Fritz-Homann-Bad.......genauer zubetrachten.
Unser Eindruck: Das Fritz-Homann-Bad ist klein, aber fein. Es verfügtüber eine kleine Liegefläche. Die Rutsche im Nichtschwimmerbecken sorgt für viel Spaß der Kinder. Viel Abwechslung bringt derBasketballkorb sowie der Spielplatz, für die etwas kleineren Besucher des Freibades. Das große Schwimmbecken hat einen Drei-Meter und einen Ein-Meter-Sprungturm. Außerdem besitzt das Stemmer Freibad ein paar Startblöcke und ein Kinderbecken. Der Ess- u. Trinkautomat schütztdie meisten Stammgäste vor Hunger und Durst.......Das Bad besuchen meist Kinder und Jugendlichevon sieben bis 15 Jahren, aus dem nahen Umfeld. Das führt dazu, dass es oft etwas unruhig ist - wer Ruhe sucht, ist hier manchmal falsch am Platz. Auch Musik hören ist erlaubt, sagt der Bademeister,  "So lange es niemanden stört." Die Umkleiden und Duschen sind geräumig. Alles macht einen gepflegten und sauberen Eindruck. Das Fritz-Homann-Bad in Stemmer ist funktional, ohne Luxus.......Unser Fazit: Während dasSommerbad für Jugendliche und Erwachsene dasRichtige ist, sind Familienmit kleinen Kindern am besten im Fritz-Homann-Badaufgehoben.......

Mindener Tageblatt vom 2. Aug. 2000 von Sabine Nattelmann:
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ORTSVORSTEHER: STEMMER OHNE FRITZ-HOMANN-BAD NICHT VORSTELLBAR
Generationen lernten schwimmen in Stemmer Freibad / Förderverein kämpft seit Anfang der
90-er Jahre für das Bad / Familiensinn und Atmosphäre

Minden (mt). Eugen Volz hat Fans mitgebracht. Der Bademeister im Fritz-Homann-Bad wird von den Kindern und Jugendlichen bejubelt, als er bei der Sommertour von Mindener Tageblatt und Radio Westfalica ans Mikrofon tritt. Volz lobt die Familienstimmung im Bad. "Ich kenne fast jeden Schwimmer hier mit Namen."
Unter dem Motto "Klein, aber fein - wie Bürger einen Traum wahr machten" ging es in einer Talkrunde.........rund um die Besonderheiten des Stemmer Bades. Haben doch im Fritz-Homann-Bad viele Generationen vonStemmeranern, Kutenhausern und Todtenhausern schwimmen gelernt. "Stemmer ohne Bad kann ich mir nicht vorstellen", erklärt auch Ortsvorsteher Hermann Ahlert. Als es Anfang der 90-er Jahre um die Existenz des Freibades ging, haben die Dorfbewohner dann auch schnell mobil gemacht: "Knall aufFall", so der zweite Vorsitzende Wolfgang Lüftner, sei damals einFörderverein gegründet worden. "Es war nicht schwer, Leute zu finden, die sich einsetzen",berichtet der erste Vorsitzende Hans-JürgenWeber. Seitdem kämpft der Verein für das ....Bad und  "ist immer hellhörig, wenn es um die Bäder-Landschaft in Minden geht"so Weber. " Wenn man mit dem Fritz-Homann-Bad kommt, kann es sein, dassman schon so manchen kritischen Blick erntet und die Leute es satt haben, wieder mit den Belangen des Bades konfrontiert zu werden. Aber es kommt eben darauf an, dran zu bleiben und weiter zu nerven"................
Auch in Stemmer ziehen alle an einem Strang. "Unabhängig von Parteien, Einzelinteressen oder Vereinen sei es im Ort Gemeinschaftsinteresse, dasBad zu erhalten" betont Ahlert. "Das Schöne ist, dass es nicht den Fördervereinstyp gibt. Es setzen sich Jugendliche, Senioren, Zugezogene und in Stemmer Gebürtige für das Bad ein", berichtet GabrieleSteinmann, dritte Vorsitzende dees Fördervereins........................

Mindener Tageblatt v. 15.02.02                                                                                              
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"Folterwerkzeug liegt schon parat"

  Hauptausschuss diskutierte Sparkatalog                                                                

 Von Hartmut Nolte                                                             

 Minden (mt). Wer öffentliche Haushalte aufstellt oder berät, muss mit vielen Unbekannten                   
 rechnen können. Der Mindener Hauptausschuss sah gestern bei Diskussion des 
 Haushaltssicherungskonzepts (HSK) die großen Unbekannten von außen in die 
 Stadt-Rechnung gestellt. Eine davon sei der Mindener Anteil an denVerlusten des Klinikum. 
 Den hatte Stadtverordneter Udo Weper (Bündnisgrüne) inden Unterlagen entdeckt oder 
 besser: vermisst. Dass hier für die Jahre 2003 bis 2005eineNull, also keine Verluste beim 
 Klinikum stehen, überraschte ihn: "Wenn das Klinikum schon ab nächstem Jahr schwarze 
 Zahlen schreibt, wozu dann noch ein Neubau?" Auch Kämmererin Dr. Gabriele Buchholz hielt 
 ein Klinikum schon ab 2003 ohne Defizite für unrealistisch.Aber sie habe vom Zweckverband 
 und v. d. Klinikums-Leitung keine Antwort bekommen. Auch im Kreishaushalt stünden keine 
 abzudeckenden Verluste. 
 Das MT ging nach der Sitzung der offenen Frage nach. Das HSKdesKlinikums schließe Ende 
 2002 mit einem Ausgleich, einer "rosaroten Null", sagte Geschäftsführer Gerald Oestreich auf 
 telefonische Anfrage. Folglich seien auch finanzplanerische daraus keine Verluste abzudecken. 
 Bürgermeister Reinhard Korte (CDU) sah in den Auswirkungen der Gesetzgebung von Bund und 
 Land auf die Kommunen sowie der konjunkturellen Entwicklung weitere unbekannte 
 Finanzgrößen. Er betonte, dass schwierigen Klippen nur gemeinsam zu umschiffen seien. 
 "Zuerst kentern immer die Einer," warnte der Ex-Ruderer vor Alleingängen. 
 Der Bürgermeister, der nicht den Kapitän sondern in schwierigen Zeiten den Lotsen 
 verantwortlich für den richtigen Kurs sah, betonte die Sparleistung der Verwaltung von 1,9 
 Millionen Euro seit 1998. Dennoch blieben Ausgabensenkung, Überprüfung der Standards und 
 Einnahmeverbesserung oberste Gebote. 
 Im neuen HSK mit angestrebtem Ausgleich 2007 seien einige Folterwerkzeuge enthalten, 
 räumte er ein. Ein paar davon: Schließung von Dorfgemeinschaftshäusern, kein Euro für die 
 Verbraucherberatung, Senkung der VHS-Umlage um 50 000 Euro, Reduzierung des 
 ÖPNV-Zuschusses um 100 000 Euro. Düstere Wolken über dem Fritz-Homann-Bad: Die
 Streichung des Zuschusses von 100 000 Euro an die Bäder GmbH stellt für die laut
 Geschäftsführerin Dr. Buchholz die Frage: Schließung2003 oder Alleinbetrieb durch
 Förderverein? Auch an sich selbst wollen die Parlamentariersparen:Von ihren 381 000 Euro 
 sollen 20 000 wegfallen. 
 Ihre Dienste für Vereine will sich die Stadt künftig bezahlen lassen und so jährlich 25 000 Euro 
 einnehmen. Zum Beispiel für Rasenmähen und Festplatzherrichtung. Ob denn das auch für 
 das Freischießen gelte? Er wolle gerade durch die Wache gehen: "Entweder alle oder keiner," 
 zeigte sich der Bürgermeister entschlossen. 

MT vom 22.02.02 v. Hans-Jürgen Amtage 
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Aus für das Fritz-Homann-Bad in Stemmer ?
-Förderverein reagiert mit "Bestürzung" auf Sparvorschläge des Vorstandes der Stadtverwaltung-

Mit "Bestürzung" haben dieMitglieder des Fördervereins Fritz-Homann-Bad Stemmer auf  den Vorschlag des Vorstandes der Stadtverwaltung Minden reagiert, im Rahmen der Haushaltskonsolidierung dieZuschüsse für das Fritz-Homann-Bad auf Null zu fahren.
Nachdem in der Hauptversammlung des Fördervereins die von Stadtkämmerin Dr. Gabriele Buchholz, Bürgermeister Reinhard Korte (CDU) und erstem Beigeordneten Peter Kienzle vorgelegte Ergänzungsvorlage zum Haushaltssicherungskonzept für die Bestürzung gesorgt hatte, reagierte der Verein gestern Abend in der Sitzung des Rates mit einem offenen Brief an den Verwaltungsvorstand und die Stadtverordneten. In einem zwölf Punkte umfassenden Fragenkatalog fordert Hans-Jürgen Weber dabei die Adressaten zur Stellungsnhame auf.
Unter anderem verweist Weber auf den Gebietsveränderuingsvertrag vom 31. August 1968, in der die Stadt Minden zugesichert habe, daß das Freibad Stemmer als leistungsfähige Anlage erhalten bleibe. Nun stellt sich die Frage, ob diese Zusicherung der Stadt gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern der früheren Gemeinde Stemmer nicht mehr von Bedeutung ist. Aus der Verwaltung war dazu gestern Abend in einer nicht offiziellen Stellungnahme zu hören, daß dieses nicht mehr greife, insofern also die Stadt an die vom damaligen BürgermeisterWerner Pohle und Amtsdirektor Lothar Ramrath unterzeichnete Vereinbarung nicht mehr gebunden sei. Verwiesen wird in dem offenen Brief aber auch auf die bislang vom Förderverein und weiteren Bürgern erbrachten Leistungen im Rahmen der Aktivitäten für das Fritz-Homann-Bad. Rund 12.000 Arbeitsstunden seien bisher absolviert worden, zudem habe man aus Vereinsmitteln rund 23.000Euro investiert. Weber: "Diese Leistungen sind keine Willenserklärungen, sondern wurden bereits erbracht. Wie beurteilt der Verwaltungsvorstand dieseLeistungen angesichts der Ehrenamtsdiskussion?" Außerdem habe dieStadt Minden in den Jahren 1992 bis 1995 mehrals 200.000 Euro für neue Badtechnik ausgegeben. Bis heute hätten sich alle Fraktionen fürden Erhalt des Bades ausgesprochen. BürgermeisterKorte habe im Juni des vergangenen Jahres noch erklärt: "Man sieht dem Bad an, daß hier vor Ort mit Herz und Seele für das Bad gearbeitet wurde. Die Stadt weiß dieses beispielhafte Engagement zu schätzen." Jetzt will der Förderverein von der Politik wissen: "Sind diese Äußerungen ernst gemeint ?"

MT vom 23.02.02 v. Hans-Jürgen Amtage
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Korte: Intelligentes Bremsen ist gefragt
..................Allen Beteiligten sei dabei klar, daß gespart werden müsse: "Wenn es aber zu konkreten Sparvorschlägen kommt, dann ist Entsetzen angesagt." Aktuelle Beispiele seien die ThemenVerbraucherzentrale und Fritz-Homann-Bad.
..............das die Stadt pro Öffnungstag mit rund 880 Euro belaste. In dem offenen Brief des Fördervereins Fritz-Homann-Bad werde zwar darauf verwiesen, daß 1968 im Gebietsänderungsvertrag festgelegt worden sei, das Stemmeraner Bad zu erhalten. Das so genannte Bielefeldgesetz von 1972 sage jedoch aus, daß solche Verträge nur sinnvoll seien, wenn sie für die Gesamtheit der Körperschaft infrage kämen. Die Zeit sei jetz aber eine andere, erinnerte Korte,und es gebe keine Bestandsgarantie für das Fritz-Homann-Bad...... ........

MTv.16.03.02:
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SPD:Ehrenamtliche Strukturen in Gefahr 
Ortsverein kritisiert Streichung der Unterstützung für Förderverein

ZentralerPunkt der SPD-Versammlung war die Diskussion über die Zukunft des Fritz-Homann-Bades.Ortsvereinsvorsitzende Susanne Fabry und der Vorsitzende des Fördervereins"Fritz-Homann-Bad" Hans-Jürgen Weber, informierten die Versammlung darüber, daß der Verwaltungsvorstand der Stadt Minden den Zuschuß für das Stemmeraner Freibad im Haushaltssicherungskonzept ab dem Jahr2003 auf Null setzt.
Das wäre, so der Tenor der Versammlung, das Aus für das Stemmeraner Schul- undFamilienbad, in dem seit Jahrzehnten Kinder, Jugendliche und Familien aus dem Nordbereich der Stadt Minden schwimmen lernen. Für die vielen freiwilligen Helfer des Fördervereins, der seit 1992 für den Erhalt des Badesarbeitet, wäre dies ein schwerer Schlag, und die Motivation für weitere ehrenamtliche Arbeit würde zerstört. Besonders kritisiert wurde seitens der Stemmeraner SPD, dass BürgermeisterReinhard Korte erst im vergangenen Jahr anläßlich einer Feier im Fritz-Homann-Baderklärt hatte, "dass hier vor Ort mit Herz undSeele für den Erhalt des Bades gearbeitet" werde. Die Stadt Minden wisse dieses bürgerschaftliche Engagement zu schätzen. Gestern gesagt, heute nicht mehr wahr ? DieseFrage stellten sich die Versammlungsteilnehmer......................
 

                  Copyright MindenerTageblatt / MT-Online   -- Mindener Tageblatt v. 20.03.02:
                   Homann-Bad: Fakten auf Prüfstand stellen

                    Vorsitzender erinnert an Ehrenamtlichkeit                                        

                    Von Hans-Jürgen Amtage 

                    Minden (mt). Der Vorsitzende des Fördervereins Fritz-Homann-Bad,
                    Hans- Jürgen Weber, hat noch einmal an die Verantwortlichen in Rat und
                    Verwaltung appelliert, den Gedanken der ehrenamtlichen Arbeit nicht durch
                    die Schließung des Stemmer Freibades zu schwächen.

                    Angesichts der am Donnerstag geplanten Verabschiedung des 
                    Stadthaushaltes 2002 und des damit verbundenen 
                    Haushaltssicherungskonzeptes, in dem eine Streichung der Bäderzuschüsse 
                    vorgesehen ist (das MT berichtete), verwies Weber im MT-Gespräch unter 
                    anderem darauf, dass die Konsolidierungsmasse für den Stadthaushalt, die 
                    sich aus der Schließung des Bades ergeben solle, falsch sei. Nicht 100 000 
                    Euro, sondern nur 75 000 Euro betrage der Zuschussbedarf, wie in der 
                    Saison 2001 deutlich geworden sei. Vor zehn Jahren sei die Summe noch 
                    fast doppelt so hoch gewesen. 

                    Hans-Jürgen Weber erinnerte aber auch an die Bedeutung der 
                    Ehrenamtlichkeit, die im Förderverein deutliche Früchte getragen habe. Seit 
                    Gründung des Vereins im Jahr 1992 hätten die Mitglieder rund 12000 
                    Arbeitsstunden geleistet, mehr als 25 000 Euro habe der Verein in das Bad 
                    investiert. Die Politik solle sich einmal daran erinnern, welche Bedeutung die 
                    Ehrenamtlichkeit habe und wie viel Gelder bereits im Bereich der freiwilligen 
                    Leistungen mit Hilfe der ehrenamtlich Tätigen eingespart würden. 

                    Ausblickend auf die Bad-Zukunft betonte der Vorsitzende, dass es Sinn 
                    mache, alle Fakten des Freibades noch einmal auf den Prüfstand zustellen. 
                    So gäbe es sicherlich Einsparungsmöglichkeiten bei den Personalkosten. 
                    Weber: "30 000 Euro für fünf Monate Öffnungszeit müssen unseres 
                    Erachtens nicht sein." So solle überlegt werden, ob es Möglichkeiten der 
                    Zusammenarbeit mit dem Melittabad gebe: "Es muss nicht nur Fachpersonal 
                    vor Ort sein, wenn ein Schwimmmeister die Oberaufsicht übernimmt."Auch 
                    die bislang angefallenen Geschäftsführungskosten bei der Bäder GmbH in 
                    Höhe von mehr als 10 000 Euro hält Weber für deutlich zu hoch. 
                    Überdacht werden könnten auch die Öffnungszeiten, die sicherlich noch 
                    flexibler zu gestalten seien, um Kosten zu sparen. 

                    "Vergessen werden darf auch nicht, dass die Stadt zwischen 1992 und 
                    1995 mehr als 200 000 Euro in das Bad investiert hat", erinnerte Weber: 
                    "Wenn das Fritz-Homann-Bad nicht mehr geöffnet wird, ist viel umsonst 
                    investiert worden. Und wir haben einen Leerstand mehr, der kaum 
                    andersweitig genutzt werden kann." 
 

MT v. 04.04.02 
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Förderverein: Stadt bleibt in der Verantwortung
Fritz-Homann-Bad: Vorstand will"schnellstens Gespräche"

70 000 Euro für das Jahr2002 und jeweils 50 000 Euro städtischer Zuschuss für die folgenden Jahre. Dies sind die Zahlen, die die Stadtverordnetenversammlung mit der Haushaltsverabschiedung dem Förderverein Fritz-Homann-Bad präsentierte. Die Zahlen dokumentieren einen drastischen Einschnitt in der städtischen Unterstützungfür das Fritz-Homann-Bad.
Offen bleibt die Frage, inwieweit mit diesen finanziellen Rahmenbedingungen die Existenz des Bades überhaupt abgesichert werden kann. Der erweiterte Vorstand des Fritz-Homann-Bades hat sich nach Bekanntwerden der neuen finanziellen Rahmenbedingungen mit den Konsequenzen auseinander gesetzt. Mit dem städtischen Zuschuss von 
70 000 Euro hofft der Verein für die laufende Saison 2002 auszukommen. Dies verlange allerdings eine konsequente Überprüfung aller Kostenpositionen, wobei insbesondere die Personalkosten auf den Prüfstand müssen. Der Verein sei  bereit,  gemeinsam mit der Stadt Minden und der Bäder GmbH nach Wegen zu suchen, teilte VorsitzenderHans-Jürgen Weber mit.
Die ab dem Jahr 2003 weiter reduzierte städtische Förderung in Höhe von 50 000 Euro beinhalte allerdings ein Kürzungsvolumen,  das zurzeit eine Weiterführungdes Badebetriebes nicht erkennen lasse. Der Verein möchte deswegen schnellstens Gespräche mit den Verantwortlichen in der Stadtverwaltung und der Bäder GmbH führen.
Die Bäder GmbH hat seit Jahren die Geschäftsführung für das Fritz-Homann-Bad in Stemmer im Auftrag der Stadt Minden inne. Sie erhielt dafür in derVergangenheit 10 000 Euro Kostenerstattung.
Für den Vorstand des Fördervereins sei klar, dass eine Weiterführung des Bades ab dem Jahr 2003 nur gelingen kann, wenn diese Gespräche konstruktive Ergebnisse hätte und der Wille, das Stemmeraner Freibad für den Norden zu erhalten, bei allen Beteiligten sichtbar werde. DerVerein sei auf  jeden Fall bereit, seinerseits erhebliche Anstrengungen zu unternehmen, um das Familien- und Schulbad auch für die nächsten Jahre zu erhalten.
Dass dies im Interesse der Bevölkerung im Mindener Norden liegt, habe eine groß angelegte Umfrage des Vereins bestätigt. 95 Prozent der befragten Familien sprachen sich für den Erhalt desBades aus und hielten einen Zuschuss der Stadt Minden für unbedingt erforderlich.
Vereinsvorsitzender Hans-JürgenWeber sieht dieses Ergebnis nach wie vor als Auftrag für den Förderverein, sich mit aller Kraft für dieses Ziel zu engagieren: "Ein Freibad zum Nulltarif wird es jedoch nicht geben, hier bleibt die Stadt Minden auch weiterhin in der Verantwortung."
 

MT vom 17.05.02
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               Saisonstart geht baden                                   

                    Zur Eröffnung am Pfingstsamstag noch kein Schwimmmeister in
                    Sicht

                    Von Jürgen Langenkämper und Robert Kauffeld

                    Minden-Stemmer (mt/rkm). Baden gehen zu Pfingsten nicht halb Stemmer
                    und viele Bewohner des Mindener Nordens, sondern der Saisonstart im
                    Fritz-Homann-Bad selbst. Denn gestern war kein Schwimmmeister in Sicht,
                    der ab morgen über das Wohl und Wehe am Wasser und drumherum
                    wachen könnte.

                    Vorsitzender Hans-Jürgen Weber und seine Mitstreiter aus dem
                    Förderverein hatten am Nachmittag kaum die jüngste Errungenschaft
                    vorgestellt, da war der Fehlstart beim Sprung ins kalte Wasser mit dem
                    Namen "Bäderbetrieb in Eigenverantwortung" fast  perfekt. 11 000 Euro
                    hatten die rund 500 Vereinsmitglieder lange gespart, um ohne Belastungfür
                    den geplagten städtischen Haushalt einen neuen Sprungturm mit
                    Dreimeterbrett als Ersatz für den 30 Jahre alten Vorgänger zubeschaffen.

                    Kleine Panne: Das Fundament passt noch nicht so ganz. Doch daran liegt es
                    nicht, wenn die Premiere unter eigener Regie für den Förderverein ein
                    Schlag ins Wasser zu werden droht. "Unsere Kassierer stehen bereit, und
                    das Bad ist piccobello", sagt Weber. "Wir haben bisher etwa 12 000
                    Arbeitsstunden geleistet und 20 000 Euro aus Beiträgen und Spenden
                    aufgebracht", erklärt der Vorsitzende mit berechtigtem Stolz.

                    Doch kaum hatte Weber den nahezu installationsbereiten Sprungturm
                    präsentiert - quasi als Köder für große und kleineWasserratten, die die
                    Atmosphäre des Familienbades schätzen -, da blieb er ihm selber im Hals
                    stecken. Bei der Rückkehr ins Büro quoll eine Ankündigung von
                    Stadtkämmerin Gabriele Buchholz, ihres Zeichens auch Geschäftsführerin
                    für die diversen städtischen Gesellschaften mit beschränkter Haftung, aus
                    dem Faxgerät: Einen Schwimmmeister könne die Bäder GmbH so schnell
                    nicht stellen. Die Krux: Beide Seiten hatten offensichtlich bis vor kurzem
                    gedacht, die jeweils andere begebe sich auf Personalsuche.

                    Nun scheinen alle zu suchen. Interessierte Schwimmmeister und
                    Rettungsschwimmer mit silbernem Rettungsschein können sich jedenfalls
                    auch umgehend bei Helmut Rodenbeck, Telefon (0 57 04) 2 49, melden.
 

                     MT vom 29.05.02 / CopyrightMindenerTageblatt / MT-Online
                    Die Stemmeraner gehen baden

                     Schwimmmeister stehen nach Einigung mit Stadt zur Verfügung

                    Von Stefan Koch

                    Minden-Stemmer (mt). Das Fritz-Homann-Bad ist am kommenden
                    Samstag, 1. Juni, geöffnet. Grund: Nach dem MT-Bericht über den
                    Fehlstart zu Pfingsten wurde eine Lösung mit der Mindener Bäder GmbH
                    getroffen.

                    Vom Schüler bis zum Rentner: Insgesamt acht potenzielle Schwimmmeister
                    hatten sich beim Förderverein Fritz-Homann-Bad in Stemmer gemeldet,
                    nachdem der MT-Bericht über die unbesetzte Stelle erschienen war.

                   11.000 Euro hatte der Verein in einen neuen Sprungturm mit Dreimeterbrett
                    investiert, weil der Vorgänger nicht mehr zu gebrauchen war. Und dann fiel
                    die Premiere ins Wasser. Es fehlte eine qualifizierte Aufsicht.

                    Grund: Der Förderverein ging davon aus, dass die fehlende Kraft vonder
                    Mindener Bäder GmbH gestellt werde. Die Stadt meinte, dies sei Aufgabe
                    des Vereins.

                    Hans-Jürgen Weber, Vorsitzender des Fördervereins: Nach hartem Ringen
                    habe ihn nun ein Fax der Stadtkämmerin Gabriele Buchholz erreicht,
                    wonach die Bäder GmbH das Fritz-Homann-Bad in der laufenden Saison
                    unterstützen werde. Von den acht Bewerbern seien zwei ausgewählt
                    worden, die als Voll- und Teilzeitkräfte befristet von der städtischen
                    Gesellschaft eingestellt worden seien. Diese würden dann den Badebetrieb
                    in Stemmer überwachen.

                    Aber: "Damit ist zwar die Saison 2002 gesichert." Offen bleibe aber, wie es
                    im kommenden Jahr weitergehen soll. Damit das Bad in die vollständige
                    Trägerschaft des Förderverein überführt werden könne, müsse noch einiges
                    getan werden - vor allem fehle es zurzeit an der Transparenz bei der
                    Betriebskostenermittlung. Am 13. Juni werde der Förderverein in die
                    Gemeinde Kirchdorf fahren, um das Modell einer Vereinsträgerschaftfür
                    sein Freibad zu studieren.

MT v. 20.06.02 /  Copyright MindenerTageblatt / MT-Online
Förderverein Fritz -Homann-Bad besichtigt Naturbad
Was wird aus dem Fritz-Homann-Bad in Stemmer im nächstenJahr?
Auf Beschluss des Mindener Stadtrates sollen die städtischen Mittel nochmals drastisch gekürzt werden. So jedenfalls sieht es dasHaushaltssicherungskonzept vor. EineMöglichkeit, das Bad trotzdem für die Bevölkerung zu erhalten, könntedie Übernahme des städtischen Bades in die private Trägerschaftdes Vereins sein. Damit ist eine Vielzahl von organisatorischen, finanziellen und rechtlichen Fragen verbunden. Aus diesem Grund waren Mitglieder
des Fördervereins in diesen Tagen zu Besuch in der niedersächsischen Gemeinde Kirchdorf.  Fazit dieser Ortsbesichtigung war: Einiges passt und kann übertragen werden, aber vieles auch nicht. In Kichdorf  ist  der örtliche Sportverein Träger eines Naturbades. 
Beeindruckend war es,  vom örtlichen Bürgermeister und vom Vereinsvorsitzenden zu erfahren,  wie das vor Ort funktioniert.Vor allen die gute Zusammenarbeit zwischen Verein, Verwaltung und Politik wurde hervorgehoben. Ohne die, das wussten die Kirchdorfer Gesprächspartner zu berichten,  geht es nicht.  Der Förderverein Fritz-Homann-Bad wird in Kürze entsprechende Gespräche in Minden aufnehmen.
 

MT vom 21.11.02:
Stadt will das Bad los werden                                    
Stemmer: Statt Förderverein ist ein Betreiberverein erforderlich

MT vom 20.02.2003
Das Ziel: Bad und Schule erhalten
SPD Stemmer: Intensive Diskussion.....

MT vom 08.04.2003
Freibad wird Wasser abgegraben
Förderverein bräuchte 30.000 Euro für Stemmer, aber im Haushalt steht nur rabenschwarze Null...

MT vom 24.05.2003
Förderverein übernimmt Fritz-Homann-Bad
Stadt kürzt Zuschüsse / Schließung in Stemmer durch Eigenleistung bislang verhindert...

MT vom 02.06.2003
Kühles Nass lädt ein
Bad wieder geöffnet

MT vom 17.03.04
Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online
"Erste Saison hat gut geklappt"                                             
Förderverein Fritz-HomannBad: Viele Aufgaben sind zu managen

Minden (mt). Zentrales Thema der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Fritz-Homann-Bad in der Stemmer Post waren die Auswirkungen der Betriebsübergabe des Familienbades in die Hände des Fördervereins.

Vereinsvorsitzender Hans-Jürgen Weber berichtete der Versammlung über die Verhandlungen mit den Vertretern der Stadt Minden, die mehrere Monate in Anspruch genommen hatten:
"Letztlich hat alles geklappt". Der Dank des Vorsitzenden galt den Verantwortlichen der Stadtverwaltung Minden , den Fraktionen im Rat und Susanne Fabry, die als Juristin im Förderverein den Vertragsabschluß begleitet hat.
"Wir fördern jetzt nicht mehr, sondern wir sind für alle Belange des Bades selber zuständig." Dies ist das Fazit der Betriebsübernahme. Die Betriebsübernahme bringt es mit sich, daß die seit ca. zwölf Jahren praktizierte aktive ehrenamtliche Arbeit im Bad um eine Vielzahl von Aufgaben ergänzt werden muß - wie Personalfragen, Organisation der Wassertechnik, Wasserchemie, Haftungs- u. Versicherungsfragen und vieles andere mehr......................

MT vom 04.05.2004
Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online
Bad rüstet für die neue Saison
Countdown  zur Eröffnung des Fritz-Homann-Bades läuft                       

Minden-Stemmer (mt). Das Fritz-Homann-Bad in Stemmer wird seine Tore entweder am 9. oder 16. Mai für die Badesaison 2004 öffnen.
Die  Schwimmmeister Hans Heidsiek und Alfred Krückemeier haben bereits seit Anfang April alle Hände voll zu tun. Das Bad nach der Winterpause betriebsbereit zu machen, ist für das kleine Team in Stemmer eine Mammutaufgabe. Ob es schon am 9. Mai klappt, hängt unter anderem davon ab, ob die ehrenamtlichen Helfer des Fördervereins zur Stelle sind.

"Ich habe den Eindruck, daß einigen Mitgliedern gar nicht klar ist, wieviel mehr zu tun ist, seit der VErein das Freibad im vergangenem Jahr übwernommen hat," meint Vereinsvorsitzender Hans-Jürgen Weber. "Wir müssen jetzt alles selber machen, von der Beckenreinigung bis zum Entkalken der Duschen.".
Ein großes Projekt war die Errichtung eines Gartenhauses für die Schwimmaufsicht. Aber auch darüber hinaus sei noch viel zu reparieren und zu streichen, unterstreicht Weber. Darüber hinaus müßten die Fenster geputzt werden und die Gartenanlage brauche ebenfalls Pflege.
Um die Kosten aufzufangen, versucht der Verein einen Sponsoren-Pool aufzubauen. Mit einigen Unternehmern aus dem Mindener Norden wurde bereits gesprochen und man hat positive Signale erhalten.........................


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MT v. 13.06.05

"Ostwestfalien Alien" auf Stippvisite
Kabarettist und Autor Bernd Gieseking mit "Köpper vom Dreier" in Stemmer
Minden/Stemmer (cs). Einst machte der "Köpper vom Dreier" Bernd Gieseking zum Mann. Am Samstagabend bescherte das Jugendtrauma des gebürtigen Kutenhausers dem Publikum im Bürgerzentrum Stemmer einen amüsanten Abend voller Abenteuergeschichten eines "Ostwestfalien Aliens".
Von Christine Schlüter

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Sein neues Programm "Köpper vom Dreier" ist für Gieseking eine Zeitreise zurück in seine ostwestfälische Dorfjugend - der Auftritt am Samstagabend in Stemmer, initiiert vom TV Grün-Weiß Stemmer, ein Gang in seine Heimat. War doch der Schauplatz seiner sportlichen Mutprobe das an das Bürgerzentrum angrenzende Stemmer Freibad in dem er - mal des nachts betrunken, zumeist aber nüchtern am Tag - den größten Teil seiner Jugend verbracht hat.

Das Publikum, 150 Gieseking-Fans, von denen die meisten den Kabarettisten noch als "Jungen aus dem Dorfe" kennen, wissen, wovon Bernd Gieseking spricht. Herr Homann, einstiger Bademeister im Stemmer Freibad und gefürchteter Gegenspieler Giesekings (hat er doch seine Tochter geküsst), ist scheinbar allen im Publikum ein Begriff.
Auf jeden Fall bringt die bloße Erwähnung des Namens das Publikum zum Grölen. Bademeister Homann scheint ein Schenkelklopfer, ein Insider unter Eingeweihten. Gieseking, der mittlerweile in Köln und Kassel lebt, ist eben zu Hause, das Publikum versteht ihn.


Und so weiß auch fast jeder im ausverkauften Bürgerzentrum, was Bernd Gieseking damit meint, wenn er die Frage in den Raum stellt, warum eigentlich ein Steckrübeneintopf am zweiten Tag immer besser schmeckt und was lange Gurken sind.

Auch der Vorschlag im Anschluss noch gemeinsam nach Todtenhausen zu gehen (Gieseking: "Ich habe mir sagen lassen, dort ist Schützenfest"), stößt auf großes Gelächter. Insider werden wohl wissen warum. Komplizierter wird es, als Gieseking den Slogan eines Philosophen zum Besten gibt. "Sein ist wahrgenommen werden" lauten die hochtrabenden Worte.

Phobie und Philosophie

Als er allerdings erklärt, dass das in Ostwestfalen ganz einfach sei, man müsse sich nur Bier und Schnaps in großen Mengen in den Hals kippen, und dann werde man wahrgenommen, wissen wieder alle im Publikum was er meint.

Doch der philosophische Gedanke zieht sich mit Beaudrillard und Konfusion wie ein roter Faden durch die kabarettistischen Erzählungen Giesekings. So treibt ihn zum Beispiel seine Spinnen-Phobie zum "Kantschen Imperativ" und zu einem daraus entstehenden Gedicht. "Spinnen und Philosophie", ist einer von vielen kleinen Reimen, die Gieseking dem Publikum mit auf den Weg gibt.

In einem anderen, das mit den Worten "nimm mich Waldorflehrerin" endet, sinniert er über die Liebe zu einer solchen. Besonders stolz sei er auf die Zeile "Antroposophen pofen".

Den bekennenden Optimisten, der wenn er Jürgen Fliege quatschen hört von Fliegenklatschen träumt, plagen aber auch schwermütige Gedanken. So fragt er sich zum Beispiel in dem Text "Letzte Ruhe" ob sich das Publikum wohl an diesen Abend erinnern wird.

Bernd Gieseking kann ganz optimistisch in die Zukunft schauen: 

Das Publikum wird sich erinnern, bei jedem Sprung vom Dreimeterbrett.

MT vom 04.09.07

Verregnete Saison ans Ende gelangt
 
Fritz-Homann-Bad und Sommerbad schließen
 
Minden (sk). Die Mindener Freibäder im Privatbetrieb beendeten am vergangenen Sonntag die Schwimmsaison. Gleichwohl gibt es noch einige Veranstaltungen bis zum Herbst.
 
 
Am Sonntag endete die Badesaison im Fritz-Homann-Bad bei 18 Grad Lufttemperatur und immerhin 24 Grad im Wasser. Traditionell war an diesem Tag der Eintritt frei und "Klamottenschwimmen" angesagt. Am Abend machten dann Bademeister Alfred Krückemeier und Kassierer Knut Ehlebracht die Eistruhe leer. Die Saison 2007 war verregnet. Der Vorstand erwartet, dass die Einnahmen aus Eintrittsgeldern um ein Drittel gesunken sind.

Am Samstag, 8. September, treffen sich noch einmal die Aktiven ab 9.30 Uhr im Bad zum Aufräumen. Der Termin für den alljährlichen Jahresabschluss aller ehrenamtlichen Helfer steht auch schon fest: Donnerstag, 15. November. Der Vorstand möchte dann über das wachsende Defizit zu diskutieren.


Auch das Sommerbad hatte am Sonntag geschlossen. Auf rund 40 Prozent weniger Besucher als in den Vorjahren beziffert der bisherige Geschäftsführer Anton Dschida den Schwund durch den Regen.

Obwohl die Schwimmsaison vorbei ist, stehen im Sommerbad noch Termine an. Am 8. und 9. September ist ein Kanupoloturnier. Wer an dem dazu geplanten Grillabend ab 18 Uhr am kommenden Samstag teilnehmen möchte, sollte sich vorher anmelden (Telefon: 05 71/ 97 23 10 -0 oder Internet: http://www.sommerbadminden.de/). Am 15. September nutzt dann der Modellbauclub "Poseidon" das Sommerbad.
 

MT vom 09.05.08Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Mindener Freibäder eröffnen am Samstag Saison
 
 

 

Minden (mt/sk). Die Mindener Freibäder starten am kommenden Samstag, 10. Mai, in die neue Saison. Das Fritz-Homann-Bad in Stemmer (Foto) macht um 14 Uhr seine Tore auf. Der Verkauf der Jahreskarten startet ebenfalls am Samstag vor Ort im Bad. Schon um 10 Uhr wird das Mindener Sommerbad am Samstag Badegästen zur Verfügung stehen. Der Betreiberverein machte entgegen der ursprünglichen Ankündigung von der Option des günstigsten Termins Gebrauch.

Foto: Privat

 

 

 


    MT 13.05.08 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Kleiner Rekord beim Saisonkarten-Verkauf
 
Homann-Bad freut sich über sonnigen Start
 
Minden-Stemmer (nik). "Fangt doch bitte nicht schon am ersten Tag das Federn an, sonst geht das Sprungbrett kaputt." Das Fritz-Homann-Bad hatte gerade 15 Minuten geöffnet, da musste Bademeister Hans Heidsiek auch schon das erste Mal seine Pflicht antreten.
 
 
+ Foto: Könemann
Ernsthaft böse nahm ihm die Rüge aber niemand, schließlich wollen die Stammgäste auch den restlichen Sommer noch täglich kommen.

50 Kartenverkäufe in der ersten halben Stunde: Das Fritz-Homann-Bad in Stemmer stellte gleich an seinem ersten Tag einen kleinen Rekord auf. Und das, obwohl vielen Besuchern sogar dieses frühe Öffnungsdatum zu spät war. "Es gibt einfach nicht genug Helfer, um noch früher aufzumachen", war Ursula Seeles geduldige Antwort auf die wiederkehrende Frage, warum das Bad nicht schon in der letzten Woche voll Wasser und Besuchern war. Sie hatte alle Hände voll zu tun, Kinder und Eltern, die ab 14 Uhr in das Bad strömten, mit Saisonkarten auszustatten.
Auch Bademeister Heidsieck kam kaum zum Durchatmen. Denn die kleinen Besucher forderten schon kurz nach Betreten des Schwimmbadgeländes das Öffnen der Rutsche und des Drei-Meter-Brettes.

Ein Bild mitten wie im Hochsommer, und das trotz relativ kühler Wassertemperaturen von 21 Grad. "Ab morgen habe ich das Becken aber auf 24 Grad aufgeheizt, bis dahin müsst ihr euch so ein bisschen erfrischen", versprach Heidsiecker den in Handtüchern gewickelten Kindern, die sich nach dem ersten Bad erstmal wieder aufwärmen mussten.

Die Stammgäste ließen sich aber auch davon nicht erschrecken: Marcel (13), Janina (15) und René (16) hatten sich wie in den letzten Jahren vorgenommen, jeden Tag im Bad in Stemmer zu sein: Weil sie dort jeden kennen und der Bademeister "einfach cool" ist. Passend dazu war René auch der erste, der sich um 14 Uhr in die Fluten stürzte.

Sarah (8) war es am ersten Tag noch zu kalt. Wenn das Wasser wärmer ist, will sie aber auch wiederkommen: "Das Bad ist ja direkt nebenan".
 

 

MT vom 18.07.08

Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Wettkampf der Knaxianer
 

Wasser-Olympiade im Fritz-Homann-Bad
 
 
Minden (mt /kav). Der Förderverein Fritz-Homann-Bad veranstaltete gemeinsam mit der Sparkasse Minden-Lübbecke eine Olympiade im Wasser. Dabei waren Kinder des Sparkassen-Knax Clubs und Badegäste zwischen sechs und zwölf Jahren. Tief und weit mussten die Kinder tauchen, um Punkte zu machen. Ein kreativer, witziger Sprung vom Ein-Meter-Brett vor "fachkundiger" Jury bildete den Abschluss. Hier waren alle Sprungvarianten zu sehen. Hauptsache das Wasser spritzte hoch und die Jury mit der Stemmeraner Ortsvorsteherin Heidrun Kruse wurde nass.

Nach Abschluss der Wettkämpfe wurde gewürfelt. Das Ergebnis wurde mit der erreichten Punktzahl multipliziert. Das gab den jüngeren Akteuren die Chance, das Ergebnis zu ihren Gunsten zu beeinflussen.

 

 

MT vom 08.08.2008

Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Schützen wollen Tradition aufleben lassen
 
Stemmeraner treten zum Vergleichsschießen an / Schießen für das "Fritz-Homann-Bad" / Ortsteile zusammenbringen
 
Minden-Stemmer (htj). Um die Bürger aller Stemmer Ortsteile wieder einmal zusammenzuführen, möchte der Schützenverein "Zentrum" eine alte Tradition aufleben lassen: Das Vergleichsschießen.
 
 
Foto: pr
Schützen und Nicht-Schützen können die Gelegenheit nutzen, Preise zu erzielen. Mit der Veranstaltung soll den Bürgern der Ortsteile Weingarten, Maulbeerkamp, Dorf, Schünenbusch, Kläperstadt, Schulkamp, Eweskamp, Nordholz und Bartlinge die Gelegenheit gegeben werden, in geselliger Runde zusammenzukommen.

Für die Profis findet das Sie-und-Er-Pokalschießen, das Herbstpokalschießen und das Jugendpokalschießen statt. Der beste Ortsteil gewinnt. Aber auch Nicht-Schützen können teilnehmen. Der Ortsteil mit den meisten Teilnehmern erhält einen Zusatzpreis.


 

In einem weiteren Wettbewerb können alle Stemmeraner und Gäste um den von Hans-Jürgen Weber gestifteten "Fritz-Homann-Bad"-Wanderpokal schießen. Dieser Pokalwurde erstmalig auf dem diesjährigen Schützenfest im Mai vergeben. Der finanzielle Erlös kommt ausschließlich demFörderverein des Bades zu- gute. Geschossen wird mit einer Armbrust aus einer Entfernung von zehn Metern.

Damit auch Personen, die mit dem Schießsport nicht so vertraut sind, eine Chance auf eine erfolgreiche Teilnahme haben, gibt es einen besonderen Auswertungsmodus. Das Endergebnis setzt sich aus dem Armbrustschießen (drei Schuss) und einem Würfelspiel zusammen.

Dabei wird das Schießergebnis mit einer möglichst hohen Augenzahl, die sich beim Knobeln ergibt, multipliziert. Sieger ist derjenige mit dem höchsten Ergebnis. Für dieses Wanderpokalschießen wird ein kleiner Obolus erhoben. Um den Förderverein weiterhin zu unterstützen, kann um diesen Wanderpokal, das ganze Jahr über jeweils donnerstags ab 20 Uhr geschossen werden. Jeder kann so oft teilnehmen wie ermöchte.

Ansprechpartner stehen in allen Ortsteilen für Fragen und Anmeldungen bereit. Gerhard Klöpper und Carsten Röttig auf dem Maulbeerkamp und Weingarten, um die Dorfgemeinschaft kümmern sich Dirk Langer, Anette und Gerhard Lorenz "Kreugers". Für Kläperstadt, Schulkamp und Eweskamp stehen Birgit Borcherding, Karl-Heinz Seele und Wolfgang Lüftner bereit. Doris Schelp und Klaus-Dieter Eikmeier kümmern sich um die Teilnehmer vom Nordholz und der Bartlinge.

Das Vergleichsschießen beginnt am Samstag, 9. August, ab 16 Uhr am Schießstand am Bürgerzentrum Nord in Stemmer, an der Stemmer Halle.

Mit einem gemütlichen Beisammensein bei Bratwurst, Steaks und Getränken finden im Anschluss an die Schießen die Siegerehrungen statt.
 

 

MT vom 08.08.2008

Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Wenn nur noch ein Platz im Wasser hilft
 
Brütende Hitze führt zu brechend vollen Bädern / Betreiber mit dem Verlauf der Saison bislang zufrieden
 
Minden (mt). Bei brütender Hitze um 30 Grad waren auch gestern wieder die Bäder in Minden rappelvoll. Da bislang der Sommer 2008 noch viele andere Sonnentage aufzuweisen hatte, verzeichnen die mittlerweile überwiegend in Privatinitiative betriebenen Einrichtungen erfreuliche Besucherrekorde.
 
Von Stefan Koch
 
 
MT-Foto: M. Otto
"Die Besucherzahlen sind bislang sehr gut", meint Marc Böttcher am Donnerstag. Der Leiter des Melitta-Bades verzeichnete in den Monaten Mai bis Juli insgesamt 57 000 Gäste. "Da hat das Wetter auch seinen Anteil." Laut Wirtschaftsplan sind pro Jahr 250 000 Besucher erforderlich - 130 000 waren in der ersten Jahreshälfte schon da.

Während das Melitta-Bad über die Bäder GmbH von der Stadt Minden betrieben wird, öffnet das Fritz-Homann-Bad in Stemmer Dank Privatinitiative. Hans-Jürgen Weber, Vorsitzender des Fördervereins, erklärt, dass sich ein schlechter Sommer nicht unbedingt negativ aufs Geschäft auswirke. "Wir müssen jährlich 10 000 Euro Einnahmen aus Eintrittserlösen erzielen." Da die meisten Besucher Jahreskarten kauften, bliebe die wirtschaftliche Situation auch bei Dauerregen stabil.


Und: "Viele sind Frühschwimmer und kommen auch dann vorbei, wenn die Sonne nicht scheint." Zudem bestehe eine große Zahl aus Kindern und Jugendlichen, die nicht so wetterempfindlich reagierten.

Dennoch war auch gestern bis zum Einsetzen des Gewitters am Nachmittag das Fritz-Homann-Bad bis an den Rand seiner Kapazitäten gefüllt. Nach Auskunft des Vorsitzenden passen maximal 100 Personen hinein.

Wesentlich mehr Gäste finden im Mindener Sommerbad Platz, das ebenfalls von privaten Vereinen in seinem Bestand erhalten wird. Allerdings wirkten sich in den vergangenen Jahren nasse Sommer verheerend auf die Bilanz aus.

Und 2008? "Es gab in jedem Monat zehn schöne Tage, zehn schreckliche Tage und zehn mittelmäßige", erklärt Katrin Kosiek, zweite Vorsitzende der Helferbörse. Insgesamt tue das diesjährige Sommerwetter dem Bad aber gut, wobei sich der Juli als der beste Monat erwiesen habe, in dem 8600 Eintrittskarten verkauft wurden. "Wir brauchen allerdings noch einige schöne Tage, um das Defizit aus dem Jahr 2007 auszugleichen."

Nur 800 Saisonkarten wurden in diesem Jahr von treuen Sommerbad-Gästen gekauft. Nach Kosieks Beobachtung wird der Schwimmbetrieb zunehmend von Gästen aus Nachbarkommunen und Touristen nachgefragt, die sich nur wenige Tage in Minden aufhielten. "Die Wohnmobilfahrer kommen von Kanzlers Weide gern zu uns."

Am kommenden Samstag, 9. August, lädt das Sommerbad zu einem großen Sommerfest für Jung und Alt ein. Von 11 bis 17 Uhr gibt es Musik, Spaß und Unterhaltung. Bei einer Tombola ist unter anderem eine Wochenendfahrt mit einem Mercedes Mini zu gewinnen. Der Eintritt ist frei.

 

MT vom 02.03.09

Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Fritz-Homann-Bad sucht fleißige Helfer
 
Hohe Energiekosten deutlich spürbar
 
Minden-Stemmer (mt/sk). Ein Rückblick auf die vergangene Badesaison stand im Mittelpunkt des Berichtes zur Jahreshauptversammlung des Fördervereins Fritz-Homann-Bad. Das Resumee vom Vorsitzenden Hans-Jürgen Weber fiel positiv aus.
 
Die Einnahmen aus dem Verkauf der Eintrittskarten lagen auf dem erwarteten Niveau. Allerdings zeigte der Kassenbericht von Wilfried Fabry auch ein strukturelles Defizit, das vor allem in den gestiegenen Energiekosten Mitte 2008 seine Begründung hatte.

Vereinsmitglied Kurt Gudel trug der Versammlung ein Einsparkonzept vor, das in der Versammlung intensiv diskutiert wurde. Ohne die Unterstützung der Sponsoren wäre die Rechnung nicht aufgegangen. Letztlich muss der Verein seit der Übernahme der Trägerschaft von der Stadt unvermeidbare Personalkosten aufbringen und auch in die Substanzerhaltung des "alten", aber örtlich auch beliebten Bades investieren. "Alles geht eben nicht über Ehrenamt", so Weber. Allerdings wird es erforderlich den Einsatz der Ehrenamtlichen zu erhöhen. Der Verein benötigt dringend noch Kassierer und Helfer für die Vorbereitung. Die startet am 27. März um 9.30 Uhr und wird dann jeweils an den Samstagen fortgesetzt. Wer helfen will, kann sich
 telefonisch unter (0571) 4 04 80 bei Hans-Jürgen Weber oder bei Ortsvorsteherin Heidrun Kruse melden oder einfach ab dem 27. März ins Bad kommen.
Das Ziel, den Kinder ein sinnvolles und überschaubares Freizeitangebot zu machen, wurde laut Vorstand erreicht und soll auch für 2009 das Ziel aller Anstrengungen bleiben. Dazu gehören die Schwimmkurse der Bademeister und die für die Fitness so wirksamen Aqua-Jogging Kurse.

Das Fritz-Homann-Bad ist Teil der dörflichen Vereinskultur. Die gegenseitige Wertschätzung der Vereine ist daran zu beobachten, dass die Feuerwehr jedes Jahr hilft, der Schützenverein ein Pokalschießen zu Gunsten des Bades veranstaltete und dies auch für 2009 wieder plant. Die Beteiligung des Vereins am Kartoffelmarkt hat ebenfalls eine finanzielle Spritze eingebracht.


MT vom 22.07.2010  Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Der Schwamm an den Beinen

Schwimmshorts bei Bademeistern ungern gesehen / Hosen saugen bis zu 2,5 L  Wasser auf

VON NINA KÖNEMANN

Minden (mt). Hintern frisst Hose oder Schlabberlook? Bei Bademoden hat jeder seine Vorlieben: Der eine mag die Hose eng und kurz, der andere weit. Letzteren könnte das Lachen aber bald vergehen. In Süddeutschland sind Badeshorts in vielen Bädern bereits verboten. In Minden muss die Hose aber - noch - niemand ausziehen.
 

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Wasser mit dem Eimer auffangen? Hauke (12, l.) und Marcel (16,r.) haben es in Stemmer ausprobiert. | MT-Foto: Könemann

Bei Jugendlichen sind weite, lange Badeshorts zwar der Renner, Bademeister und Schwimmbadbetreiber begeistert die Mode weniger. Denn der dicke Stoff saugt nicht nur literweise Wasser auf, sondern ist auch ein Schmutzfänger.


"Wenn die aus dem Wasser kommen, kann man einen Eimer danebenstellen", sagt
Hans Heidsiek, Bademeister im Fritz-Homann-Bad in Stemmer. Bis zu 2,5 Liter Wasser können Badeshorts aufsaugen. Dieses Schwammverhalten macht sich nicht nur auf dem nassen Beckenrand bemerkbar. "Wenn abends alle weg sind, steht das Wasser ungefähr 20 Zentimeter tiefer als morgens", sagt Heidsiek. Der Pensionär ist kein Freund der Bermuda-Shorts. "Die Hosen gehen oft weit über die Knie."

Weil der Sprung vom Ein- oder Drei-Meter-Brett sonst schmerzt, tragen Viele gleich mehrere Hosen übereinander.
Die Diskussion, sich auf eine Hose zu beschränken, hat er aber schon aufgegeben. "Das bringt eh nichts."

 Das Melittabad regelt die Hosen-Frage daher lieber gleich strikt. "Bis zum Knie ist erlaubt, drüber nicht", sagt Betriebsleiter Marc Böttcher. Rund 1500 Besucher schwimmen an einem Sommertag durchs Becken des Melittabades. Die Jugendlichen trügen fast ausschließlich Shorts. "Die müssten wir sonst ja alle wegschicken." Das Problem vom Dreck in der Hose ist für Marc Böttcher aber kein Grund, die Shorts generell zu verbieten. "Irgendeinen Dreck bringt jeder mit ins Becken, dafür haben wir Filteranlagen."

Im Sommerbad sieht man das ähnlich. "Bei uns geht es um den Stoff, nicht um die Länge", sagt Kathrin Kosiek, Vorsitzende des Betreibervereins. Ob knielang, kurz oder -- wie bei manchen muslimischen Frauen bis zum Knöchel - der Stoff muss stimmen. "Baumwolle vertragen die Filteranlagen nicht", sagt Kathrin Kosiek. Solange es sich um einen vernünftigen Schwimmstoff handele, könne jeder ins Wasser. "Wir haben im Becken Brunnenwasser, das kostet uns im Prinzip nichts." Sowieso sei der Dreck weniger das Problem. "Wir haben an Sommertagen immer einen Fettfilm von der Sonnenmilch, das hat nichts mit der Hose zu tun."

Zwei Prozent des Wassers täglich ausgetauscht


Rein rechtlich muss jedes deutsche Schwimmbad pro Tag 30 Liter Frischwasser für jeden Badegast neu ins Becken füllen. Als Beispiel: Das Melittabad hat ein Fassungsvermögen von 2100 Kubikmetern Wasser, es beinhaltet also mehr als zwei Millionen Liter Wasser. Davon werden, nach der allgemeinen DIN-Norm, zwei Prozent jeden Tag frisch aufgefüllt, der Rest gefiltert. Als Beispiel: Von zwei Millionen Milchtüten würden pro Tag 45 000 ausgetauscht.

In einem Becken der Größe des Fritz-Homann-Bades geht diese Rechnung aufgrund des großen Wasserverlustes von Hosen, Sprungturm und Verdunstung aber nicht auf. "Wir füllen etwa das doppelte pro Badegast auf", sagt Hans Heidsiek. Manchmal würde selbst das nicht reichen.

Über ein Verbot der Shorts wird trotzdem nicht nachgedacht. "Dafür hat doch keiner Verständnis", sagt Hans Heidsiek. "Die meisten Duschen nicht mal, bevor sie ins Becken gehen", sagt Marcel Bernert, Fachangestellter für Badebetrieb im Sommerbad. Da seien die Hosen nicht das Hygieneproblem.
 

 

 

MT vom 16.03.2012 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Das Freibad-Vergnügen steht auf der Kippe
 

Fritz-Homann-Bad fehlen 5000 Euro, um gesamte Saison zu öffnen / Förderverein wählt Vorstand

Auf den neuen Vorstand des Fritz-Homann-Bades kommen viele Aufgaben zu. Foto: pr


 

 

Minden-Stemmer (mt/dc). Die Freibad-Saison steht vor der Tür, doch ob Besucher wirklich den Frühling und Sommer über im Fritz-Homann-Bad in Stemmer Bahnen ziehen können, hängt noch in der Luft. Das berichtete der Vorstand des Schwimmbad-Fördervereins auf seiner Mitgliederversammlung

Seit der Kürzung des städtischen Zuschusses für das Familienbad in Stemmer kämpfe der Förderverein mit einer finanziellen Deckungslücke, wie die Mitglieder berichteten. Diese müsse und könne nur durch Sponsoren geschlossen werden. „Ab sofort sammeln wir Spenden für die kommende Freibadsaison ein“, so Hans-Jürgen Weber vom Vorstand des Fördervereins.

Traditionell wird das Bad durch die Sparkasse Minden Lübbecke und die Volksbank Mindener Land unterstützt. Um die Saison aber wie gewohnt von Mai bis September öffnen zu können, fehlten im Moment noch circa 5000 Euro. Mit ihnen sollen vor allem die Betriebskosten und die benötigte Schwimmaufsicht refinanziert werden.

Trotz der finanziellen Unsicherheit beschloss die Mitgliederversammlung, das Bad auf jeden Fall im Mai zu öffnen. Wie lange das Geld reicht, hänge aber von der Sponsorensuche ab. Der Förderverein hoffe auch darauf, dass sich die Energiekosten für das Schwimmbad durch die Installation eines Blockheizkraftwerkes reduzieren ließen.

Der an diesem Tag gewählte und erweiterte Vorstand hat also große Aufgaben zu stemmen. Für den Förderverein engagieren sich: Hans-Jürgen Weber (Vorsitzender), Wolfgang Lüftner und Holger Witting als stellvertretende Vorsitzende, Wilfried Fabry (Schatzmeister), Udo Braun-Niermann (Schriftführer), die Stadtverordneten Heidrun Kruse und Ulrich Luckner sowie Simone Schmiedel-Ruhe und Ulrich Klöpper als Beisitzer.

Der Arbeitseinsatz im Schwimmbad beginnt am Samstag, 24. März, um 9 Uhr. Mit dabei sein wird auch die örtliche Feuerwehr. Der Verein sucht aber noch dringend weitere Helfer.

MT vom 26.03.2012  Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Das Fritz-Homann-Bad packt es noch einmal

Vorbereitung für die Badesaison angelaufen / Helfer für weitere Arbeitseinsätze gesucht

VON NADINE CONTI

Minden-Stemmer (nec). Das Geld ist knapp, der Nachwuchs fehlt. Der Trägerverein des Fritz-Homann-Bades in Stemmer rüstet sich trotzdem für eine neue Saison - und übt sich in Optimismus. Er bietet jetzt sogar Schwimmkurse für Kindergartenkinder an.
 

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800 Liter in der Minute schafft die Pumpe: Jens Ristau und Dennis Südmeier von der Löschgruppe Stemmer der Freiwilligen Feuerwehr im Freibad-Einsatz. | Foto: Nadine Conti  

Wenn andere ausschwärmen, um die ersten Frühlingswochenenden zu genießen, wissen Hans-Jürgen Weber und seine Vereinskameraden vom Förderverein des Fritz-Homann-Bades, womit sie ihre Samstage zubringen. Eisbrecher in den Keller schleppen, Wasser aus dem Becken pumpen, Fliesen schrubben und die Grünanlage pflegen. Das Fritz-Homann-Bad in Stemmer muss für die Saison auf Vordermann gebracht werden. "Ohne Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr mit ihrer Pumpe ginge hier gar nichts", betont der Vereinsvorsitzende beim ersten Arbeitseinsatz des Jahres. Mit fünf Mann ist die Löschgruppe Stemmer angetreten, acht Stunden werden sie brauchen, um das schmutzige Wasser aus dem Becken zu bekommen.
Die Vereinsmitglieder üben sich derweil in Optimismus: "Klar plagen uns Geld- und Nachwuchssorgen," räumt Weber auf Nachfrage ein. "Wie jeden anderen Verein eben auch", meint er achselzuckend. "Wir würden uns natürlich schon wünschen, dass sich vor allem die jungen Familien, die das Bad im Sommer nutzen, stärker engagieren. Unsere Kinder sind aus dem Alter ja eigentlich raus - aber die haben eben wenig Zeit."

Jammern wollen die Stemmeraner nicht. "Die technischen Anlagen haben den Winter gut überstanden", sagt Technikchef
Holger Witting. Das ist gut, denn größere Reparaturen wären finanziell ein Desaster für den kleinen Trägerverein. "Die Spendenaktion der vergangenen Woche ist auch gut angelaufen", verkündet Kassierer Wilfried Fabry. Mindestens 5000 Euro müssen auf diese Weise aufgebracht werden, seit die Stadt den Betriebskostenzuschuss gestrichen hat- für Energie- und Personalkosten, die nur über die Eintrittsgelder nicht zu finanzieren sind. Der Verein setzt alles daran, den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Dabei wirkt das ursprünglich als Lehrschwimmbad für die Grundschule angelegte Bad ja schon ein wenig aus der Zeit gefallen: Ein einziges großes Schwimmbecken, Sprungturm, Rutsche, bisschen grün drum herum. Für die ganz Kleinen noch ein Planschbereich und ein paar Wipptiere, fertig. Kein Event- oder Fun-Schnick-Schnack. Als Familienbad, klein, übersichtlich, günstig und gleich um die Ecke, preisen das die Vereinsmitglieder. Und setzen im Wesentlichen auf zwei Zielgruppen: die - vornehmlich älteren - Frühschwimmer zwischen 6 und 8.30 Uhr und die Familien mit kleinen Kindern am Nachmittag. Auch Aqua-Jogging ist neuerdings im Angebot, ebenso wie
Schwimmkurse für die Kindertagesstätte Bollerwagen gleich nebenan.

Damit sind die Stemmeraner eigentlich auf eine echte Marktlücke gestoßen, denn Angebote zwischen Babyschwimmen und dem Seepferdchen für Schulanfänger gibt es selten. "Leider ist der Weg für andere Schulen und Kindergärten hierher zu weit", meint Hans-Jürgen Weber. Aber vielleicht klappt es auf diese Weise ja doch noch mit dem Vereinsnachwuchs.

MT vom 31.05.2012 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Kinder malen einen Traum in Blau

 

Foto: pr

Minden (mt/um). Elf Kinder der Kreativ-AG der Offenen Ganztagsschule Kutenhausen haben für das Fritz-Homann-Bad gemalt. Eine alte Bank wurde von Mitgliedern des Fördervereins auf Vordermann gebracht und dann ging die Verschönerungsaufgabe an die Kreativ-AG unter der Leitung von Sabine Kolkmann. Jetzt wurde sie bei bestem Badewetter aufgestellt und ist nun ein besonderer Hingucker in Blau mit Fischen, Seesternen und Kraken. Weitere Bilder der Malaktion sind unter „Stemmer-live.de“ zu sehen. Nach dem Malprojekt mit der Grundschule und der Bauzaun-Aktion mit dem Kindergarten Bollerwagen in der vergangenen Saison ist dies die dritte Aktion des Bades in der die Kinder „ihr“ Schwimmbad mitgestalten.

MT vom 08.03.2013 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Fritz-Homann-Bad soll öffnen
 

Finanzielle Lage bleibt angespannt und abhängig von Spenden

 

Minden-Stemmer (mt/sk). Die Mitgliederversammlung des Fördervereins Fritz-Homann-Bad im Hotel zur Stemmer Post stand vor allem unter der Frage: Wird das kleine Familienbad für die Saison 2013 geöffnet?

Der Kassenbericht durch Wilfried Fabry machte deutlich, dass das Bad mit einem äußerst engen Budget geführt werden muss. Zwar lagen die Einnahmen der vergangenen Saison auf dem Niveau der Vorjahre, aber die Betriebskosten sind weiter gestiegen.

„Eine größere Reparatur kann uns aus der Bahn werfen“, so Vorsitzender Hans-Jürgen Weber. „Ohne die alljährlichen Spenden der langjährigen Unterstützer Sparkasse Minden-Lübbecke und Volksbank Mindener Land schaffen wir es nicht.“ Dazu plant der Verein, wie in den letzten drei Jahren einen Spendenaufruf im Mindener Norden zu machen, um die fehlenden Mittel zu erhalten.

Da die Vereinsmitglieder davon ausgehen, dass das gelingt, wird das Bad am 5. Mai oder bei schlechter Wetterprognose am 12. Mai für die nächste Saison öffnen. Die Frühschwimmer (6 bis 8.30 Uhr) warten bereits darauf. Ab 14 Uhr ist das Bad täglich für Kinder und Familien geöffnet. Vorher sind noch Arbeitseinsätze nötig, jeweils samstags ab 23. März um 9 Uhr. Die Eintrittspreise bleiben unverändert.

Der Vorsitzende würdigte besonders das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helfer. Auch weiterhin ist das Bad auf Helfer angewiesen, die sich entweder bei Ortsvorsteherin Heidrun Kruse oder beim Vorstand unter der E-Mail-Adresse: hjweber@ebh-minden.de melden können.

MT vom 09.05.2013 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Förderverein bereitet Öffnung des Fritz-Homann-Bades vor
 


 

Minden-Stemmer (mt/lkp). Countdown im Fritz-Homann-Bad: Am Sonntag, 12. Mai, möchte der Förderverein das Fritz-Homann-Bad in Stemmer eröffnen. Die letzten Arbeiten laufen auf Hochtouren. Reparaturen am Beckenkopf und an der Technik hatten mehr Zeit erfordert, als zunächst gedacht. Ein noch nicht gelöstes Problem ist die Organisation der abendlichen Reinigung. „Wir suchen noch jemanden dafür, möglichst aus dem Dorf“, so Vereinsvorsitzender Hans-Jürgen Weber. Ansonsten wird seit einigen Wochen jeden Samstag gemäht, geschrubbt, geschraubt und vieles mehr. Letzter Arbeitseinsatz wird am kommenden Samstag ab 9.30 Uhr sein. Helfer sind aufgerufen sich zu beteiligen, wenn es gelingen soll, alle Arbeiten bis zum Eröffnungstag zu schaffen, vorausgesetzt, dass sich nicht noch weitere kostspielige Reparaturen ergeben. Der Vorstand hofft, dass sich noch einige Sponsoren finden, die die Arbeit im Bad mit einer Spende unterstützen.

Foto: pr

 

 

Freibäder im Test

Fritz-Homann-Bad = OBEN ANKLICKEN MT vom 03.08.2013

Holger Weber (how) vom 30.11.2013:

"Fritz-Homann-Bad" in Stemmer vor dem AUS?

Mit Schreiben vom 26.11.2013 wendet sich der Förderverein des Bades an alle Mitglieder und weist auf die schlechte  Finanzlage hin, welche nicht mehr verantwortungsvoll gemeistert werden kann...Der Vorstand  hat sich entschieden, den Betriebsführungsvertrag mit der Stadt Minden zum 31.12.2013 zu kündigen. Mit den Verantwortlichen der Stadt Minden wird in Kürze ein Gespräch stattfinden (Aufstockung der bisherigen Pauschalförderung???)... Spätestens auf der Jahreshauptversammlung am 20. Februar soll feststehen, ob die vorsorglich ausgesprochene Kündigung aufrechterhalten wird und es damit bei der Entscheidung des Fördervereins bleibt, das Schwimmbad in der Saison 2014 nicht wieder zu öffnen...

 

GEHT DAS BAD SELBER "BADEN"???

Foto: Privat

MT vom 15.03.2014 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Zur Zukunft des Bades
 

Fördervereins-Treffen
 

Minden-Stemmer (mt/hy). Über den Fortgang des Badebetriebes im kleinsten Schwimmbad Mindens, dem Fritz-Homann-Bad, entscheidet am Mittwoch, 19. März, ab 19 Uhr die Mitgliederversammlung des Fördervereines in der Stemmer Post.

Wie wichtig das Bad für den Mindener Norden ist, habe sich jetzt wieder gezeigt. Ausdruck sei das große finanzielle Engagement einer hiesigen Stiftung, der Banken vor Ort, von Firmen und Privatpersonen.

Eine Fortsetzung des Betreibervertrages mit der Stadt Minden scheine aus finanzieller Sicht machbar, wenn einige Probleme ausgeräumt werden können und die Mitgliederversammlung entsprechend entscheidet, heißt es in einer Mitteilung. Ohne die aktive Unterstützung der Mitglieder in der täglichen Arbeit im Bad und vor allem in der Saisonvorbereitung werde es nicht gehen.

Auf der Tagesordnung steht auch die Wahl des Vorstands.

MT vom 20/21.03.2014 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Homann-Bad für weitere drei Jahre gerettet
 

Willi-Richter-Stiftung unterstützt Förderverein / Hans-Jürgen Weber gibt Amt als Vorsitzender ab

 

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Neue Sponsoren und das Engagement vieler Freiwilliger haben das Fritz-Homann-Bad vorerst gerettet. Archivfotos: MT


 

Von Jan Henning Rogge und Nina Könemann

 

Minden (mt). Im Fritz-Homann-Bad in Stemmer kann doch weitergeschwommen werden: Wie der Förderverein gestern auf MT-Anfrage mitteilte, ist der Betrieb für die nächsten drei Jahre gesichert. Die Willi-Richter-Stiftung aus Minden werde als Hauptförderer des kleinen Familienfreibades eintreten.

Die Mitgliederversammlung des Vereins entschied deshalb einstimmig, den Betreibervertrag mit der Stadt entsprechend zu verlängern. Eigentlich war er zum Ende der Saison gekündigt worden, dem Verein fehlte das Geld (wir berichteten). „Unser Dank gilt den Kuratoriumsmitgliedern der Stiftung für diese tolle Unterstützung“, sagte Hans-Jürgen Weber, bisheriger Vorsitzender des Vereins.

Das Freibad kämpft bereits seit Jahren mit leeren Kassen. Rund 30.000 Euro Kosten verursacht der Betrieb pro Jahr. Zwei-Drittel davon bezahlt die Stadt Minden aus Fördermitteln, den Rest muss der Verein selbst aufbringen – ein schwieriges Unterfangen.

Im vergangenen Jahr kam dann noch eine kaputte Filteranlage hinzu. Um das Bad weiter zu betreiben, sollten Reparaturkosten von 12.000 Euro anfallen. Das sei nicht mehr zu leisten, sagte Hans-Jürgen Weber noch Ende vergangenen Jahres. Das Bad sollte endgültig geschlossen werden.

Eröffnung für Mai geplant

Jetzt hat sich das Blatt gewendet: Die Willi-Richter-Stiftung aus Minden will das Freibad künftig als Hauptsponsor unterstützen. „Die Filteranlage werden wir durch persönlichen Einsatz und mit Unterstützung des Bergbades Bückeburg für etwa ein Viertel des ursprünglich veranschlagten Preises reparieren können“, sagte Weber. Außerdem gäbe es verbindliche Spendenzusagen von Firmen aus dem Mindener Norden, Banken und Privatleuten. „Mehr können wir nicht erwarten.“

Um zum geplanten Saisonstart im Mai auch wirklich fertig zu sein, soll es am kommenden Sonntag, 23. März, ab 14 Uhr eine Ortsbegehung im Freibad geben. „Ab April erfolgen dann die regelmäßigen Arbeitseinsätze“, so Weber. Hauptamtliches Personal für die Schwimmaufsicht stehe bereits zur Verfügung. Auch Feuerwehr und Schützenverein haben für die Arbeitseinsätze Unterstützung angekündigt.

Hans-Jürgen Weber wird dann allerdings nicht mehr federführend sein, er gibt sein Amt als Vorsitzender nach mehr als 20 Jahren ab, bleibt dem Verein aber als Beisitzer erhalten. Mit ihm geht auch der langjährige Kassierer Wilfried Fabry. „Wir treten jetzt den Rückzug an, wenn der Bestand des Bades zumindest für die nächsten drei Jahre gesichert scheint“, sagte Weber zum Abschied. Ein richtiger Zeitpunkt sei nur schwer zu finden.

Den neuen Vorstand wird Wolfgang Lüftner anführen. Seine Stellvertreter sind Holger Witting und Ulrich Luckner, das Amt des Kassierers übernimmt Ulrich Klöpper, Schriftführer ist Udo Braun- Niermann.

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Wolfgang Lüftner ist neuer Vorsitzender

MT vom 24.05.2014 Copyright Mindener Tageblatt

Attraktion in Stemmer geht nicht baden
 

Auf das drohende Ende folgt die Eröffnung am kommenden Sonntag

 
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Das Fritz-Homann-Bad in Stemmer wird auch 2014 geöffnet sein.

Foto: Lehn/MT-Archiv


 

Minden-Stemmer (mt/sk). Während Anfang des Jahres das Fritz-Homann-Bad in Stemmer vor dem Aus stand, folgt am Sonntag, 25. Mai, der Start in die Saison. Um 14 Uhr geht es los.

Bei Bratwurst und Bier sind alle Mitglieder, Sponsoren, Interessierte, Schwimmer und Nichtschwimmer eingeladen, sich davon zu überzeugen, dass das Bad eine Zukunft hat.

Mit einem neuen Lifting, kleinen und großen Verbesserungen in den Außenanlagen und im Gebäude haben viele Helfer in den vergangenen Wochen auf die Anregungen des Fördervereins reagiert.

Auf der Internetseite fritz-homann-bad.terralsoft.de wird direkt um und über das Bad und seinen Förderverein berichtet. Mit der neuen Aktivitäteninfo werden die Mitglieder regelmäßig informiert. Eine breite Unterstützung durch Firmen, Vereine, Organisationen, Familien, Mitglieder und Nichtmitglieder dokumentiert das große Interesse an dem Erhalt des Bades.
 

MT vom 26.05.2014 Copyright Mindener Tageblatt

Fritz-Homann-Bad startet in die Saison
 

Zukunftssorgen sind vorbei / Eröffnung bei bestem Badewetter /

Geld und Engagement weiterhin notwendig
 

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Das kühle Nass lockte die Gäste des Fritz-Homann-Bades, die das Angebot mehr oder weniger freiwillig annahmen. Foto: Christian Weber


 

Von Christian Weber

Minden-Stemmer (cwb). In seine nächste Saison geht das Fritz-Homann-Bad in Stemmer: Gestern wurde das kleine Freibad wieder eröffnet. Dabei schien Anfang des Jahres das Freizeitangebot keine Zukunft mehr zu haben. Doch die Rettung kam noch rechtzeitig.

Es wird nicht die letzte Badesaison sein, in der die Frühschwimmer wie auch die zweibeinigen Wasserratten in Stemmer abtauchen können, wie von Wolfgang Lüftner, Vorsitzender des Fördervereins, zu erfahren war.

Nachdem es vor wenigen Monaten noch so ausgesehen hatte, dass die Finanzen keine Wiedereröffnung in diesem Jahr zulassen würden, gab es unerwartete Unterstützung: Die Willi-Richter-Stiftung kam mit einer Spendenzusage von jährlich 10.000 Euro für die nächsten drei Jahre den Badefreunden in Stemmer zu Hilfe. Und dem Vorstand gelang es zudem, einen weiteren Spender zu interessieren, der für die nächsten drei Jahre jeweils 11.000 Euro für den Betrieb des traditionsreichen Freibades beisteuert.

Die Spenden haben bereits zu Investitionen geführt, wie Wolfgang Lüftner anlässlich der Saisoneröffnung betonte. So ist ein Reinigungsroboter angeschafft worden, mit dem das Schwimmbecken in diesem Jahr einfacher und zugleich sauberer gehalten werden kann.

Wie deutlich wurde, sind die Spenden aber auch ein Resultat des großen ehrenamtlichen Engagements zahlreicher Bürgerinnen und Bürger. Mehr als 500 Mitglieder zählt der 1992 gegründete Förderverein inzwischen. Seit 2003 zeichnet er auch für den Betrieb des Freibades verantwortlich. Der Betrieb wird laut Lüftner auch künftig nur durch viele freiwillige Helfer möglich sein.

Und es gibt noch viele Arbeiten, die zu erledigen sind. Dafür steht im Freibad auch ein Wunschstrauß parat: Auf Zettel an Holzspießen sind Aufgaben bezeichnet, die zu erledigen sind.

Wer helfen will, hat also eine Wahlmöglichkeit. Auch weitere Spenden seien wichtig, um notwendige Investitionen tätigen zu können, teilte der Vorstand des Fördervereins mit.

Holger Weber (how):

 "Rachengold" für das Fritz-Homann-Bad

MT vom 09.12.2014 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Geld für Schwimmen, Singen und Bildung
Minden-Todtenhausen (mt/um). Das Zahn Heilkunde Zentrum im Krähenwinkel; die Zahnärzte Dres. Gerd Becker, Volker Stückmann und Farshid Mosaffari haben in Absprache mit ihren Patienten Zahngold im Wert von 20 748,46 Euro gesammelt und stellen dieses Geld sozialen und kulturellen Zwecken in Minden zur Verfügung.
Gefördert werden das in Eigenregie eines Fördervereins geführte „Fritz-Homann-Bad“ in Stemmer sowie der Jugendchor Tookula aus Todtenhausen.

Über 12 000 Euro der Spendensumme gehen an das Projekt „Bildungspartnerschaften“. Dessen Konzept besteht aus nachhaltiger Förderung von Kindern an Mindener Schulen mit unterschiedlichsten Inhalten, zum Beispiel Ganztagsbetreuung, ein warmes Mittagessen, Sprachkurse, aber auch zusätzliche Musik- und Kunstkurse für Kinder, die in der Regel davon ausgeschlossen blieben.

In der Eine Welt Schule fördern die „Bildungspartner“ Instrumentalunterricht. Die Zahnärzte trafen sich vor Ort mit der Schulleiterin Doris Pütz und Stephan Richtzenhain vom Projekt „Bildungspartner“. „Für uns war das ein Blick hinter die Kulissen“, so Volker Stückmann, „der uns zeigt, hier ist das Geld sinnvoll angekommen.“

MT vom 18.08.2015 Copyright Mindener Tageblatt / MT.de

Der erste Kuss im Fritz-Homann-Bad

Von Rolf Graff

Minden-Stemmer

 (rgr). Das Fritz-Homann-Bad in Stemmer hat wenig von dem, was Kommunalpolitiker zeitgemäßen Bädern verordnen und ist irgendwie so etwas wie ein nostalgischer Anachronismus. Nur dem Förderverein, der den Badebetrieb seit 1992 unterstützt und seit zwölf Jahren die Anlage ehrenamtlich betreibt, ist es zu verdanken, dass es nun seinen 50. Geburtstag feiern konnte. Da gratuliert auch das Mindener Tageblatt.

Natürlich ist auch die Treue der Badegäste wesentlich, die hier mit schönen Liegewiesen, den verschiedenen Becken und dem Dreier all das finden, was sie brauchen. Als das Bad vor zwei Jahren trotzdem vor dem finanziellen Aus stand, konnte es auch durch die Unterstützung der Willy-Richter-Stiftung weiter bestehen.

Im Rahmen der Geburtstagsfeier war das MT zu einem Ortsgespräch zu Gast, vertreten durch die Redakteure Nina Könemann und Henning Wandel. Nach einem halben Jahrhundert Stemmer Freibad gibt es viel zu erzählen und auch von den Schwierigkeiten und Erfolgen zu berichten.

Für Wolfgang Lüftner, dem Vorsitzenden des Fördervereins, war die Krise vor zwei Jahren die dritte Initialzündung für das Bad, die ihn zum Vorsitzenden machte und neue Mitglieder in den Förderverein brachte, der den gleichen Betrag wie die Stiftungssumme selbst aufbringen musste.

Der stellvertretende Vorsitzende und Stadtverordnete Ulrich Luckner berichtet von den vielen Gesprächen, die auch auf Seiten der Politik notwendig waren, um das Problem mit der 12 000 Euro teuren Filteranlage zu lösen. Die Zuschüsse der Stadt sind für die nächsten vier Jahre gesichert, berichtet er und zeigt sich auch darüber hinaus optimistisch.

Für Ortsvorsteherin Heidrun Kruse wäre es ein herber Schlag für Stemmer und die umliegenden Dörfer gewesen, hätte das Bad schließen müssen. Wie sie, die hier ihren ersten Kuss bekam, haben viele persönliche Erinnerungen und verbrachten einen Teil ihrer Kindheit und Jugend im Bad.

Frühschwimmen wie Aqua Jogging gehören auch heute zu ihrem Alltag. Auch für Susanne Fabry, das Patenkind Fritz Homanns, der in diesem Jahr seinen hundertsten Geburtstag feiern würde, gehört es seit dem vierten Lebensjahr zum Leben.

Wilfried Fabry war bei der Eröffnung am 15. September 1965 einer der ersten Schwimmer, obwohl er seine Badehose vergessen hatte. Der ehemalige Vorsitzende Hans-Jürgen Weber berichtet von der enormen Last auf den Schultern der Ehrenamtlichen, die sie aber nur stemmen können, wenn auch die finanzielle Unterstützung da ist.

Die Lust an der Arbeit und deren Anerkennung, auch in der Presse, sind enorm wichtig. Das gilt auch für andere ehrenamtlich geführte Organisationen wie für Sportvereine, Schützenvereine oder die Kita Bollerwagen, die gleich nebenan auf ehemaligen Bad-Gelände liegt oder die Feuerwehr, die im Frühjahr mit ihren Pumpen hilft, wie Marcel Südmeier von der Löschgruppe Stemmer berichtet.

Kita-Leiterin Ira Henneking wünscht sich auch weiter Schwimmkurse für die Kinder. Auch für den Vorsitzenden des TV Stemmer, Peter Schlötel bleibt kommunale Unterstützung wichtig. Er wünscht, dass trotz notwendiger Spielgemeinschaften der dörfliche Bezug der Sportler erhalten bleibt. Makler Ulrich Rabe, der auch in Stemmer wohnt und die alte Schule gekauft hat, berichtet von seinen Plänen für das alte Gebäude.

So steht das Fritz-Homann-Bad exemplarisch für viele Vereine und Initiativen, besonders da, wo die Politik sich zurückzieht und das Gewerbe sich keine Gewinnchancen ausrechnet. Ehrenamtliche Arbeit braucht viele Köpfe und noch mehr Hände und kann viel bewirken, aber nur, wenn auch Sponsoren und Politik mitspielen.

 

Ortsgespräch zum Fünfzigsten: Die MT-Redakteure Nina Könemann und Henning Wandel (2. und 6. von links) befragen

Ulrich Rabe (verdeckt), Ulrich Luckner, Wolfgang Lüftner, Wilfried Fabry, Heidrun Kruse und Susanne Fabry (von links).

 

 

Freitag 04. Sept. 2015 - "Party-Nacht" im "Fritze" wieder großer Erfolg

Ein umfangreiches Bildarchiv von "Dera-Medien"  ist unter www.stemmer-live.de einsehbar...

Holger Weber (how) vom 19.03.2016:

Fritz-Homann-Bad Stemmer im Rückblick

Ralf Westermann war im August 1965 der zwölftausendste Besucher...

 Edith Hildenhagen machte bereits 1968 stolze "Fünfzigtausend" voll...

Minden-Stemmer (how): Als im Sommer 2015 der Förderverein des Fritz-Homann-Bades zum "GOLDENEN JUBILÄUM" des ursprünglichen Schulbades einlud, war sicherlich auch vielen älteren Besuchern / Schwimmern nicht mehr in Erinnerung, welche erfreulichen Eckpunkte das Bad bereits kurz nach der Schlüsselübergabe im Herbst 1964 zu verzeichnen hatte. Dass bei der Schlüsselübernahme noch nicht geschwommen werden konnte, war der Freude über das neue Stemmer Zentrum nicht abträglich. Nur wenige "Schwimmer" trauten sich zusammen mit Wilfried Fabry als "GAG" in die nur vorhandene "kalte Pfütze" im Nichtschwimmerbereich. Das offizielle Anschwimmen musste in das Jahr 1965 verschoben werden. Berichten im Mindener Tageblatt zufolge, war bereits im Juli 1965 das Bad fester Bestandteil eines Dorfgemeinschaftsfestes und im August konnte mit Ralf Westermann der zwölftausendste Besucher geehrt werden. Drei Jahre später war mit Edith Hildenhagen die Marke "50.000" erreicht.

 Am 02. Juli 1965 berichtete die Tageszeitung über die große Beliebtheit des Schul-/Freibades. Das offizielle "Anschwimmen" dürfte wohl für "Mai 1965" zu verzeichnen sein. Wer sich noch näher über die Anfangsjahre des Bades informieren möchte, kann dies durch

ANKLICKEN DER UNTEREN PDF-DATEIEN

(Copyright Mindener Tageblatt / MT.de)

erreichen, welche aus dem Archiv vom Mindener Tageblatt zur Verfügung gestellt wurden.

Historie Stemmer Bad 1. - Schlüsselübergabe Sept.1964

Historie Stemmer Bad 2. - Freude über Betrieb im Schulbad Juni 1965

Historie Stemmer Bad 3. - Steigende Beliebtheit Juli 1965

Historie Stemmer Bad 4. - Späße im Wasser Juli 1965

Historie Stemmer Bad 5. - Vom Krabbelvolk bis zur Oma Juli 1965

Historie Stemmer Bad 6. - Stemmer Sommerparadies Juli 1965

Historie Stemmer Bad 7. - Bereits 12.000  Besucher August 1965

Historie Stemmer Bad 8. - Nun schon 50.000 Besucher - Rettungsschwimmer ausgebildet August 1968

 

MT  vom 14.04.2016 Copyright Mindener Tageblatt / MT.de

MT  vom 18.05.2016 Copyright Mindener Tageblatt / MT.de

MT  vom 28.05.2016 Copyright Mindener Tageblatt / MT.de

 

 

 

Bürgerzentrum Nord  

Bürgerzentrum Nord in Stemmer

"Weserspucker" vom 1. Mai 1997 
Stemmer: Das neue Bürgerzentrum in der Ortsmitte ist fertiggestellt
BUNTES PROGRAMM ZUR EINWEIHUNG
.....Das neue Bürgerzentrum in Stemmer ist allen Unkenrufen zum Trotz fertiggestellt. Endlich, mögen manche meinen, oder auch: Was lange währt, wird schließlich gut. Und ein gutes Werk ist dort für fast sechs Millionen Mark vollbracht worden, wozu die Dorfgemeinschaft unter Leitung von Ortsvorsteher Helmut Rodenbeck ein gerüttelt Maß an Anteil hatte. Die Eigenleistung, die von den Vereinen und Organisationen erbracht wurden, beläuft sich auf 500.000 Mark.
Der Neubau des Bürgerzentrums Nord in Stemmer wird am Freitag, 2. Mai, um 17.00 Uhr offiziell eingeweiht. Nach der Begrüßung durch Ortsvorsteher Helmut Rodenbeck wird Bürgermeister Siegfried Fleissner eine Ansprache halten. Im Anschluß an die Grußworte können sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger von den neuen Räumen ein Bild machen. Die Big-Band des Bessel-Gymnasiums sorgt dabei für den musikalischen Schwung und die Handballspielgemeinschaft Stemmer-Friedewalde zeigt dem Publikum einige interessante Einlage-Spiele in "ihrer" neuen Sportstätte, die jedoch multifunktional zu nutzen ist.
Denn der Hallenschwingboden kann für Großveranstaltungen abgedeckt werden. Außerdem weist das Raumprogramm auf 2.300 Quadratmetern Fläche noch Kleinkaliber- und Luftgewehrschießstand nebst Nebenräumen im Keller auf, der Geflügelzuchtverein hat sich einen Vereinsraum nebst Ausstellungsfläche geschaffen und für die übrigenVereine und Organisationen gibt es einen großen Gemeinschaftsraum plus Empore und Teeküche, der aber wie die übrigen Dorfgemeinschaftshäuser auch für private Feiern angemietet werden kann........

Mindener Tageblatt 3. Mai 1997 von Marc-Wilhelm Kohfink: 
CopyrightMindenerTageblatt / MT-Online
EIN ZEUGNIS STEMMERANER BEHARRLICHKEIT
........Helmut Rodenbeck, Stemmers Ortsvorsteher, brachte es auf den Punkt: "Endlich ist es soweit. Das Bürgerzentrum wird zur Nutzung freigegeben."  Rund 250 Einwohner des Ortsteiles waren zu dem feierlichen Akt in die neue Halle gekommen.
"Wir haben mit Beharrlichkeit eine gute Sache zu Ende gebracht", fuhr Rodenbeck sichtlich ergriffen fort. Er erinnerte an die Marksteine der Baugeschichte seitdem unter seinem Vorsitz der Gemeinderat am 23. November 1968 beschloß, das Grundstück für eine Sporthalle zu erwerben. Auch scheinbare Nebensächlichkeiten ließ Stemmers Ortsvorsteher nicht unerwähnt. So habe der Fußboden einer ehemaligen Sporthalle im Gemeinschaftsraum eine neue Verwendung gefunden. Vieles hätten die Bürger in freiwilliger Arbeit selbst erledigt. "Das ist eine Leistung, die sich sehen lassen kann", betonte er und bedankte sich bei den zahlreichen Helfern. Er hoffe, daß die Halle gepflegt und lange funktionsfähig bleibe.
Als einen "großen Tag für Stemmer", würdigte Bürgermeister Siegfried Fleissner das gestrige Ereignis. "Was lange währt, wird endlich gut",zitierte er eine Redensart. Er sei sich sicher, daß dieser Bau das Gemeinschaftsgefühl der Stemmeraner Bürgerinnen und Bürger stärken werde. Er kam auf die Kosten des 5,965-Millionen-Baus zu sprechen. Ohne die 500.000 Mark

 

geldwerte Eigenleistung wäre die Halle noch teurer geworden. Er bezweifelte, daß ähnliches in anderen Ortsteilen der Weserstadt zu wiederholen sei und würdigte ausdrücklich die Beharrlichkeit Rodenbecks. "Die dickbrettbohrende Art des Ortsvorstehers hat die Halle durchgesetzt", so Fleissner...........

MT v. 17.03.04
Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online
Scharfe Worte bei neuem Sportfest
Bernd Gieseking kommt / TV Stemmer hat Hallenprobleme im Griff

Minden (mt). Das neue kommunale Selbstverständnis geht auch am TV Stemmer nicht vorbei. Auf der Jahreshauptversammlung berichtete der Vereinsvorsitzende Gerd Brinkmann den Mitgliedern, in welchem Umfang der Verein für die Nutzung der Sporthalle bezahlen muß.

Auf rd. 4000 Euro bezifferte Brinkmann den jährlichen Betrag. Ursprünglich sei die Summe höher angesetzt gewesen, doch nicht zuletzt durch das Engagement des Stadtsportverbandes sei das Nutzungsentgelt geringer als zunächst geplant.
Nur für Trainingseinheiten der Seniorenmannschaften und sonstige Nutzung müßte der Verein bezahlen, erläuterte Brinkmann den 50 Vereinsmitgliedern.
Bei diesen stieß die Gebühr auf stilles Unverständnis. Weniger weil die Nutzungsgebühr als Schritt zum neo-liberalen Staat einen grundlegenden Paradigmenwechsel in der kommunalen Sport- u. Vereinsförderung bedeutet, sondern vielmehr, weil die Sportler wie auch die Mitglieder der anderen örtlichen Vereine mit großem Einsatz zum Bau der Halle beigetragen haben. Dieses Engagement im Wert von mehreren hunderttausend Mark sehen die Vereinsmitglieder nicht ausreichend berücksichtigt..............................................
 

MT vom 29.08.06

Schmuckkästchen wird zur Tropfsteinhöhle
Es regnet durch: In der Sporthalle Stemmer fallen zum Saisonstart drei Handballspiele aus / Dach muss erneuert werden
Minden (mt). Das Problem ist alt, die Sorgen ganz aktuell: Die Sporthalle in Stemmer hat Löcher im Dach und gleich am ersten Spieltag der neuen Handball-Saison tropfte der Regen den Sportlern auf die Köpfe.
Von Marcus Riechmann


+ MT-Foto: Marcus Riechmann
Drei Spiele mussten abgesagt werden, am Sonntag auch das Spiel der A-Mädchen-Oberliga zwischen der HSG Stemmer/Friedewalde und Viktoria Rietberg. Der Wind drückte den prasselnden Regen in die undichten Stellen im Dach. Gleich an mehreren Stellen tropfte und floss der Regen auf den Hallenboden. "Die Wasserflächen waren einfach zu groß. Das Verletzungsrisiko war einfach zu groß", begründete Stemmer/Friedewaldes Trainer Dirk Aumann die Entscheidung für einen Spielabbruch. Mit dem Trainer der gegnerischen Mannschaft und den Schiedsrichtern sei man einig gewesen, die Partie beim Stand von 16:9 für Stemmer/Friedewalde nach 36 Minuten nicht weiterzuführen. "Da kam einiges runter, das war schon heftig", beschrieb Aumann die widrigen Umstände in der "Tropfsteinhöhle" Stemmer. Alle Beteiligten hätten noch eine halbe Stunde ausgeharrt, aber an Handballspielen sei nicht mehr zu denken gewesen.

Die Partie wird nicht gewertet, sondern soll erneut ausgetragen werden. "Ich strebe eine sportliche Lösung an. Die Vereine sollen sich über einen neuen Termin einigen", erläutert Staffelwart Gerhard Rebber die Rechtslage. Gespielt werden soll bis spätestens Oktober in Stemmer.

Stadt erwartet Kosten in sechsstelliger Höhe


Damit ist unmittelbar zum Start in die Hallensaison die alte Problematik in der ebenso jungen wie schmucken Halle in ihrer ganzen Kraft zu Tage getreten. Das Dach des 1996/1997 erbauten Gebäudes ist einfach nicht dicht zu bekommen. Bei bestimmten Wetterlagen, also einer ungünstigen Kombination von Regen und Wind, drückt Wasser durch das Dach. Immer mal wieder fielen Sporteinheiten, insbesondere Handballspiele, der "höheren Gewalt" zum Opfer. Alle bisherigen Versuche, das Dach zu reparieren, blieben, wie das vergangene Wochenende zeigte, ohne Erfolg. Zwischenzeitlich waren die Dachschäden jugendlichen Kletterern angelastet worden. Mit Stacheldraht an den Außenrändern wollte man der Kletterei Herr werden. Alles ohne Wert. Das Dach blieb undicht.

"Das Problem ist uns bekannt", berichtete Susann Lewerenz, Sprecherin der Stadtverwaltung Minden. "Wir haben ein Gutachten anfertigen lassen, um die Schäden zu ermitteln", sagte sie gestern. Das niederschmetternde Ergebnis: Die einst mangelhaft angebrachte Dachkonstruktion ist schuld an der Misere. Die kostspielige Folge: Das Dach muss komplett erneuert werden. "Wir rechnen damit, dass das eine sechsstellige Summe kosten wird", macht Susann Lewerenz die Dimensionen deutlich. Ein guter Grund für die Stadtverwaltung, die Rechtsabteilung mögliche Ansprüche an die Erbauer des Daches prüfen zu lassen. Es geht um viel Geld.

Die Renovierung der missratenen Dachkonstruktion werde in den städtischen Haushalt eingestellt werden. Wann die Maßnahme umgesetzt werden könne, sei offen, so Lewerenz. Eile scheint indes geboten, denn die Wasserschäden an verschiedenen Stellen der Halle werden zunehmen.

Große Sorgen beim Handball-Zweitligisten


Den Verantwortlichen der HSG Stemmer/Friedewalde, Hauptnutzer der Sporthalle, treibt die feuchte Problematik den kalten Schweiß auf die Stirn. Die 1. Frauenmannschaft startet am 10 September in die Saison der 2. Handball-Bundesliga Nord. Am Samstag, 16. September, soll das erste Heimspiel des Aufsteigers gegen TSV Nord Harrislee in Stemmer angepfiffen werden. Ein Spielausfall wegen Wassereinbruchs ist das Horrorszenario für den HSG-Vorstand - nicht nur wegen der beträchtlichen Kosten für Anreise von Gastmannschaft und Schiedsrichtern. Auch der Imageschaden wäre für Stadt wie Verein beachtlich. Gestern am späten Abend berieten die HSG-Macher über die Situation.

Fazit: Das Problem ist akut, doch ein neues Dach für das einstige Schmuckkästchen der Mindener Hallenlandschaft noch nicht in Sicht. Darauf, dass das Wetter ein Einsehen hat, darf allerdings niemand setzen. Bis zur nächsten Trockenperiode wird es noch ein paar Monate dauern. Erstmal steht der Herbst vor der Tür. Und zuweilen die Eimer in der Sporthalle in Stemmer.

MT vom 31.08.06

Der Kampf gegen den Regen: Zweitligist setzt auf Zwischenlösung
Dach der Sporthalle in Stemmer soll provisorisch abgedichtet werden
Minden (rich). Mit vielen Problemen hatte Jörg Schröder in den vergangenen Wochen und Monaten zu kämpfen. Der Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga der Frauen hat den Geschäftsführer der HSG Stemmer/Friedewalde gefordert.


+ MT-Foto: Riechmann
Dass er jetzt zusätzlich zu den gestiegenen Anforderungen der neuen Spielklasse auch gegen den Regen ankämpfen muss, hätte er nicht gedacht. Doch kurz vor dem Saisonstart der 2. Bundesliga ist Regen der größte Gegner für den Aufsteiger geworden. Das undichte Dach in der Sporthalle Stemmer (das MT berichtete) gefährdet die Heimspiele des westdeutschen Meisters in der zweithöchsten deutschen Spielklasse.

Heimvorteil soll nicht geopfert werden


"Das ist unsere Heimhalle und gerade im ersten Jahr in der Zweiten Liga brauchen wir die Unterstützung unserer Fans dringend", beschreibt Schröder den Wert des Heimvorteils. Doch dieser scheint in Gefahr zu sein, denn es laufen hinter vorgehaltener Hand Überlegungen, die Zweitligaspiele der HSG in eine wetterfeste Halle zu verlegen. "Das gilt es zu vermeiden", erklärt Schröder, "wir werden alles daran setzen, unsere Halle spielfähig zu halten."


Intensiv suchen die HSG-Funktionäre und die Stadt Minden nach Lösungen. Für eine komplette Dachsanierung erwartet die Stadtverwaltung Kosten in sechsstelliger Höhe. Bis eine solche umfassende Baumaßnahme verwirklicht wird, fließt viel Wasser die Weser und wohl auch die Hallendecke in Stemmer herunter. Zeit, die die Handballerinnen nicht haben. Bereits in zweieinhalb Wochen steht gegen Nord-Harrislee das erste Heimspiel auf dem Programm.

Schröder wünscht sich eine provisorische Abdichtung des Daches. "Gar nichts machen geht ja nicht", weist der Geschäftsführer darauf hin, dass der Regen - so er ungehindert weiter in die Sporthalle tropft - weitere Schäden hervorrufen könnte. So hat die HSG bereits einen Dachdecker konsultiert, der eine kostengünstige Zwischenlösung für möglich hält.

"Wir haben alles auf die Zweite Liga ausgerichtet, auch in der Halle", macht Schröder deutlich, dass zahlreiche Sponsoren an Wänden und der Anzeigetafel werben und damit die Heimspiele in Stemmer auch finanziell für den Verein wichtig sind.

Eine Zukunft außerhalb der Halle sieht Jörg Schröder nicht: "Wenn wir hier nicht spielen können, sind wir in unserer Existenz gefährdet", sagt er und hofft, gemeinsam mit der Stadt die Hallenproblematik in trockene Tücher zu wickeln.

MT vom 07.09.06

Ein unwürdiges Bild
Betr.: "Schmuckkästchen wird zur Tropfsteinhöhle", MT-Bericht vom 29. August


Am Sonntag, 27. August, waren die A-Mädchen des TuS Rietberg in einer Begegnung der Handball Oberliga bei der HSG Stemmer-Friedewalde zu Gast. In der ersten Halbzeit konnte die gastgebende Mannschaft unsere Region sportlich eindrucksvoll vertreten. In der zweiten Spielhälfte musste in der 37ten Spielminute das Spiel abgebrochen werden. Die Gäste mussten nach Hause fahren.

Grund dafür waren Wasserpfützen auf dem Spielfeld und zwar an mehr als 30 Stellen, wie mir ein junger Handballspieler versicherte nachdem er sorgfältig gezählt hatte. An vielen Stellen wurden Eimer aufgestellt und Handtücher ausgebreitet, damit die Halle für die "zweite Frauen" der HSG wieder bespielbar werden würde. Es war ein unwürdiges und peinliches Bild.

Die schöne Sporthalle ist doch noch recht jung. Nur das Problem mit dem undichten Dach ist nicht neu. Zu Anfang der Problematik vor einigen Jahren hieß es, Fachleute könnten die undichte Stelle nicht finden oder die Rauch und Wärmeabzüge seien nicht ordnungsgemäß eingedichtet worden. Die Suche nach der undichten Stelle dürfte sich inzwischen erübrigt haben, denn das Dach kann wohl vollflächig saniert werden.

Ein Aspekt kommt noch hinzu: Die Dachkonstruktion ist mit schwungvollen Leimbindern hergestellt worden. Optisch sehr ansprechend. Spätestens seit dem Unglück der Eissporthalle in Bad Reichenhall, bei der viele Menschen den Tod fanden, wissen wir, dass Leimbinder ihre Festigkeit nur bei trockenen Verhältnissen behalten. Die Benetzung bei jedem Regenguss führt zu Fäulnis im Holz und Auflösung der Haftkraft der Leimverbindungen.

Die Staatsanwaltschaft sollte sich vorsorglich schon jetzt mal das Organigramm der für die Gebäudeinstandhaltung zuständigen Behörde besorgen, damit im Schadensfalle nicht solange nach den Schuldigen gesucht werden muss. Das könnte möglicherweise für ausreichend Impulse sorgen, dass hier endlich jemand einfach einmal eine seiner Pflichten erfüllt. Johannes Hurrelmeyer Auf dem Winkel 4, Petershagen j.hurrelmeyer@solar-suedfelde.de

MT vom 07.09.06

Bad Reichenhall vergessen?
 
Betr.: "Schmuckkästchen wird zur Tropfsteinhöhle", MT-Bericht vom 29. August
 
Als Fan der Handballsparte der HSG Stemmer-Friedewalde verbrachte ich auch den besagten Sonntagnachmittag in der Sporthalle in Stemmer um dem Spiel der A-Mädchen, Oberliga, beizuwohnen. Es versprach ein erfolgreicher Nachmittag für die HSG zu werden. In der 36. Minute setzte ein Gewitterschauer dem Vergnügen ein Ende. Es regnete durch, wie eine Spielerin zunächst zaghaft feststellte. Noch bevor die Pfütze aufgewischt werden konnte, kam an allen möglichen Stellen das Regenwasser durch.

Das Spiel wurde abgebrochen, und innerhalb von zehn Minuten waren an insgesamt 32 Stellen Eimer, Tabletts, Handtücher und dergleichen verteilt worden. Mehr stand leider nicht zur Verfügung. Hier und da bildeten sich mehr oder minder große Wasserlachen, die nicht eingedämmt werden konnten, auch eine Bank auf der Zuschauertribüne wurde getaucht.

Die Spielerinnen aus Rietberg hatten inzwischen den Heimweg angetreten, nun lachte auch wieder die Sonne - aber worüber?

Wie zu lesen ist, ist das Problem bei der Stadt Minden seit vielen Jahren bekannt. Es wurden auch Gutachten in Auftrag gegeben. Ist das alles? Inzwischen gibt es eine Bundesliga-Mannschaft, die Mannschaften aus Flensburg und anderen fernen Städten erwartet. Wie bekommt man den Wettergott in den Griff? Wie viel Spielabsagen werden nötig? Welche Kosten entstehen dadurch? Oder wird endlich gehandelt?

Wie lange sammelt sich das Wasser schon in den Balken der Decke? Sollte man nicht vielleicht eine Sporthalle, die ansonsten noch gut erhalten ist, nicht schnellstens sanieren, bevor neue Hallen errichtet werden?

Beispiel Doppelturnhalle Minden, und die nächste Halle dort ist beschlossene Sache. Sollte in dieser Situation nicht alles daran gesetzt werden, eine sehr kurzfristige Lösung herbeizuführen. Es geht schließlich nicht nur um Ansehen von Stadt und Verein, sondern auch um die Verletzungsgefahr von Aktiven und Zuschauern. Es steigt nicht nur der Preis für die Sanierung sondern, auch die Gefahr. Ist Bad Reichenhall schon vergessen? Sabine Herrmann Findelsgrund 54 Porta Westfalica
 


("Einleitung" schon angeklickt ??)