Weiter im Dorfrundgang:


Kindergarten "Bollerwagen"
...und wieder einmal ein lobenswerter Einsatz von Bürgerinnen und Bürger:

Mindener Tageblatt vom 03.03.95:
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FÜR EINEN KINDERGARTEN IN STEMMER
Jens-Henning Tewes steht der Elterninitiative "Bollerwagen" vor /Bereits erste Gespräche


Petershagen-Friedewalde/Stemmer (mt):  "Wir haben das Wohl der Kinder als Ziel", faßte Jens-Henning Tewes den Sinn einer am Mittwochabend gegründeten Selbsthilfegruppe zusammen. Die Elterninitiative "Bollerwagen" e.V. hoben 19 Väter und Mütter in der Gaststätte "Zum Landauer" aus der Taufe. Angestrebt wird die Einrichtung eines neuen Kindergartens in Stemmer, da die Einrichtung der Kirchengemeinde Friedewalde-Stemmer in Friedewalde total überfüllt ist.
Im Januar hatte sich nach einer Versammlung aller betroffenen Eltern auf Einladung des Elternrates des Kindergartens Friedewalde eine Initiativgruppe gebildet. Im Vorfeld der Vereinsbildung erfolgten Gespräche mit den Verwaltungen in Petershagen und Minden, dem Kreis- und dem Landesjugendamt sowie dem DRK Minden.
Diese Kontakte seien positiv verlaufen, berichtete Jens-Henning Tewes und verwies auf zwei Termine. So soll am Dienstag, 7. März, mit der Stadt Minden und dem DRK als Eigentümer, das Elsa Brandström-Heim am Maulbeerkamp auf seine Tauglichkeit zur Einrichtung eines Kindergartens oder einer anerkannten Notgruppe besichtigt werden. Am Freitag, 17. März, begutachtet dann die Heimaufsicht des Landesjugendamtes.
Der Sprecher des Initiativkreises, Jens-Henning Tewes, wurde zum Vorsitzenden der neuen Elterninitiative gewählt. Sein Stellvertreter ist Gerhard Brinkmann. Weitere Vorstandsmitglieder sind Helmut Rodenbeck (jun.) als Schriftführer, Angela Messerschmidt / Kassenwartin und als Beisitzer Karin Niemann, Alexander Zeiss und Inka Müller. Der Mitgliederbeitrag beträgt monatlich fünf Mark für Familien und drei Mark für Einzelpersonen.
"Wir wollen keinen Kindergarten für einzelne", stellte Tewes fest, verwies aber auch auf die eigene Trägerschaft eines Kindergartens und die damit verbundenen Aufnahmekriterien. Möglich wäre evtl. eine neue Zwei-Gruppen-Einrichtung im Elsa Brandström-Heim oder wenigstens eine Notgruppe ab Sommer.
Tewes sah es als unakzeptabel an, daß Kinder aus Stemmer nach Friedewalde kämen und Kinder aus Friedewalde von der Warteliste nach Stemmer. Hier sei eine Lösung erforderlich. Der bestehende "Spielkreis" von Eltern in der Friedewalder Grundschule solle nicht gefährdet werden.

Mindener Tageblatt vom 09.03.95:
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NOCH VIELE FRAGEN UNBEANTWORTET
Räume für Kindergarten-Notgruppe im Elsa Brandström-Heim besichtigt / Neubau nicht besprochen..........
ZEIT LÄUFT DAVON.......... 

Mindener Tageblatt vom 10. Mai 1995:
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STEMMER ERHÄLT EINEN EIGENEN KINDERGARTEN
Elterninitiative "Bollerwagen" stellte Investorenmodelle vor / Stadt erkennt Bedarf für 50 Plätze an und unterstützt Pläne...........

Mindener Tageblatt vom 11.10.1995:
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KINDERGARTEN NEUBAUTEN IN MINDEN EN BLOC ?
Architekturbüro stellte gestern im Jugendhilfeausschuß Pläne für vier Einrichtungen im Stadtgebiet vor............

Mindener Tageblatt vom 21.10.1995:
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KINDERGÄRTEN WEITER AUF DER LANGEN BANK
Träger legen eigene Investoren vor / Altes Investitionsmodell letztendlich doch billiger ?/ Genaue Finanzberechnungen stehen noch aus............

Mindener Tageblatt vom 9.12.1995:
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STADT WILL NUN DOCH SELBST BAUEN
Kindergärten von Investoren zu teuer............

Mindener Tageblatt von 13.02.1997:
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BAUARBEITEN FÜR KINDERGARTEN IN STEMMER LIEFEN AN


Minden-Stemmer/Friedewalde (uv): Es bewegt sich etwas auf der Baustelle des neuen Kindergartens in Stemmer. In dieser Woche wurde mit den Erdarbeiten für die Zwei-Gruppen-Einrichtung begonnen, die ab Sommer von der Elterninitiative "Bollerwagen" getragen werden soll.  Nach über zweijähriger Diskussion zwischen Elternschaft und Stadt Minden ist jetzt mit dem Baubeginn ein Fortkommen sichtbar. Das Gebäude wird zwischen Fritz Homann-Bad und Sporthalle errichtet. Somit wird eine kombinierte Freizeitnutzung von Halle und Freibad fast unmöglich.

Mindener Tageblatt vom 12.04.1997:
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"BOLLERWAGEN" ROLLT AN
Über Kindergarten in Stemmer weht der Richtkranz........

Mindener Tageblatt vom 29. September 1997 (von Martin Steffen):
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"BOLLERWAGEN"  ROLLT MIT SCHWUNG VORAN


Offizielle Einweihung des Kindergartens Stemmer mit buntem Programm und vielen Gästen / Elterninitiative von Erfolg gekrönt
Minden-Stemmer (mar): Sechs Wochen Dauerfrost Anfang des Jahres verhinderten den pünktlichen Abschluß der Bauarbeiten nicht: Bereits seit August spielen Kinder in den Gruppenräumen am Schulkamp. Jetzt wurde der Stemmeraner Kindergarten "Bollerwagen" auch offiziell von der Elterninitiative seiner Bestimmung übergeben.
Zwei Gruppen gibt es im ersten Jahrgang im Gebäude zwischen Fritz-Homann-Bad und Mehrzweckhalle - die "Zwerge" und die "Wurzelkinder". 50 Kinder aus Stemmer und Friedewalde werden von acht Kindergärtnerinnen um die Leiterin Ira Henneking an fünf Tagen in der Woche betreut. Eine Gruppe arbeitet dabei integrativ: Behinderte und nichtbehinderte Kinder werden hier pädagogisch betreut, erlernen und erleben so den Umgang miteinander. Auch der Öffentlichkeit stellte sich der Kindergarten vor. Vielfältige Aktivitäten und Spiele boten sich für die jüngeren Besucher an, während Eltern und Nachbarn sich bei Speisen und Getränken stärken konnten.

Am Anfang stand vor drei Jahren der Ärger. Ärger darüber, daß es in Stemmer keinen Kindergarten gab, im benachbarten Friedewalde nicht ausreichend Plätze vorhanden waren und manche Eltern ihre Kinder in entferten Stadtteilen zum Kindergarten bringen mußten. 20 Betroffene gründeten deshalb 1994 die Elterninitiative "Bollerwagen", erinnerte sich der erste Vorsitzende Jens-Henning Tewes bei der Feierstunde am Sonnabend an den Beginn der Initiativ-Arbeit in Stemmer. Es habe sich damals abgezeichnet, daß die ursprünglich angestrebte Erweiterung des Friedewalder Kindergartens um eine vierte Gruppe baulich nicht zu realisieren war: "Weil der Bedarf da war, wollten wir es dann eben selber machen", verwies er auf die Zahl zugezogener Familien mit Kindern in den Neubaugebieten..
Schnell sei klar geworden, was bei der Verwirklichung des Wunsches berücksichtigt werden mußte, so Tewes. Welche Eltern seien schon Spezialisten für das Kindergartengesetz oder Baubestimmungen ? "Wir waren damals völlig ahnungslos." Wertvolle Hilfe vor und nach dem Baubeginn 1996 hätten hier neben der Unterstützung durch Stadt und Politiker die Mitarbeiter des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes geleistet, unterstrich der Vorsitzende.
Stellvertretend für die Elterninitiative bedankte sich Jens-Henning Tewes auch beim Stemmeraner Schwimmbadverein, der dem neuen Kindergarten einen Teil der Liegewiese am Fritz-Homann-Bad überlassen hatte. So haben die Kinder neben Gruppen-und Werkräumen auch reichlich Platz, um bei gutem Wetter im Freien zu spielen und zu toben.
Zur Zeit gehören 75 Eltern der Initiative "Bollerwagen" an und gestalten die Arbeit des Kindergartens mit. Eines Kindergartens, der aber allen in Stemmer und Umgebung offenstehen soll, wie sie  betonen.
 
 

Es bollert im Kindergarten: Eltern empört

MT vom 23.02.02
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Mindener Jugendamt lehnt Einrichtung einer Kindertagesstätte ab / Karin Niemann: Bei 16 Anträgen ist der Bedarf da

Von Marcus Riechmann
Minden-Stemmer (mt). Die Eltern im Stemmeraner Kindergarten "Bollerwagen" machen mobil. "Das lassen wir uns nicht gefallen", sagt eine Mutter trotzig auf einer Versammlung. Sie ist wie 30 weitere Mütter und Väter empört über das Mindener Jugendamt. Von dort wurde der Antrag auf Einrichtung einer Kindertagesstätte in Stemmer abgelehnt.
Grund der Ablehnung: Das Amt fürchtet bei der Umwandlung einer Kindergartengruppe in eine Kindertagesstätte (KiTa) den Wegfall von fünf Kindergartenplätzen. Denn während eine Gruppe im Kindergarten 25 Plätze bietet, muss eine Kindertagesstätte laut Gesetz nur 20 Kinder aufnehmen.

In der Turnhalle des 1997 von einer Elterninitiative ins Leben gerufenen Kindergartens "Bollerwagen" sitzen die Eltern und diskutieren. Seit Herbst des vergangenen Jahres versucht die Initiative, eine Gruppe des Kindergartens in eine Tagesstättengruppe umzuwandeln. Für viele der Eltern, besonders für Mütter, führt der Weg zurück in den Job nur über eine KiTa, in der sie ihre Kinder verlässlich betreuen lassen können. Im Gegensatz zum Kindergarten bietet eine KiTa eine ganztägige Versorgung der Kinder inklusive Essen und Mittagsschlaf. "Wie soll ich das denn demnächst machen? Wie stellen die sich das bei der Stadt vor? Soll ich mein Kind im Rathaus abgeben", fragt eine Mutter erregt.
Der Antrag auf Umwandlung einer Gruppe in eine KiTa wurde vom Landesjugendamt im Januar abgelehnt. Dem Antrag könne das Amt "zurzeit nicht entsprechen" heißt es aus Münster. Dabei beruft sich die Behörde auf eine Stellungnahme des Mindener Jugendamtes. Das hiesige Jugendamt, dass für die ausreichende Bereitstellung von Kindergartenplätzen in Minden zuständig ist, sähe die Gefahr einer Unterversorgung, heißt es aus Münster. Der Versorgungsgrad liegt im Bereich Stemmer derzeit bei knapp 84 Prozent. "Mittelfristig" könne beim Mindener Amt "über eine Umwandlung erneut nachgedacht werden" führen die Münsteraner die Mindener Stellungnahme weiter aus.
Das Mindener Jugendamt wollte sich noch nicht äußern. "Das ist ein laufendes Verwaltungsverfahren. Die Behörde muss sich erst intern abstimmen", erklärte Ingo Ellerkamp von der Pressestelle.
Die Ablehnung wollen die Eltern in Stemmer nicht hinnehmen. "Hier wird viel ehrenamtliche Arbeit geleistet. Auch die Erzieherinnen machen viel mehr als sie eigentlich müssten. Und jetzt sollen wir so abgebügelt werden", ist Karin Niemann, Vorsitzende der Elterninitiative verärgert. So hocken die Mütter und Väter auf den kleinen Kinderstühlen und beraten sich. Unterstützt werden sie dabei von Tobias Eggerer.
Eggerer ist Profi in allen Fragen rund um Tageseinrichtungen für Kinder. Er arbeitet seit mehr als 30 Jahren im Paritätischen Wohlfahrtsverband, dem auch der Stemmeraner Kindergarten angegliedert ist.
16 Anträge liegen Karin Niemann für August vor. Maximal neun Kinder werden davon in die Mittagsbetreuung aufgenommen werden. Diese Betreuung wird vom Kindergarten auf freiwilliger Basis geleistet. "Wir haben derzeit zwölf Kinder über Mittag, aber das ist unseren Erzieherinnen nicht mehr zuzumuten", sagt Niemann.

"Wir schicken kein Kind nach Hause."


Sobald mehr als zehn Kinder ganztags in einer Einrichtung untergebracht werden sollen, sieht das Gesetz die Schaffung einer KiTa vor. Gesetzlich wird gefordert, KiTa-Plätze anzubieten, wenn Bedarf besteht und nicht wichtige Gründe dagegen sprechen. Die Stemmeraner Eltern machen deutlichen Bedarf geltend. Und gewichtige Gründe, die gegen die KiTa sprechen, sehen sie nicht. 

Die Furcht des Jugendamtes, dass mit der Umwandlung fünf Kindergartenplätze wegfallen, ist für die Elterninitiative unbegründet. "Wir schicken kein Kind nach Hause. Wenn es erforderlich ist, nehmen wir auch in der KiTa-Gruppe 25 Kinder auf, darum braucht sich das Jugendamt nicht zu sorgen", versichert Niemann.
 

MT v. 01.03.02 von Marcus Riechmann
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Amt lehnt weiterhin Bollerwagen-Antrag ab
-Kein Bedarf, keine Garantie und kein Geld-

Rainer Mohnfeld ist erstaunt. "Ich kann die Unzufriedenheit nicht nachvollziehen", erklärt der Jugendamt-Mitarbeiter. Eine Kindertagesstätte (KiTa) in Stemmer kommt für ihn aus drei Gründen derzeit nicht in Frage. Mohnfeld sieht erstens den akuten Befdarf nicht, zweitens fürchtet er den Verlust von fünf Kindergartenplätzen und drittens fehlt es am Geld. "Die Finanzierung wäre ein echtes Problem, gesteht der Kindergartenplaner ein......
............Letztlich stöhnt Mohnfeld angesichts der zu erwartenden Mehrkosten für eine zusätzliche Dreiviertelstelle. "Das wären 30.000 bis 35.000 Euro, von denen die Stadt 
55 Prozent zahlen müsste. Aber woher soll das Geld kommen", fragt Mohnfeld.


Viele Kinder zeigen ihr Können auf großer Bühne
Stemmeraner Bollerwagen: Ansprechendes Programm gemeinsam mit der Grundschule geboten


Minden (mt). Raus aus dem beengten Kindergarten und rauf auf die Bretter, die für so manchen die Welt bedeuten. Eine Kooperation des Kindergartens Bollerwagen mit dem Kinder Kulturverein "lille kunterbunt" machte es möglich: Auf der Bühne der Mindener Musikschule präsentierten die Musikanten und Tänzerinnen des Stemmeraner Kindergartens ihren Eltern und Freunden ihre Fähigkeiten. Insbesondere die drei Gruppen des Tanzprojektes zeigten bei ihren Auftritten, was sie in den wochenlangen Nachmittagskursen  einstudiert hatten.. Die Jüngsten führten einen Schneeflocken-Tanz auf, die beiden älteren Gruppen tanzten Ballett. Eine Gruppe ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Kindergarten und der Grundschule in Stemmer.


MT vom 09.07.04

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Ganz Stemmer feiert Sommerfest

Erstmals gemeinsame Feier von Kindergarten und Schule / "Den Kindern eine Brücke bauen"

Vorbericht Bollerwagenfest



Auch die Kinder aus der Stemmeraner Grundschule und Kindergarten haben sich bei den Vorbereitungen ins Zeug gelegt, um ein ganz besonderes Sommerfest auf die Beine zu stellen. Foto: privat

Minden-Stemmer (mt). Kindergarten und Grundschule in Stemmer gehen neue Wege: Sie feiern am Samstag, 10. Juli, mitten im Dorf ein gemeinsames Sommerfest. Zum ersten Mal stellen die kleinste Mindener Grundschule (86 Kinder) und der Kindergarten Bollerwagen (52 Kinder) die bislang getrennt veranstalteten Feiern gemeinsam auf die Beine.

Sie stellen damit die zukunftsweisende Partnerschaft der beiden Einrichtungen öffentlichkeitswirksam unter Beweis. Auf dem Fest werden Kindergarten und Schule einige ihrer gemeinsamen Projekte wie Tanzgruppe und Chor vorstellen. Bereits seit einigen Jahren verfolgen Schuldirektorin Gabi Steinmann und Kindergartenleiterin Dimitra Greiling die Idee eines gemeinsamen Festes.

Im vergangenen Herbst wurden die Gedankenspiele konkret. In einer Arbeitsgruppe von Erzieherinnen und Lehrerinnen nahm das Fest in den vergangenen Monaten Gestalt an. Diese Teamarbeit, so erwarten Greiling und Steinmann, werde die Menschen beider Einrichtungen näher zusammenbringen. ,Man lernt sich auf eine andere Art kennen. Das baut Schranken ab und stärkt die gemeinsame Basis", schätzt Steinmann. Eine engere Verzahnung zwischen Schule und Kindergarten sei für einen reibungslosen Übergang der Kinder von der einen in die andere Einrichtung wichtig, betont Greiling, insbesondere ,in Hinblick auf die Einschulung mit fünf Jahren. Wir wollen den Kindern eine Brücke bauen."

Um 15.30 Uhr wird das Sommerfest unter dem Motto ,Kinder dieser Welt" eröffnet. Rund um den Kindergarten, im Bürgerzentrum und auf dem Sportplatz unter denEichen werden dann hunderte Kinder, Eltern, Mitarbeiter und Freunde der beiden Einrichtungen rund drei prall gefüllte Stunden gemeinsam feiern. Schule und Kindergarten haben ein kunterbuntes Programm zusammengestellt. Die gemeinsame Tanzgruppe tritt auf, im afrikanischen Märchenzelt werden Märchen aus Tausendundeiner Nacht erzählt, der Chor singt, die Feuerwehr wird kommen. Für Kinder gibt es Blumenkränze, Freundschaftsbänder, einen Schminkstand eine Hüpfburg, Stockbrot, Picasso-Wände und vieles mehr.

Das Angebot an Speisen und Getränken unterstreicht die internationale Ausrichtung des Sommerfestes: Es wird eine russische Cafeteria geben, mit Tee im Samowar, und einen Stand mit afrikanischen Spezialitäten - passend zur jüngst abgeschlossenen Projektwoche ,Afrika" an der Schule. Die Eltern haben, unterstützt von vielen Mindener Firmen, eine große Tombola mit tollen Preisen auf die Beine gestellt.

Der Erlös der Tombola geht im Übrigen an eine dritte zentrale Einrichtung in Stemmer. Mit dem Geld soll das ehrenamtlich betriebene Fritz-Hohmann-Bad unterstützt werden.


MT vom 23.07.04

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Erstmals gemeinsam gefeiert

Kindergarten Bollerwagen und Grundschule Stemmer luden ein

Bollerwagen und Schule 2004

Foto: Joseph Bilyj



Erstes gemeinsames Fest: Der Kindergarten Bollerwagen” und die Grundschule Stemmer hatten wetterbedingt ihr Sommerfest um eine Woche verschoben.

Minden-Stemmer (by). Das schlechte Wetter hatte eine Verschiebung des ersten gemeinsamen Festes des Kindergartens Bollerwagen” und der Grundschule Stemmer erforderlich gemacht. Am Freitag hatten die Kinder mehr Glück.

Zur Eröffnung des verschobenen Kindergarten- und Schulfes\-tes schien sogar die Sonne und die Veranstaltung bereitete offensichtlich Groß und Klein sehr viel Spaß. Enttäuscht hatten Schulleiterin Gabriele Steinmann und Kindergartenleiterin Dimitra Greiling mit ihren Teams am vorhergehenden Samstag den Entschluss fassen müssen, das Fest um eine Woche zu verlegen.

Sollten wochenlange intensive Vorbereitungen vergebens gewesen sein? Nein. Vorausgegangen waren mehrere Teamsitzungen, umfangreiche Planungen, der Einkauf von Bastelsachen, eine Backaktion sowie eine Projektwoche. Zudem war die Bootsrenovierung vorgenommen worden, Kostüme gestaltet, eine CD-Aufnahme fertig, und die Tanzgruppen hatten ihre Auftritte bestens einstudiert.

Bei den umfangreichen Vorbereitungen wurden Kindergarten und Grundschule von vielen Eltern, Großeltern und der Stemmer Bevölkerung unterstützt: von der Tombola angefangen bis zur Backaktion und der Materialbeschaffung. Das alles war jetzt nicht umsonst.

Von Beginn an herrschte auf dem Platz am Kindergarten fröhliches Treiben, so auch auf der großen Hüpfburg. Motto der Veranstaltung war Kinder dieser Welt - Kinder in Stemmer”. Dabei standen die Länder Russland und Griechenland im Mittelpunkt.

Am Lagerfeuer gab´s frisch geröstetes Stockbrot, und auch die Spezialitäten im russischen Café und am Afrika-Stand gingen weg wie warme Semmeln ebenso die selbst gebackenen Kuchen und Torten der Mütter der Schul- und Kindergartenkinder.

Der Erlös der Veranstaltung kommt vorwiegend dem Förderverein des Fritz-Homann-Bades zugute, über das noch immer das Damokles-Schwert der Schließung schwebt. Für dessen Erhalt setzen sich die Stemmer Bürger unvermindert ein.

(MT vom 04.11.05 - Vorstand: Vors. Kerstin Schmidt und Andreas Kruse, Kasse Gunda Burmester)

MT vom 11.11.06

Diana Winterberg und Jasmin Beckord neu im Vorstand

Elterninitiative Bollerwagen passt Beiträge an / Kindergarten in Stemmer erhält neue Außentreppe zum Garten

Minden (mt). Das Vorstandsteam der Elterninitiative Bollerwagen hat sich verändert. Auf der Jahreshauptversammlung des gemeinnützigen Vereins - Träger des gleichnamigen Kindergartens in Stemmer - sind Diana Winterberg zur Schriftführerin und Jasmin Beckord zur Beisitzerin gewählt worden.


 
Dirk Nielsen - bisher Beisitzer - ist von den 39 anwesenden Mitgliedern zum Technischen Wart gewählt worden. Sie vervollständigen den Vorstand, der sich im Weiteren aus Kerstin Schmidt (Vorsitzende), Andreas Kruse (2. Vorsitzender), Gunda Burmester (Kassiererin) und Kirsten Tafel (Beisitzerin) zusammensetzt. Ausgeschieden sind Stefan Wulbrand (Technischer Wart) und Marcus Riechmann (Schriftführer), die beide kein Kind mehr in der Einrichtung haben.

Angepasst an die veränderten finanziellen Bedürfnisse des Kindergartens wurden die Mitgliedsbeiträge. Insbesondere durch die Kürzung der städtischen Leistungen hat sich die Finanzlage des Kindergartens deutlich verschlechtert. Die Versammlung bestimmte einstimmig die neuen Mitgliedsbeiträge. Künftig beträgt damit der Beitrag für Familien, die ein oder mehrere Kinder in der Einrichtung betreuen lassen, 60 Euro im Jahr. Stille Mitglieder ohne Kind im Kindergarten zahlen künftig einen Beitrag von 20 Euro pro Jahr.



Kerstin Schmidt berichtete über die umfangreichen Baumaßnahmen, die im Zusammenhang mit den Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen notwendig geworden waren. So wurde mit umfassender Unterstützung der Stadt Minden der Bau einer hölzernen Rettungstreppe realisiert. Über die massive Treppe können sich Kinder und Erzieherinnen im Brandfall aus dem Obergeschoss des Kindergartens in den Garten retten. Zudem wurden im Obergeschoss Feuerschutzwände errichtet. Somit ist das Obergeschoss nun voll für den Kindergarten nutzbar.

Auch im Bereich Sicherheit hat sich der Kindergarten neun Jahre nach Gründung an neueste Anforderungen angepasst. So wurde unter anderem die Ritterburg im Garten umgesetzt und sturzsicherer gemacht. Schmidt dankte in diesem Zusammenhang dem Engagement der Eltern in "ihrem" Kindergarten sowie den Spenden heimischer Unternehmen, die Anschaffungen und Baumaßnahmen großzügig unterstützt und damit erst möglich gemacht haben. So wurde der Kauf einer Rutsche durch eine Spende von Rolf Weßling möglich, der im Rahmen der "Aktion Spendenscheck" der OVB Vermögensberatung einen Scheck überreichte. "Die Rutsche wird die Kinder begeistern. Sie ergänzt das Spielangebot perfekt", sagte Kerstin Schmidt.

Kindergartenleiterin Dimitra Greiling wies auf verschiedene Termine hin. In näherer Zeit sind das der Auftritt der Tanzgruppen in der Sporthalle am Donnerstag, 23. November, der Spielzeugmarkt am Sonntag, 26. November, die Weihnachtsfeiern in den Gruppen am 12. (Zwerge) und 13. Dezember (Wurzel) sowie die Fahrt nach Bielefeld mit Besuch des Theaterstücks "Räuber Hotzenplotz" am Freitag, 15. Dezember. Insbesondere den neuen Eltern kündigte Dimitra Greiling die traditionelle viertägige Abschlussfahrt im Mai nach Schlüsselburg an.

MT 31.05.07

Ein bisschen afrikanisches Dorf ist in Stemmer zu erleben
 

Kindergarten Bollerwagen will Familienzentrum werden / Samstag Sommerfest in Stemmer / 70 Kinder tanzen Dornröschen
 

Minden (mt). Es bedarf eines ganzen Dorfes, um ein Kind zu erziehen. Mit dieser afrikanischen Weisheit beginnt der Kindergarten Bollerwagen in Stemmer seine Bewerbung als Familienzentrum der Stadt Minden. Dem folgen ausführliche begründende Seiten, doch der Eingangssatz sagt über den Kindergarten und seine Ausrichtung im Jahr seines zehnjährigen Bestehens alles aus.
 
Hierzulande fehlt es - wenig überraschend - an den Strukturen afrikanischer Dörfer. Doch die Intention des Kindergartens Bollerwagen ist daran angelehnt eine ganzheitliche. Frei übersetzt: Es bedarf eines ganzen Kindergartens, um ein Kind zumindest zur Schulreife zu erziehen.

"Das Lernen lernen" heißt das Konzept, mit dem der Kindergarten schon zu Gründungszeiten mit dem bis heute fast identischen Team um die frühere Leiterin Ira Henneking und der jetzigen, Dimitra Greiling, die heute hochmoderne Idee der frühkindlichen und der Vorschul-Pädagogik entwickelt hat. Daran, dass aus Kindern Leute werden, sind im von einer Elterninitiative gegründeten und betriebenen Kindergarten nicht nur die Erzieherinnen beteiligt. Väter, Mütter, Geschwister, die benachbarte Grundschule in Stemmer und Kutenhausen, Ärzte, das Früherkennungszentrum und Initiativen sind in einem Netzwerk verwoben und bei der Erziehung beteiligt.


"Es ist eine logische Konsequenz, dass wir uns als Familienzentrum bewerben. Die Strukturen sind längst da. Es geht nun um die bewusste organisatorische Vernetzung. Dass, was wir freiwillig und nebenbei leisten, würde dann auch eine finanzielle Unterstützung erfahren", sagt Kerstin Schmidt, Vorsitzende der Initiative.

1995 startete die Elterinitiative aus den Ortschaften Stemmer, Friedewalde und Südfelde den Kindergartenbetrieb mit einer Notgruppe in der Schule in Friedewalde. 1997 bezog der Kindergarten das neue Domizil mitten in Stemmer. Das unter Vorsitz von Jens Tewes gestartete, integrativ arbeitende Projekt wurde unter seinen Nachfolgerinnen Karin Niemann, Uta Freese-Schmidt und nun Kerstin Schmidt erwachsen. Das Programm hat sich entwickelt.

Schwimmkurse im benachbarten Fritz-Hohmann-Bad, Sportgruppen, Musikpädagogik, Tanzangebote und -aufführungen, Angebote im offenen Ganztag und als Jahreshöhepunkt eine viertägige Reise gehören zum Angebot des Bollerwagens. "Die Arbeit unter dem Dach der Elterninitiative bringt viel Arbeit mit sich, doch sie bietet auch ungemein viele Freiräume und Chancen", sagt Dimitra Greiling.

Sie und ihr Team präsentieren den Kindergarten am kommenden Samstag, 2. Juni, zum zehnjährigen Bestehen mit einem mittelalterlichen Spektakulum auf dem Gelände rund um Kindergarten und Bürgerzentrum Stemmer. Um 15 Uhr fällt der Startschuss und unmittelbar daran beginnt die Aufführung "Dornröschen". Seit einem dreiviertel Jahr arbeiten die Kinder an dem Ballett-Projekt, dem Höhepunkt des Sommerfestes. Die Intensität der Proben betrug zuletzt mehrere Stunden wöchentlich. 90 Minuten werden rund 70 Kinder aus dem Kindergarten und der Grundschule das Märchen tanzen.

 
Bollerwagen-Gemeinde hilft fleißig mit


Weiter gehören eine mittelalterliche Schmiede, Ponyreiten, eine Filzwerkstatt, ein Märchenzelt, ein Stockbrot-Feuer und einiges mehr zum Angebot des Sommerfestes. Neben Kindern und Familien sowie den mit dem Bollerwagen zusammenarbeitenden Behörden, Gruppen und Institutionen werden auch viele ehemalige Eltern und Kinder erwartet. "Eine offizielle Einladung gibt es nicht, das ist nicht unser Stil. Wer sich uns verbunden fühlt, ist herzlich eingeladen und weiß das auch", sagt Dimitra Greiling, die sich des Erscheinens einiger ihrer ersten Kinder schon versichert hat. Einige Bollerwagen-Eleven der Anfangszeit, heute schon fast erwachsen, helfen beim Sommerfest aktiv mit.
 

MT vom 13.06.07

Sommerfest im Bollerwagen: Tanzkinder verzaubern Besucher mit Dornröschen

 
Minden-Stemmer (mt). "Traumhafte Kostüme", "dass das so gut wird, hätte ich nicht gedacht", "einfach toll" - die Besucher sparten nicht mit Lob. Die Ballett- und Jazz-Dance-Interpretation des Kindermärchens Dornröschen im Kindergarten Bollerwagen war, um es schlicht zu sagen, ein voller Erfolg. Zum Sommerfest und anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des Kindergartens in Stemmer wurde das rund 90-minütige Stück aufgeführt. Etwa 70 Kinder aus dem Kindergarten, der Grundschule Kutenhausen-Stemmer und aus dem Tanzprojekt tanzten die Geschichte der schlafenden Prinzessin. Rund ein dreiviertel Jahr hatten Kindergartenleiterin Dimitra Greiling und maßgeblich ihre Tochter Lisa mit dem Tanzprojekt die Tänze geprobt. Unzählige Kostüme und das Szenenbild wurden liebevoll gefertigt. Die zuweilen gestellte Frage, ob sich dieser gewaltige Aufwand lohne, wurde von den jungen Darstellern eindrucksvoll beantwortet: Die Aufführung war von beeindruckender kindlicher Kraft und Schönheit. Nach der Aufführung feierten Kinder und Gäste beim mittelalterlichen Spektakulum. Foto: Lennart Weber

MT vom 28.05.09 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

"Felix" für Kindergarten Bollerwagen

Auszeichnung für musikalische Früherziehung geht nach Stemmer

Minden (mt/ani). Der Kindergarten Bollerwagen in Stemmer setzt seit Jahren auch auf musikalische Früherziehung. Tanzen, Singen, Trommeln und mehr gehört schon lange zum Angebot. Nun wird die Einrichtung dafür mit einem Preis ausgezeichnet. Der Bollerwagen-Chor unter der Leitung von Gesangspädagogin Roswita Rosigkeit erhält heute den "Felix".
Felix ist das Qualitätszeichen des Deutschen Chorverbandes, mit dem Kindertagesstätten ausgezeichnet werden, welche in besonderem Maße die musikalische Entwicklung der Drei- bis Sechsjährigen befördern. Der Schwerpunkt wird dabei auf das kindgerechte Singen gesetzt. Das Singen gilt als die erste und einfachste Form der musikalischen Betätigung. Die Auszeichnung besteht aus einer Urkunde und einem emaillierten Schild für die Hauswand des jeweiligen Kindergartens. Sie wird stets auf drei Jahre vergeben.


Die Preisverleihung erfolgt am heutigen Donnerstag, 28. Mai, um 16.30 Uhr. Im Anschluss beginnt um 17 Uhr die Frühjahrs-Aufführung der Bollerwagen-Tanzgruppen.

Zum bekannten Kinderlied-Klassiker "Vogelhochzeit" und anderen beliebten Stücken werden Ballett, Jazzdance und Steppeinlagen von den Kindergarten-Kindern und den Schülern des Offenen Ganztags der Grundschule Kutenhausen-Stemmer gezeigt. Dazu sind alle Eltern und Freunde des Bollerwagens in die Sporthalle Stemmer eingeladen.
 

MT vom 04.06.09 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Musik und Tanz gehören dazu: "Felix" an Bollerwagen verliehen

 


MT-Foto: Manfred Otto

 

Minden (mt/mob). Anlass zum Feiern hatten Kinder, Erzieherinnen und Eltern des Kindergartens "Bollerwagen" in Stemmer. Der Chor der Einrichtung unter Leitung von Gesangspädagogin Roswita Rosigkeit erhielt jetzt den "Felix". Mit diesem Qualitätszeichen ehrt der Deutsche Chorverband Kindertagesstätten, die besonders die musikalische Entwicklung der Drei- bis Sechsjährigen im Auge haben. Nach der Preisverleihung zeigten auch die Tanzgruppen von Kindergarten und Offenem Ganztag der Grundschule Kutenhausen-Stemmer, was sie können, und präsentierten Jass-Tanz, Steppeinlagen und Ballett.

 

MT vom 22.06.09 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Stemmer: Schützenverein und Kindergarten feiern

"Insekten und Piraten"

Minden-Stemmer (mt/sk). Der Schützenverein Zentrum Stemmer und der Kindergarten Bollerwagen organisierten kürzlich ihre Kinderfeste gemeinsam. So wurde das Kinderschützenfest unter dem Motto Piraten mit der Einweihung eines Insektenhotels in Zusammenarbeit mit der Biologischen Station ergänzt. Das Insektenhotel war unter der Anleitung von Stephan Geschke (Biologische Station), Stephanie Krause (Angestellte Kindergarten Bollerwagen) in Verbindung mit einer Eltern-Gruppe und den Kindern der AG "Natur pur" in der Zeit vom 25. April bis 16. Mai erstellt worden. Es bietet Platz für mehrere Arten von Wildbienen. Beim Piratenfest gab es neben der Hüpfburg und etlichen Spielen in entsprechender Verkleidung eine Kasperletheater-Aufführung.

MT vom 07. Mai 2010 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Kinder wehren sich

Schutz in gefährlichen Situationen 

Minden-Stemmer (mt/cko). In den vergangenen zwei Monaten haben sich viele Kinder einmal wöchentlich zum Selbstbehauptungstraining "Stop! Ich wehre mich!" getroffen. Das durch das Familienzentrum des Kindergartens Bollerwagen in Stemmer organisierte Angebot wurde in Kooperation mit Frank Henning vom Sai-Fon e.V. Nienburg durchgeführt. Hierbei erfuhren die Kinder, wie man sich vor gefährlichen Situationen schützt, gleichaltrige aber auch ältere Angreifer abwehrt oder sich sicher von einem fremden Pkw entfernt.


Besondere Freude bereitete den Kindern das Training mit dem Hund Struppi, um häufig vorhandene Ängste und falsches Verhalten gegenüber Hunden abzubauen und sogenannte "Beißunfälle" zu vermeiden. Weitere Kurse in der Region werden bereits geplant. Interessenten können sich unter (0 50 24) 94 45 86 oder
www.kinder-sv.eu informieren.
 

Familienzentrum „Bollerwagen“ aus Stemmer war  dabei:

MT vom 28.11.2011 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Heiße Hochzeitsparty für das Traumpaar William und Kate

Theaterstück im Jugendhaus Geschwister Scholl bringt 65 Kinder aus vielen verschiedenen Nationen auf die Bühne

VON SVENJA KRACHT

Minden (kra.) So eine Hochzeitsfeier hatten Prinz William und Herzogin Kate sicher nicht: Bauchtänzerinnen, ein "Lovetrain" und auch Cheerleader zeigten die etwas andere Party nach der königlichen Trauung.
 

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Erster Tanz für das Brautpaar: In tollen Kostümen geben die Kinder alles auf der Tanzfläche des Jugendhauses Geschwister Scholl. | Foto: Svenja Kracht

Die Weihnachts-Tanzaufführung des Jugendhauses Geschwister Scholl zusammen mit dem Familienzentrum Bollerwagen und dem Jugendhaus "Alte Schmiede" brachte insgesamt 65 Kinder zwischen zwei und 14 Jahren auf die Bühne.


"Bei unserer letzten Aufführung im Frühling, der Vogelhochzeit, sagten die Kinder hinterher, dass sie sich nicht schick genug gefühlt haben, da kamen wir darauf, dass man sich bei einer königlichen Hochzeit auf jeden Fall schick anziehen muss", erklärt Silke Weber, stellvertretende Leiterin des Jugendhauses Geschwister Scholl, die Idee.


William und Kate seien ein aktuelles Thema, die beiden seien unter den Kindern bereits bekannt. "Außerdem waren bei der Hochzeit der beiden viele Prinzen und Prinzessinnen anwesend, sodass kein Streit entsteht, wer Kate sein darf", führt
Dimitra Greiling, Leiterin des Familienzentrums Bollerwagen, fort.

Ein ganz entscheidender Punkt ist aber noch wichtiger: "Die Partygäste sind alle aus verschiedenen Nationen - das ist auch bei uns der Fall."

Die Proben für den großen Auftritt liefen sechs Wochen lang. "Jede Einrichtung hat für sich etwas entwickelt und bei der Generalprobe kamen dann das erste Mal alle zusammen", erzählt Silke Weber. In den Institutionen selbst findet regelmäßig Tanz- und Ballettunterricht statt.

Zu sehen gab es viele verschiedene Darbietungen. Angefangen bei den Blumenstreukindern, die nun mal zu jeder Hochzeit dazugehören, über einen Bauchtanz der etwas Älteren aus dem Jugendhaus "Alte Schmiede" bis hin zu Cheerleadern, die zum "High School Musical" tanzten.

Ein Liebesmedley aus Songs, bei denen die Eltern mitschunkelten, aber auch aktuellen Hits aus den Charts animierte das Publikum zum Mitklatschen.

Beobachtet wurden die Auftritte stets vom "frisch verheirateten" Paar, das von Isabel Klenke und Leon Greiling dargestellt wurde.

Jona Lahrmann hat die Hochzeit von Kate und William im April vor dem Fernseher verfolgt. "Ich mag Prinzen und Prinzessinnen sehr gerne, deshalb finde ich das Thema toll", erzählt die Fünfjährige.

Chaya Munker (9) machte bei der High-School-Musical-Performance mit und findet das Thema der Weihnachts-Tanzaufführung super: "Ich finde es toll, die Hochzeitsfeier nachzuspielen, aber es ist ein bisschen doof, dass ich nicht Kate sein kann."

"Wir sind sehr froh über diese Kooperation, es macht viel Spaß mit allen zusammenzuarbeiten", freut sich Silke Weber. Ohne ehrenamtliche Helfer würde diese Arbeit jedoch nicht funktionieren. Dass diese Arbeit gut ist, konnte man am tosenden Applaus sehen, den die kleinen Darsteller bekamen. Zweimal im Jahr, im Frühling und zu Weihnachten, gibt es Tanzaufführungen im Jugendhaus.

 

MT vom 27.06.2012 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Wilde Tiere tanzen und singen beim Sommerfest
 

 

 

 

Minden (mt). Besuch von wilden Tieren erhielt der Kindergarten Bollerwagen in Stemmer. Beim Sommerfest unter dem Thema „Afrika“ feierte ein an das Musical „König der Löwen“ angelehntes Theaterstück Premiere. Kinder aus dem Bollerwagen und aus dem Jugendhaus Geschwister Scholl standen unter der Leitung der Musicaldarstellerin und Choreografin Anna Nasirov singend und tanzend als Löwen, Zebras und Giraffen auf der Bühne. Das von der Rudloff-Stiftung geförderte Integrationsprojekt begeisterte die Gäste und Stiftungsvertreterin Bettina Krachudel und sorgte für einen stimmungsvollen Start. Für die weitere Bewirtung sorgte die Frauengruppe aus dem Geschwister-Scholl-Haus mit türkischen Spezialitäten. Foto: pr

 

MT vom 28.07.2012 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Spende an Kita Hahlen und Andere

Minden-Hahlen (cwb). Der „Tag des offenen Hofes“ bei den Landwirten Friedrich und Jan Weber informierte nicht nur über moderne Landwirtschaft, sondern brachte auch den Kindern Spaß. Und diese Freude wirkt nach. Denn die Veranstaltung hat die Volksbank Minden als einer der Sponsoren dazu bewogen, als zusätzliches Dankeschön 500 Euro an den Förderverein der Städtischen Kindertagesstätte Hahlen zu spenden. Auch für die Kindergärten Salem-Köslin in Minden und Bollerwagen in Stemmer brachte der Tag Präsente: Sie erhielten 2 Trampeltrecker, die vom Raiffeisen Landbund sowie Agravis Meier-Bunge gespendet wurden. Schließlich erhielt die Jugendfeuerwehr Hahlen von den Landfrauen eine Spende.
 

MT vom 04.08.2012 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Secondhand im „Bollerwagen“
 

 

Minden (mt/mob). Ein Secondhand-Basar findet am Sonntag, 2. September, von 14 bis 16 Uhr im Familienzentrum Kindergarten Bollerwagen in Stemmer statt. Für Schwangere ist ab 13.30 Einlass. Die Standvergabe erfolgt ab 20. August unter Tel. (0157)34228292 (ab 16 Uhr).
 

MT v. 01.10.2012 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Harald Mewes beim Elternabend
 

Minden (mt). Wenn ein Kindergarten zum Elternabend nicht nur Väter und Mütter, sondern auch einen Kabarettisten einlädt, ist das Motto „Elternabend mal anders“ offenbar treffend. Mit Harald Mewes, Freund der spitzen Zunge und Experte für ostwestfälischen Humor, nähert sich das Team aus dem Kindergarten Bollerwagen in Stemmer dem Thema „Lernfreude und Schulerfolg“. Mewes, gleichzeitig Bildungsreferent der „Stätte der Begegnung“ in Vlotho, will Eltern ermuntern, Lernen als lebendiges Erleben der Welt zu begreifen und zu vermitteln. Im Familienzentrum Bollerwagen, Zum Schulkamp 2a, beginnt der Abend am Donnerstag, 4. Oktober, 20 Uhr. Anmeldungen unter Telefon (0571) 9424214. Der Eintritt beträgt zwei Euro.
 

MT vom 03.11.2012 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Standplätze für Spielzeugmarkt
 

Minden-Stemmer (mt/cpt). Standplätze für einen Spielzeugmarkt am Sonntag, 25. November, 14 bis 16 Uhr, im Familienzentrum Kindergarten Bollerwagen in Stemmer, Zum Schulkamp 2a, werden ab sofort unter der Telefonnummer (0157) 34228292 vergeben. Bei dem Markt dürfen ausschließlich Spielsachen, keine Kleidung angeboten werden. Kaffee und selbst gebackener Kuchen sorgen während des Spielzeugmarktes für Stärkung.

MT vom 17.01.2013 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Aus Kurse kreisweit...

Gelassen und sicher trotz Stress:

Das Familienzentrum „Kindergarten Bollerwagen“ in Stemmer und die Eltern-Selbsthilfegruppe Sonnenschein bieten ein Elterntraining zur Stress- und Alltagsbewältigung im schwierigen Erziehungsalltag an. Ergänzt wird die Informationsvermittlung zum Thema ADHS durch Anregungen und Materialien zu einer positiven Erziehung und Problemlösung durch das „Optimind-Konzept“. Die Veranstaltung läuft samstags am 26. Januar sowie 2., 9. und 23. Februar jeweils von 9 bis 14 Uhr. Anmeldungen und weitere Informationen per E-Mail an gp@gerlind-pracht.de oder unter Telefon (0571) 9419942 (mt/lkp)....

MT vom 16.02.2013 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Second-Hand-Basar in Stemmer
 

Minden (mt/cs). Einen Second-Hand-Basar veranstaltet das Familienzentrum Kindergarten Bollerwagen am Sonntag, 17. Februar, von 14 bis 16 Uhr in den Räumlichkeiten des Kindergartens und in der angrenzenden Bürgerhalle, Zum Schulkamp 2a in Stemmer. Endloser Kaffee und selbst gebackener Kuchen werden in der Cafeteria in der Bürgerhalle angeboten.
 

MT vom 25.06.2013 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Die alte Ritterzeit in Stemmer
 

Minden-Stemmer (mt). Unter dem Motto „Spectaculum im Bollerwagen“ feiert das Familienzentrum Kindergarten Bollerwagen in Stemmer sein mittelalterliches Sommerfest am Samstag, 29. Juni. Ab 15 Uhr verwandelt sich das Kindergartengelände in eine große Burgfestung und Besucher sind eingeladen, zurück in die alte Ritterzeit zu schauen und viel zu erleben. Der Eintritt in die Burgfestung beträgt für Erwachsene ein Euro, Kinder haben freien Eintritt.

 

MT vom 15.11.2013 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Spielzeugmarkt im Bollerwagen
 

Minden-Stemmer (mt/cs). Einen Spielzeugmarkt veranstaltet das Familienzentrum Kindergarten Bollerwagen, Zum Schulkamp 2a in Stemmer, am Sonntag, 17. November, 14 bis 16 Uhr. Endlos Kaffee und selbst gebackenen Kuchen gibt es in der Cafeteria.
 

MT vom 14.12.2013 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

Geschichten aus der Drachenwelt
 

Musical und Modellprojekt begeistert Zuschauer im Jugendhaus

 
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Mit zauberhaften Kostümen faszinierten die kleinen Tänzerinnen das Publikum. Foto: pr


 

Minden (mt/hy). In der „Zauberhaften Drachenwelt“ begeisterten rund 70 junge Darsteller zwischen drei und 16 Jahren die Zuschauer zwei Mal im ausverkauften Theatersaal des Geschwister-Scholl-Hauses.

Dazu hatten sich Kinder aus Mindener Jugend- und Kindereinrichtungen zusammengetan und ein Musical aufgeführt. Aus dem Bärenkämper Jugendtreff sowie aus dem Jugendhaus Alte Schmiede und aus dem Familienzentrum Bollerwagen in Stemmer kamen Kinder und Betreuer zusammen und haben das rund 60-minütige Stück einstudiert.

Geschrieben und in Szene gesetzt von Lisa Greiling, mit selbst geschneiderten Kostümen – sämtlich geschneidert von Irina Althoff – und unter großer Beteiligung der Mitarbeiterinnen und vieler weiterer Helfer ist das Tanztheaterprojekt auch in seiner dritten Auflage gelungen.

Alters-, stadtteil- und milieuübergreifend finden Menschen in diesem von der Rudloff-Stiftung geförderten Modellprojekt zusammen. Die jüngsten Darsteller aus dem Kindergarten Bollerwagen führten Tänze auf, den älteren Kindern und Jugendlichen waren die Sprechrollen im Stück vorbehalten. Den Applaus genossen sie alle gemeinsam.

MT vom 02.07.2014 Copyright Mindener Tageblatt

Das Familienzentrum Kindergarten Bollerwagen...

...bietet ein Elterntraining zur Stress- und Alltagsbewältigung im schwierigen Erziehungsalltag an. Ergänzt wird die Informationsvermittlung durch das Thema AD(H)S. Die Veranstaltung umfasst sieben Abende und findet im Familienzentrum Bollerwagen, Zum Schulkamp 2a, jeweilsdonnerstags von 19 bis 21.30 Uhr am 21. und 28. August sowie am 4., 11., 18. und 25. September und am 2. Oktober statt.

Anmeldungen und Rückfragen per Mail an gp@gerlind-preacht.de oder (0571) 9419942.

MT vom 26.03.2015 Copyright Mindener Tageblatt / MT-Online

MT vom 19.08.2016 Cpyright Minener Tageblatt / MT.de


 


 



   Dorfplatz  

 

Holger Weber (how) vom 04.02.2016:

Dorfjugend kommt auf den Dorfplatz / Der Mittelpunkt regt zum Reden an...

...unter diesem Motto standen die Kriterien zur Ausgestaltung des neuen Dorfplatzes 1998 / 1999. Was damals erhofft wurde, kann als gelungen angesehen werden. Immer wieder ist zu beobachten, dass das "Rondell" insbesondere bei Sport- und Festveranstaltungen sowie den "Basaren" gerne angenommen wird. Aber manchmal sind die beiden Symbolfiguren auch gerne mal zu einem "Plausch" unter sich...

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FÜR EINEN BLICK ZURÜCK EINFACH NUR UNTEN ANKLICKEN:

Mittelpunkt regt zum Reden an...MT:18-11-1999

Dorfjugend kommt auf den Dorfplatz... MT:21-11-1998

(Foto: Holger Weber = Figuren von Bernd  Maro 1999)

Holger Weber (how) vom 12.Mai 2013:

Genau vor 15 Jahren konstituiert und nach 20 Monaten am Ende:

Bezirksausschuss Stemmer

Erste Sitzung am 12.Mai 1998

Dorfplatz oder auch "Stemmer Dorfjugend" mit Symbolcharakter

vor dem Bürgerzentrum mit Sporthalle sowie dem Kindergarten "Bollerwagen"...

Minden-Stemmer (how):  Im April 1998 beschließt der Rat der Stadt Minden durch Änderung der Hauptsatzung die flächendeckende Einführung von Bezirksausschüssen und somit Wegfall der Position des Ortsvorstehers / der Ortsvorsteherin zum 01.Mai 1998. Die Größe des Ausschusses beträgt für Stemmer =  9 stimmberechtigte Mitglieder (5 SPD und 4 CDU). Die 1.Sitzung in Stemmer war am 12.Mai 1998 (Vorsitzender Dieter Böttger / Stellvertreter Hermann Ahlert). Eine Bürgerbefragung anlässlich der Europawahl im Juni 1999 ergab ein Votum für die Abschaffung und Wiedereinführung der Ortsvorsteher, welchem der Rat zum 01. Jan. 2000 folgte. Der Bezirksausschuss konnte in Stemmer somit nur rd. 20 Monate wirken.

Bereits in der zweiten Sitzung im Juni 1998 wurden aus einer Arbeitsgruppe heraus mehrere Gestaltungsvorschläge für einen Dorfplatz unterbreitet, die u.a. Tierskulpturen als Mittelpunkt beinhalteten. Von nun an waren die Diskussionen zu einem ansprechenden Platz immer wieder Mittelpunkt  der weiteren Sitzungen des Gremiums.

Ein erster Entwurf der Verwaltung ging von einem kreisförmigen Platz mit einem Durchmesser von 9 Meter aus, der in der Mitte eine zweite Kreisform für die Aufstellung von Skulpturen anbot. Einig war man sich schnell über drei Zuwege aus den Richtungen Schulkamp / Bürgerzentrum / Kindergarten. Mehrere Künstler sollten aufgefordert werden, ihre Vorstellungen bis Ende Oktober  1998 einzubringen, was dann auch geschah.

Schnell wurde klar, dass das Projekt nur in einem Wettbewerb entschieden werden konnte und die Mitglieder des Ausschusses das Preisgremium bilden sollten. Am 20.11.1998 einigte sich dieses in einer nicht öffentlichen Sitzung auf den Entwurf von Bernd Maro aus Hannover, der als Skulptur zwei sitzende Kinder vorsah. Bereits am nächsten Tag konnte sich die Öffentlichkeit im Bürgerzentrum über Einzelheiten informieren.

Im Januar 1999 kündigte der Künstler bereits an, den Bronzeguss bis Ende Mai 1999 für eine Abnahme durch ein Gremium des Ausschusses zu präsentieren. Als Einweihungstermin wurde zunächst Mitte September 1999 ins Auge gefasst, der dann aber letztlich endgültig in den November verschoben wurde. Eine kleine Arbeitsgruppe bereitete den gebührenden Rahmen vor. Bis heute ist der Dorfplatz mit seinen Sitzgelegenheiten und der umfassenden Eingrünung ein Schmuckstück für Stemmer. Die Pflege konnte dankenswerter Weise in private Hände vergeben werden und klappt hervorragend.

Natürlich hatte der Bezirksausschuss auch weitere Belange aus Stemmer zu behandeln. Seniorenfeiern, Jubiläen, Wegebau, Unterhaltungsmaßnahmen an Gebäuden, Zuschüsse an Vereine, Vorschläge zur Benennung von Ortsheimatpflegern oder auch verkehrslenkende  Maßnahmen sollen hier nur als Beispiele dienen, die vorher und auch danach wieder weitgehend den Ortsvorsteherinnen und Ortsvorstehern oblagen. Der Bezirksausschuss hatte einen jährlichen Etat von rund 9.900,00 DM. Mit Resten aus 1998 waren im Jahre 1999 noch gut 15.000,00 DM in seiner Obhut, welche Maßnahmen im Ort - auch Vereinen - zu Gute kamen.

 

Wer den Ortskern nach Norden verlässt, bewegt sich über historisches Gelände: 

 

Schneitelung von Weiden in Stemmer
"Vorm Thoren" (Die Landwehr)

Fritz Weißmann (+):
....schon seit dem Beginn des 14. Jahrhunderts hat sich die Stadt Minden zum Schutze ihrer Felder und Weiden und auch der vielfach nach Minden zehntpflichtigen Bauernschaften mit einem für damalige Zeiten gewaltigen Schutzwall, der sogenannten Landwehr, umgeben. Die Landwehr hatte hauptsächlich den Zweck, plötzliche nächtliche Überfälle durch Viehdiebe abzuwehren. Sie bestand aus einem 4 m hohen und 6 m breiten Erdwall, der mit dichtem Gestrüpp bewachsen war und hatte an beiden Seiten einen ungefähr 3 m breiten Wassergraben. Durch Wachtürme in der Nähe der Tore in der Landwehr war ein weiterer Schutz gesichert.
Der für unsere Betrachtungen in Frage kommende Teil der Landwehr begann bei dem Todtenhauser Turm in der Nähe der Weser und verlief fast schnurgerade bis zum Stemmer Tor. Der letzte Stemmer Wachturm war ein Fachwerkbau und wurde von dem Waldhüter für das Nordholz bewohnt. Nach seinem Abbruch soll der Turm auf dem Gut Kuhlenkamp als Speicherhaus wieder errichtet worden sein. Die Flurnamen "Thorenkamp", "in ollen Toren" erinnern noch an den Turm. Die Bezeichnungen "Lannerbur"(Ruhe 36), "Lannerdal", "Lannerweg", "Lannergraben" deuten ebenfalls auf die mittelalterliche Landwehr hin. Soweit die Landwehr Stemmer berührte, war sie im Dreißgjährigen Kriege noch einigermaßen erhalten. Als im Westfälischen Friedensschluß (1648) das Mindener Land an Brandenburg fiel, wollte der Große Kurfürst im Februar 1650 das neu erworbene Land besichtigen. Er kam, begleitet von seiner Gemahlin, in seinem Reisewagen von Herford über Lübbecke und Rahden, um zum Schloß Petershagen zu fahren. Nach Minden konnte er noch nicht hinein, da es immer noch von den Schweden besetzt war. Erst 1669 wurde die Regierung von Petershagen nach Minden verlegt. Die Ratsherren von Minden huldigten ihrem neuen Landesherrn deshalb am Tor von Stemmer...

Um in den "tiefsten Norden" unseres Dorfes zu gelangen, geht es vorbei an  dem "Förthof":

Und noch weiter imDorfrundgang:




der älteste Hof in Stemmer

"Förthof" (Ein Bauernhof in Stemmer)

Fritz Homann im Jahre 1961 (+):
....Die Geschichte unseres Dorfes ist eng verflochten mit dem Geschick seiner Bauern und ihrer Höfe. Wer die heute ausgebaute Straße "Stemmer-Südfelde" benutzt, erblickt etwa 1,5 km nördlich des Dorfkernes einen besonders stattlichen Hof, den  F Ö R T H O F. Die Lage des Hofes ist durch den Bach bestimmt, den heute die Straße auf einer Brücke überquert.  Dieser Bach, die Flörte, entspringt in dem Wiesengelände dicht vor Kutenhausen und mündet westlich der Bartlinge in die Ösper. Ehedem befand sich beiderseits des kleinen Flußlaufes ein größeres Sumpfgebiet. Es führte den Namen "Rottbruch", zur Ösperniederung heißt es "Schwebruch". Seinen Namen hat der Hof von der Furt erhalten, die Bach und Sumpf an dieser Stelle querte. Die Furt heißt in alten Urkunden "Stemmer Fort". Im Jahre 1550 begegnen wir erstmals urkundlich dem Namen Stemmerfort, der als Flurbezeichnung zum Familiennamen geworden ist. Im alten Kataster wurde die Flur IX "zum Förtmeier" genannt. Die Häuser liegen auf der gut erkennbaren Bodenschwelle, die sich südlich des Baches erstreckt. Hier und auf dem nördlich des Baches ansteigendem Hange müssen schon  vor 5000 Jahren Menschen gewohnt haben, wie zahlreiche Bodenfunde beweisen, die Hauptlehrer Weißmann im kleinen Schulmuseum mit größter Sorgfalt zusammengestellt hat. Von Steinbeilen der ältesten Steinzeit bis zu Funden der Bronzezeit reichen sie. Die Eltern unserer jetzigen Schulkinder wohnten zahlreichen Grabungen und Funden bei. 

Aufschlußreich wie die Entstehung des Namens "Förtmeier" und "Förthof" ist auch die Deutung des Namens Tüting. Die Endung "-ing" (siehe Wehking, Frederking, Rohlfing, Thielking) bedeutete "zur Sippe des "X" " gehörig. "Tüt" müßte auf das altdeutsche "Diet" oder das germanische "Theud" zurückgehen. Das Wort "deutsch" birgt den gleichen Wortstamm, nämlich "diutisk". So sprach das nicht lateinisch sprechende germanische Volk unserer Vorfahren "deutsch" = "diutisk". In germanischen Vornamen findet man z.B. Theudulf, Theuricus.....und entsprechende Kurzformen wie....Tuto oder Tieto. Wie aus Busch "Büsching" wurde, so z.B. aus "tut" etwa Tüting......
Über die Entstehung des Förthofes gibt es bis auf eine durch nichts belegte Familiensage keinerlei Unterlagen. Aber es muß als beispielhaft gelten, daß über vier Jahrhunderte Hofgeschichte genau zu überprüfen und seit mehr als 300 Jahren eine Fülle von Originalurkunden auf dem Hofe aufbewahrt worden sind.  Nur zwei Familien haben innerhalb dieser Jahrhunderte auf dem Förthof gesessen, bis zum 30-jährigen Krieg die Familie Stemmerfort, der dann die Tütings folgten. Man darf aber zudem annehmen, daß der Hof von Stemmerforts auf Tüting durch Heirat übergegangen und demnach 400 Jahre im Besitz einer Familie geblieben ist. Auf dem Förthof behielt, im Gegensatz zu anderen Höfen, beim Fehlen von Söhnen der Mann der Erbtochter den Namen Tüting. Im Volksmunde hießen die Stemmerforts und Tütings ohnehin seit eh und je "Förtmeiers". Übrigens hatten die Tütings stets Söhne als Erben, so daß in den letzten 300 Jahren kein Namenswechsel festzustellen ist. Mit gutem Recht ist anzunehmen, daß der Hof in einer Zeit entstand, als es überhaupt noch keine Familiennamen in heutigen Sinne gab. Man fügte lediglich dem Vornamen noch den "Wohnnamen" (nach dem Wohnort) bei. So hießen die Besitzer der beiden großen Höfe im Norden von Stemmer im Kataster von 1650 Cordt und Hermann zur Bartlinge, obwohl sie bereits eigentliche Familiennamen mit Waltke und Tüting besaßen.......

 

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